Capcoms Open-World-Revolution begeistert mit packendem Gameplay & epischen Kämpfen! Ist es das perfekte MH-Spiel für Neulinge & Veteranen?
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- Die große Neuerung: Eine nahtlose, lebendige Welt
- Gameplay: Bewährte Formel mit sinnvollen Verbesserungen
- Starke Story, die aber deutlich kürzer ausfällt als in den Vorgängern
- Technisch mit Licht & Schatten
- Was uns gefallen hat – und was nicht!
- Fazit: Ein würdiges nächstes Kapitel für die MH-Franchise
Schon mit der ersten Anspielsession war klar, dass „Monster Hunter Wilds“ deutlich einsteigerfreundlicher ausfallen wird, als die Vorgänger. Für die Testfassung haben wir jetzt viele Stunden lang Klingen geschärft, fotorealistische Gourmet-BBQs gegrillt, gigantische Waffen durch die Welt geschleppt und natürlich Riesenviechern in der zusammenhängenden Spielwelt und den unterschiedlichen Biomen richtig eine auf den Deckel gehauen. Und ja, mir ist jetzt endlich klar, was viele Millionen von Spieler:innen bereits seit sehr vielen Jahren wissen: Die „Monster Hunter“-Reihe rockt einfach.
Heutzutage gehört „Monster Hunter“ völlig zurecht zu den erfolgreichsten Spiele-Franchises überhaupt. Dass ich ein wenig scherzhaft über das vermeintlich „simple“ Spielprinzip von "Monster Hunter Wilds" schreibe, liegt eher an meiner Bewunderung dafür, wie eine einfache Grundidee nahezu perfektioniert wurde: Von der richtigen Waffe über die optimale Kombo bis hin zur perfekten Vorbereitung – in Monster Hunter scheint jedes Element bis zur Perfektion geschliffen zu sein. Das gilt natürlich auch für „Monster Hunter Wilds“.
Die große Neuerung: Eine nahtlose, lebendige Welt
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Die größte Innovation von Monster Hunter Wilds liegt in der offenen, zusammenhängenden Spielwelt. Während frühere Titel aus separaten Jagdgebieten bestanden, setzt Wilds erstmals auf eine riesige, dynamische Umgebung, die ohne Ladezeiten erkundet werden kann. Das bedeutet, dass sich Monster, Wetter und Ökosysteme in Echtzeit verändern und so neue taktische Möglichkeiten eröffnen. Im Grunde war das auch der primäre Wunsch der Verantwortlichen, die die Monsterjagd in „Wilds“ deutlich immersiver machen sollte: Hier geht es nicht mehr nur rein darum, dass wir „Monster“ verkloppen, sondern dass sich diese „Monster“ auch in einer glaubhaften Umgebung bewegen, in der sie natürlich auch Fressfeinde haben, mit anderen Monstern im Clinch sind oder eben in einer Gruppe unterwegs sind.
Auch wenn das neue „Monster Hunter“-Abenteuer insgesamt sehr „gestreamlined“ ist, was vor allem an der deutlichen stärker erzählten Geschichte liegt, die so ein bisschen den Erkundungsaspekt des Spiels schmälert (dazu sagen wir aber auch gleich noch mehr), fühlt sich die Spielwelt einfach deutlich ambitionierter an, als in den Vorgängern. Und bietet den neuen „Monstern“ auch die perfekte Plattform, um sich wunderbar in Szene zu setzen. Die großartigen Designs und Animationen der Widersacher:innen in „Monster Hunter Wilds“ gehören zum Besten, was wir im Genre bisher gesehen haben: Die Kämpfe fallen dadurch immer wieder spektakulär, spannend und abwechslungsreich aus.
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Gameplay: Bewährte Formel mit sinnvollen Verbesserungen
Trotz der Open-World-Neuerung bleibt die Kernmechanik von Monster Hunter Wilds vertraut. Ihr wählt eure bevorzugte Waffe – von Doppelklingen bis hin zu Großschwertern – und stellt euch riesigen Monstern, deren Angriffsstrategien studiert und gekontert werden müssen. Schade ist zwar, dass Capcom das Waffen-Repertoire mit 14 Waffen nicht verändert bzw. erweitert hat, doch tatsächlich unterscheiden sich die Klöppel und Fernkampfwaffen sehr stark voneinander, so dass in puncto Waffen-Auswahl sicherlich keine Langeweile aufkommen sollte.
Was uns besonders positiv aufgefallen ist: Die Entwickler:innen haben das Kampfsystem weiter verfeinert. Die Steuerung wirkt präziser, das Trefferfeedback ist noch befriedigender, und die neuen Reittiere sorgen für eine schnellere Fortbewegung innerhalb der Welt. Besonders spannend ist, dass ihr euer Reittier in Kämpfen einsetzen könnt – etwa um eine Flucht einzuleiten oder Gegner strategisch in die Enge zu treiben oder um einen kurzen Moment durchzupusten und die Waffe dabei wieder zu schärfen.
Starke Story, die aber deutlich kürzer ausfällt als in den Vorgängern
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Was Neueinsteiger:innen an der „Monster Hunter“-Franchise sicherlich am meisten abgeschreckt hat, war die grundsätzlich hohe Einstiegshürde: Schwierige Gameplay-Mechaniken, sperrige Tutorials und eben reiner Fokus auf Monster-Gefechte. Hier schafft Wilds endlich etwas Abhilfe und bietet die vermutlich mitreißendste Story der MH-Franchise, die Spieler:innen in die Vergessenen Lande entführt und in eine durchaus packende Geschichte rund um einen mysteriösen Eingeborenen-Stamm erzählt.
Der große Story-Fokus und die vielen toll inszenierten Zwischensequenzen bringen tatsächlich aber auch zwei elementare Nachteile mit: Einerseits wirkt das Spiel sehr stark linear gesteuert, so dass eben freies Erkunden und Pfade abseits der Story aufzusuchen, deutlich kürzer kommen. Andererseits ist die „Monster Hunter Wilds“ tatsächlich deutlich weniger umfangreich als die Vorgänger-Spiele: Die Hauptstory solltet ihr in ca. 20 Stunden durchgezockt haben. Für weitere Endgame-Aktivitäten wie Sidequests & Co. könnt ihr sicherlich noch einmal 15 Stunden einplanen. Was die Verantwortlichen an sonstigen Endgame-Aktivitäten für Koop-Jäger:innen wird sich in den kommenden Wochen und Monaten natürlich noch zeigen.
Technisch mit Licht & Schatten
Capcom setzt für Monster Hunter Wilds auf die RE Engine, die bereits in Spielen wie Resident Evil 4 (Remake) oder Devil May Cry 5 zum Einsatz kam. Das Ergebnis? Atemberaubende Landschaften, realistische Licht- und Schatteneffekte und geschmeidige Animationen. Besonders die Monster profitieren von der verbesserten Engine, da sie nun noch lebendiger und detailreicher wirken. Auch Raytracing kommt in einer „simplen“ Variante zum Einsatz. Allerdings ist das Spiel alles andere als perfekt optimiert, was sich vor allem an der Performance auf Konsolen zeigt.
Wir haben das Spiel überwiegend auf PlayStation 5 Pro getestet. Zwar hält das Spiel im Fidelity Modus die Framerate von 30 Bildern pro Sekunde, allerdings ist das Spielgeschehen deutlich mehr für eine schnellere Bildwiederholrate ausgelegt. Die ist mit dem Performance-Modus auf Konsolen zwar gegeben, doch hier ist die Auflösung sehr niedrig und die Bildqualität nur mäßig, was natürlich auch ein stückweit Immersion kostet. Auch auf dem PC ist „Monster Hunter Wilds“ alles andere als top optimiert, auch wenn ihr mit einem mächtigen Gaming-PC die besten Ergebnisse erzielen könnt.
Hier seht ihr übrigens den Trailer zu "Monster Hunter Wilds":
Was uns gefallen hat – und was nicht!
✅ Das hat uns überzeugt
- Nahtlose Open World: Keine Ladezeiten zwischen Gebieten, dynamisches Wetter und sich anpassende Monster sorgen für ein intensives Spielerlebnis.
- Verbessertes Kampfsystem: Mehr Dynamik, neue Angriffsmöglichkeiten und präzisere Steuerung.
- Starke Atmosphäre: Monster Hunter Wilds ist teilweise ein visuelles Highlight.
- Mehr Immersion durch Ökosysteme: Monster reagieren stärker auf Umweltveränderungen.
- Zeitloses & spaßiges Gameplay: Noch nie hat Monsterkloppen soviel Spaß gemacht!
- Deutlich einsteigerfreundlicher als bisher!
❌ Das hat uns weniger gefallen
- Performance auf Konsolen: Kein idealer Grafik-Modus auf Konsolen. Spiel ist sehr Hardware-fordernd und weiß viele kleine Probleme auf.
- Weniger abwechslungsreiche Waffen: Bisher wurden keine drastischen Neuerungen am Waffenarsenal vorgestellt.
- Deutlich kürzer als "Monster Hunter World".
- Story ist etwas zu sehr an der Schnur gezogen und verwässert Erkundungsaspekt des Spiels.
- Schwierigkeitsgrad ist zu niedrig für Veteranen.
Fazit: Ein würdiges nächstes Kapitel für die MH-Franchise
Mit "Monster Hunter Wilds" geht Capcom den nächsten großen Schritt und liefert die bisher ambitionierteste "Monster Hunter"-Erfahrung. Die Kombination aus Open World, verbessertem Kampfsystem und der bewährten Spielmechanik könnte dafür sorgen, dass sich Wilds als ein neues Highlight der Reihe etabliert. Wenn Capcom die letzten technischen Hürden meistert und für genügend inhaltliche Abwechslung sorgt, dürfte das Spiel nicht nur eingefleischte Fans, sondern auch Neulinge begeistern.