The Boroughs: 7 offene Fragen nach dem Staffel‑1‑Finale
Die erste Staffel von „The Boroughs“ hat zwar ein einigermaßen rundes Ende, doch einige offene Fragen bleiben dennoch übrig.

Eine Serie über mörderische Monster im Altersheim – das klang nicht nach einer Serie, die genügend Hauptfiguren für eine zweite Staffel übrigließt. Doch „The Boroughs“ spielte im Verlauf der ersten Staffel immer wieder mit den Erwartungen: Die Monster sind nicht wirklich böse, und abgesehen von den Antagonisten stirbt nur ein Charakter – und das schon in der ersten Folge.
Ende gut, alles gut? Nicht wirklich, denn auch wenn die Serie grundsätzlich auch als Miniserie funktionieren würde, bleiben einige Fragen unbeantwortet. Und dann gibt es noch den finalen Cliffhanger, der die Tür für eine zweite Staffel offenlässt.
Woher kam das Mutter‑Ei?

Blaine Shaw, der Gründer der Boroughs, fand in den Vierzigerjahren ein Ei, aus dem ein Monster schlüpfte. Dieses Monster sorgte für Blaine, seine Frau Anneliese und ihre Mitarbeiter dafür, dass sie nicht altern. Doch woher kam dieses Ei?
„The Boroughs“ deutet an, dass Mutter und ihre Kinder Außerirdische sind, indem die Serie mit einem Schwenk in den Himmel endet. Doch wie kam dieses Ei dann auf die Erde? Zu welchem Zweck? Und gibt es wirklich nur ein Ei?
Gibt es auch einen Vater?
Ein Aspekt, der von der Serie völlig ausgeklammert wird, ist die Frage, wie Mutter überhaupt Kinder bekommen konnte. Für Lebewesen, die aus einem Ei schlüpfen, sind im Normalfall zwei Elternteile nötig, damit das Ei befruchtet wird. Klar, es ist Science‑Fiction, und sicherlich ließe sich erklären, dass Außerirdische wie Mutter ihre Kinder ohne Partner zeugen können – aber das müsste dann auch thematisiert werden, sofern die (noch unbestätigte) zweite Staffel nicht mit einem überraschenden Auftritt des Vaters um die Ecke kommt.
Warum hat Blaine Shaw Mutters Blut getrunken?
Stellen wir uns mal vor: Man findet ein mysteriöses Ei und nimmt es mit nach Hause. Dort schlüpft es, woraufhin ein monströses und verstörendes Wesen zum Vorschein kommt. Was tut man in so einem Fall? Natürlich ein wenig Blut des Wesens trinken!
So scheint es zumindest bei Blaine Shaw abgelaufen zu sein. Dieses ungewöhnliche Vorgehen hat sich zwar letztendlich für ihn ausgezahlt, aber ein Flashback zu dieser Entdeckung hätte die Situation besser erklären können.
Was ist das Geheimnis des Baumes?

Dass Mutters Kinder Rosenquarz von Renee stehlen, rückt im Laufe der Staffel in den Hintergrund, immerhin haben die Boroughs‑Bewohner größere Sorgen. Später sehen wir den Quarz wieder – als Dekoration an dem Baum, von dem Art seinen Pfirsich gepflückt hat und an dem Mutter im Finale zusammen mit ihren Kindern explodiert.
Was ist das für ein sonderbarer Baum? Wie hängt er mit Mutter zusammen, warum wuchs dort nach all dieser Zeit genau ein Pfirsich und warum wurde der Baum geschmückt? Da die Kinder das Quarz gestohlen haben, waren sie es wohl auch, die das Mineral zum Baum brachten – aber war das ihr Auftrag oder haben sie auf dem Weg zurück zum Käfig einen kleinen Umweg gemacht?
Der Baum ist zweifellos wichtig, nur den Grund dafür behält „The Boroughs“ für sich.
Was ist das Geheimnis des blauen Blutes?

Es ist ein magischer Moment am Ende von Folge 2: Sam und Wally untersuchen die Rückstände des Monsterblutes und sehen, wie die Elektronenstrahlen der Röhrenfernseher aus dem kleinen, blauen Klumpen ein beeindruckendes Lichtschauspiel machen, das einem Hologramm einer Sternenkarte ähnelt. Was bedeuten die vielen Punkte? Ist es eine prächtige, aber unwichtige Reaktion oder haben die vielen Punkte in der Luft etwas zu sagen?
Was wird jetzt aus den Boroughs?
Die Shaws sind tot, und damit steht die Zukunft der Boroughs in den Sternen. Die ganze Anlage und das Land, auf dem sie liegt, sind nun eigentlich ohne Besitzer. Allerdings ereigneten sich die sonderbaren Vorkommnisse in den Boroughs unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Niemand kennt die Wahrheit über die Shaws oder weiß von ihrem Tod, jedenfalls noch nicht – ihr Schicksal ließe sich auch schwer erklären, besonders, da von Anneliese nicht mal ein Körper übrig ist.
Sam und Co. müssen sich also eine Erklärung überlegen, denn früher oder später wird Besuchern von außen auffallen, dass die Boroughs führungslos sind.
Ist Sam jetzt unsterblich?

Die letzte Szene aus „The Boroughs“ Staffel 1 weckt Erinnerungen an die Anfänge von „Stranger Things“. Auch hier wurde im Finale der ersten Staffel gefeiert, bis Will Byers vor dem Spiegel feststellt, dass das Böse aus dem Upside Down noch immer in seinem Körper lauert.
Im Fall von „The Boroughs“ ist es Sam, der vor dem Badezimmerspiegel steht. Er sieht jedoch nicht, was wir sehen: Sein Spiegelbild flackert zweimal kurz, wie wir es zuvor bei Halluzinationen seiner verstorbenen Frau Lilly, aber auch bei den Shaws erlebt haben.
Dieses Flackern hängt mit Mutter zusammen, die zwar tot ist, zu der Sam zuvor aber eine enge mentale Verbindung aufbauen konnte. Er war zudem anwesend, als Mutter explodiert ist und durfte dank ihr noch einmal Lilly wiedersehen. Mutters Blut hat er zwar nie getrunken, aber hat Mutter vielleicht doch dafür gesorgt, dass ein Teil ihrer Fähigkeiten auf Sam übergegangen ist?
Allein eine zweite Staffel von „The Boroughs“ könnte dieses (und viele weitere) Rätsel lösen und zudem für ein Wiedersehen mit den liebgewonnenen Bewohnern der Seniorenunterkunft sorgen.










