„Metroid Prime 4: Beyond” bekommt eine eigene Switch 2 Version. Doch wie gut funktioniert die? Das konnten wir in einer kurzen Preview in Erfahrung bringen.

2010 erschien mit „Other M“ das letzte „Metroid“-Abenteuer, in dem man Samus aus der Ego-Perspektive steuern konnte. Bereits seit längerem ist bekannt, dass Nintendo mit „Metroid Prime 4: Beyond“ die berühmte Reihe fortsetzt. Und es war auch ein offenes Geheimnis, dass der Titel irgendwie mit der Nintendo Switch 2 in Zusammenhang steht. Bei der großen Direct zur neuen Konsole wurde dann verkündet, dass das Game einige Zusatzfeatures bekommen soll, zum Beispiel eine Art Maussteuerung mit dem Joy-Con. Bei einem Preview-Event konnten wir uns davon überzeugen, wie gut das funktioniert.
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„Metroid Prime 4: Beyond“: Joycon-Maus oder Controller?
Wir durften bis einschließlich den ersten Bosskampf in die Rüstung der bekannten Kopfgeldjägerin schlüpfen. Die ersten Gefechte sahen bereits recht hübsch aus, wenn auch grafisch hinter den aktuellen Konsolen PS5 und Xbox Series X/S. Flüssig lief trotzdem alles und nach etwas Eingewöhnungszeit ging die Steuerung mit einem Joycon in normaler Haltung und einem als Quasi-Maus einigermaßen von der Hand – zumindest in der Bewegung. Denn das größte Manko des Spiels war der Kampf an sich. Das liegt vor allem an den unterschiedlichen Funktionen, die nur schwierig erreichbar waren. Ja, die Nintendo Switch 2 hat größere Knöpfe. Trotzdem geschah es häufiger, dass aus Versehen etwas anderes gedrückt wurde, als eigentlich gewollt.
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Da sich die Tastenbelegung nicht der veränderten Haltung anpasst, ist die Position der Sprungtaste beispielsweise im Maus-Modus plötzlich anders als bei einem normalen Controller. Das führte in der kurzen Spielsession immer wieder zu Verwirrungen und auch zu Unterbrechungen, wenn mitten im Bosskampf ungewollt mal wieder der Scanner los ging. Auch das Zielen fühlte sich im Gegensatz zur klassischen Maus und Tastatur eher schwammig an. Gerade im angesprochenen End-Kampf gingen Schüsse häufig nicht dort hin, wo man sie eigentlich gerne platziert hätte.
Das ist vor allem deswegen schade, da „Metroid Prime 4: Beyond“ sonst einige Knöpfe richtig drückt. Von der ersten Sekunde an ist die Atmosphäre düster und bedrohlich, die Spacepiraten sind fies designed und der Boss war, abseits der Steuerung, anspruchsvoller, als es erst den Anschein hatte. Auch die kurze Sequenz, in der wir zum legendären Morph Ball wurden, verspricht gutes für die Funktion im fertigen Spiel. Ob die technischen Spielereien der Switch 2 dem Erlebnis zuträglich sind, ist zumindest nach der Demo fraglich. Mit einem klassischen Controller hingegen freuen wir uns schon darauf, mit Samus wieder unbekannte Planeten zu erforschen.