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„Spider-Noir“ Staffel 2: Ende erklärt! Das wird aus Ben, Robbie & Silvermane

Acht Folgen, zwei Versionen, ein Nic Cage: „Spider-Noir“ ist auf Prime Video erfolgreich gestartet, aber erhält Ben Reilly in Staffel 2 einen neuen Fall?

Ben Reilly beugt sich über den Bürgermeister.
Wie in den meisten Noir-Krimis führen die Ermittlungen bis in die obersten Kreise der Politik. Foto: TMDB

Prime Videos „Spider-Noir“ ist gestartet und zählt für viele schon jetzt zu den stärkeren Marvel-Produktionen aus dem Sony-Umfeld. Ein neues Setting und ein frischer Retro-Look heben die Nic-Cage-Serie von der Konkurrenz ab.

Doch wie steht es um die Zukunft der Marvel-Adaption?

Das Finale erklärt: Wird Ben Reilly zur Spider?

Zum Ende der Staffel steht Ben Reilly vor einer Grundsatzentscheidung: Er könnte seine Vigilanten-Identität endgültig ablegen, indem er ein Serum nutzt, das seine übermenschlichen Fähigkeiten „heilen“ soll. Trotz der Versuchung entscheidet er sich dagegen.

Die letzte Ampulle des Heilmittels hatte Ben aus dem Labor von Dr. Faber gerettet – ausgerechnet dem Ort, an dem er selbst grausamen Experimenten ausgesetzt war. Faber forschte an den Mutationen, die ihr Sohn und dessen Platoon während der Zeit als Kriegsgefangene entwickelt hatten.

Später wird sie von denselben Ex-Soldaten getötet, die inzwischen als Silvermanes Schläger arbeiten. Sie verwüsten auch das Labor – entweder, weil sie nicht begriffen, dass Faber kurz vor einem Durchbruch stand, oder weil es ihnen schlicht egal war.

Ben versucht anschließend, zwei seiner zentralen Gegenspieler zu „heilen“: Flint (alias Sandman, Jack Huston) und Dirk (alias Megawatt, Andrew Lewis Caldwell). Doch der Plan gerät schnell außer Kontrolle.

Eskalation in New York

Megawatt und Sandman stehen vor Ben Reilly.
Die Schwarzweiß-Fassung von „Spider-Noir“ ließ einen leichter über die teils schwachen digitalen Effekte hinwegsehen. Foto: TMDB

Früh im Finale wird der Privatdetektiv zu Silvermane zitiert. Um nicht aufzufallen, hält Ben seine zweite Identität zunächst verborgen – möglich wird das durch eine riskante Täuschung, bei der Robbie Robertson (Lamorne Morris) Ben überzeugend imitiert.

Doch Dirk erkennt Ben wieder: Er erinnert sich an den Tag, an dem Ben sein Platoon aus einem Kriegsgefangenenlager befreit hatte. Für Dirk ergibt plötzlich alles Sinn – Ben muss ebenfalls besondere Kräfte haben und damit der „echte“ Spider sein.

Aus dieser Erkenntnis entsteht ein Kampf, der sich auf die Straßen von New York City verlagert. Megawatt verliert die Kontrolle und läuft Amok. Selbst Sandman stellt sich ihm entgegen, vor allem um Cat Hardy (Li Jun Li) zu schützen.

Ben wird im Chaos bewusstlos geschlagen, während Sandman und Megawatt weiterkämpfen. Megawatt ist kurz davor zu gewinnen: Mit seinen elektrischen Fähigkeiten erhitzt er Sandman so stark, dass dieser zu sprödem Glas zu werden droht. In letzter Sekunde kommt The Spider wieder zu sich und beendet die Auseinandersetzung auf spektakuläre Weise, indem er Megawatt in einen herannahenden Zug schleudert.

Silvermanes Ende

Parallel dazu kommt es zu Cats Konfrontation mit Silvermane (Brendan Gleeson). In einem Spiegelsaal findet sie ihren Peiniger und erschießt ihn, bevor er sie erneut angreifen kann. Der Moment wirkt bewusst knapp und unsentimental – aber endgültig.

Trotz aller Angriffe und Verrätereien entscheidet Ben anschließend, Cat und Flint nicht aufzugeben. Er überlässt ihnen die letzte Dosis des Heilmittels und rettet damit Sandman, dessen Zustand sich rapide verschlechtert.

Eine spätere Flashforward-Szene macht jedoch klar: Aus dem Trio wird keine harmonische Gemeinschaft. Ben trägt seine Altlasten weiter mit sich herum.

Ben, Janet und Robbie nach dem Finale

Der Sieg hilft Ben zumindest dabei, sich ein Stück weit aus der Trauer um Ruby zu lösen, deren Tod ihn jahrelang in ein Verzweiflungsloch gestürzt hatte.

Auch beruflich ordnet sich vieles neu: Ben befördert seine frühere Sekretärin Janet (Karen Rodriguez) zur Co-Partnerin. Über die Staffel hinweg hat sie ihre Fähigkeiten als Ermittlerin mehrfach bewiesen.

Robbie erholt sich ebenfalls von den Ereignissen rund um Silvermane und bleibt voraussichtlich ein wichtiger Verbündeter – nicht zuletzt als Chefredakteur des selbst gegründeten Harlem Herald.

Wird Bens Identität auffliegen?

Im Finale wird Bens Gesicht im Kampf zwar teilweise sichtbar, doch es bleibt etwa zur Hälfte verdeckt. Hinweise darauf, dass ihn das unmittelbar einholt, gibt es nicht.

Hinzu kommt: In den 1930er-Jahren ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass am Tatort verwertbare, identifizierbare Aufnahmen entstehen. Ein Risiko bleibt dennoch – denn Flint und Cat kennen sein Geheimnis und sind weiterhin auf freiem Fuß. Da geheime Identitäten ein klassisches Spider-Man-Motiv sind, wäre das ein naheliegender Ansatzpunkt für künftige Folgen, falls es eine zweite Staffel gibt.

Wie stehen die Chancen auf „Spider-Noir“ Staffel 2?

Offiziell ist noch nicht bekannt, ob Prime Video „Spider-Noir“ verlängert oder absetzt. Klar ist nur: In den nächsten Monaten dürfte eine Entscheidung fallen.

Phil Lord und Chris Miller, die auch an Sonys „Spider-Verse“-Animationsfilmen arbeiten, sagten im Mai 2026 gegenüber The Hollywood Reporter: „Wir sind Fernsehproduzenten. Wir werden nicht Nein zu Staffel 2 sagen.“

Co-Showrunner Oren Uziel betonte außerdem den Vorteil der Private-Detective-Prämisse: Sie lässt sich mit immer neuen Fällen füllen. Sinngemäß: Es braucht nur einen neuen Klienten an der Tür – und schon beginnt das nächste Abenteuer.

Wer wäre in Staffel 2 dabei?

Sollte „Spider-Noir“ fortgesetzt werden, ist es sehr wahrscheinlich, dass Nicolas Cage als Ben Reilly alias The Spider zurückkehrt. Ebenso naheliegend ist, dass Janet und Robbie weiterhin an seiner Seite stehen.

Gleichzeitig könnte eine zweite Staffel inhaltlich und personell stark wechseln: Mehrere Figuren sterben noch vor den finalen Credits der ersten Staffel – darunter Silvermane und Megawatt.

Lonnie Lincoln (Abraham Popoola), Cat Hardy (Li Jun Li) und Flint Marko alias Sandman (Jack Huston) überleben zwar, doch ihre Handlungsbögen wirken zunächst abgeschlossen.

Was könnte als Nächstes passieren?

Konkrete Pläne für eine Fortsetzung gibt es nicht. Uziel deutete jedoch an, dass die Serie sowohl in New York bleiben als auch in andere Settings wechseln könnte. Und wenn die Zeitlinie ab 1933 weiterläuft, rücken neben lokalen Konflikten auch größere wirtschaftliche und geopolitische Spannungen in den Vordergrund.