„hatten so etwas noch nie gesehen“

Michael Rooker über die ungewöhnlichen Aufnahmen für „Call of Duty: Black Ops 7“

Im Interview verrät Michael Rooker, wie es war, für „Black Ops 7“ erneut in Harpers Haut zu schlüpfen – und warum die Aufnahmen diesmal ganz anders liefen!

Michael Rooker schaut ernst in die Kamera
Michael Rooker ist ein echtes „Call of Duty“-Urgestein. Foto: Activision Blizzard UK

Am 14. November kehrte das „Call of Duty“-Franchise mit „Black Ops 7“ zurück – und mit ihm auch ein Charakter, den Fans seit schmerzlich vermisst haben: Mike Harper. Vor über einem Jahrzehnt spielte Michael Rooker (70) den coolen, kantigen Soldaten in „Black Ops 2“ und machte ihn im Handumdrehen zum Publikumsliebling. Jetzt ist Harper – gemeinsam mit seinem Kumpel David Mason – wieder im Einsatz!

Im Interview spricht der Schauspieler darüber, wie es sich anfühlt, nach so langer Zeit erneut in diese Rolle zu schlüpfen, warum ihn das Comeback dennoch überrascht hat und welche ungewöhnliche Methode er im Studio nutzen musste, um trotz einer Augenoperation seine Sprachaufnahmen zu meistern!

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„Leute im ADR-Studio hatten so etwas noch nie gesehen“

Melissa Mundhenk, TV Movie Online: „Black Ops 2“ liegt über zehn Jahre zurück. Wie war es, wieder zu dieser Figur zurückzufinden? Kam die Verbindung zu Harper sofort zurück, oder musstest du ihn erst wieder neu entdecken?

Michael Rooker: Es war sehr einfach. Ich erinnere mich gut an das Spiel. Black Ops 2 war hervorragend gemacht und stark geschrieben. Die Arbeit daran hat Spaß gemacht, und Harper war ein Fanliebling. Deshalb war es großartig, den Anruf für Black Ops 7 zu bekommen und die Rolle erneut zu übernehmen. Ich war sehr zufrieden und froh, wieder dabei zu sein. Und ich habe das Gefühl, dass das Ergebnis sehr gut geworden ist. Es wird Spaß machen.

Hast du seine Rückkehr kommen sehen? Ich meine, Fans wollten ihn seit Jahren wiederhaben.

Das glaube ich auch. Ich war überrascht, dass es so lange gedauert hat. Aber ich bin froh, in diesem Teil dabei zu sein. Das Spiel ist ein großes Projekt. Es wird intensiv und riesig. Es gibt meine Szenen, die Szenen von Malou und unsere gemeinsamen Szenen. Und darüber hinaus so viel mehr. Ein massives Unterfangen, viele Jahre in der Entwicklung.

Was hat sich an deinem Ansatz für die Performance und die Sprachaufnahmen verändert? Im Vergleich zur ersten Arbeit an der Figur.

Nicht viel. Mein Ansatz war derselbe. Aber ich musste die Technik im Studio anpassen, weil ich gerade eine Augenoperation hinter mir hatte und die Textzeilen kaum lesen konnte. Meine Assistentin war per Telefon zugeschaltet. Sie sprach mir die Zeilen vor, und ich sprach sie ein. So musste ich nicht versuchen, den Text zu entziffern. Ich hatte diese Methode schon einmal angewendet – ebenfalls direkt nach der Operation, bei einem anderen Job. Wir mussten dort Hunderte Zeilen aufnehmen. Was normalerweise fünf Stunden gedauert hätte, war in anderthalb Stunden erledigt.

Also nutzte ich dieselbe Methode auch jetzt, während meine Augen noch heilten. Und es funktionierte sehr gut, sehr reibungslos. Die Regisseure und die Leute im ADR-Studio hatten so etwas noch nie gesehen. Niemand hatte das je in der Geschichte von Videospielen oder ADR so gemacht. Und du willst mir sagen, dass ich der erste war? Und ich kann sagen: Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein. Es war unkompliziert und effizient. Wir kamen viel schneller voran als auf die herkömmliche Weise, die auch viel mehr Vorbereitung erfordert hätte. Da es so schwer war, den Text zu lesen, war diese Methode eine sehr interessante Lösung. Und sie hat funktioniert.