Alle schienen sich mit Ralf Schumacher zu freuen, als er sich als homosexuell outete. Jetzt hat Cora Schumacher ein Interview gegeben – und ein anderes Bild gezeichnet.
So traurig hat man Cora Schumacher vielleicht noch nie gesehen. In einem Interview mit dem „Spiegel“, das am vergangenen Freitag veröffentlicht wurde, ringt sie um Fassung, als Journalist Marc Hujer sie fragt, was sie sich in Bezug auf die Enthüllung ihres Ex-Mannes erhofft hätte. „Was hätten Sie sich denn gewünscht, wie es läuft?“ – „Wie was läuft?“, fragt Cora mit Tränen in den Augen. „Wie das Coming-Out Ihres Ex-Mannes [abläuft]?“, antwortet Hujer auf Schumachers wohl eher rhetorische Frage, der eine Mischung aus Schmerz, Trotz und Verzweiflung zu entnehmen ist. „Ich habe das genauso wie der Rest von Deutschland vor drei Wochen von den Medien erfahren“, entgegnet sie daraufhin – und klingt erschöpft. Nachdem sich Ralf Schumacher geoutet habe, habe ganz Deutschland über ihr Inneres, ihre Seele, ihr Befinden spekuliert – „Das war mir einfach zu viel“.
Cora Schumacher gibt "Spiegel" tränenreiches Interview
Cora und Ralf Schumacher waren von Oktober 2001 bis Februar 2015 verheiratet. Das Jahr ihrer Eheschließung war auch das Jahr, in dem der gemeinsame Sohn David zur Welt kam. Zur Scheidung kam es erst 2015, bereits 2011 lebten Cora und Ralf jedoch getrennt. Zum Trennungsgrund ist nicht viel bekannt. Es habe eben nicht funktioniert, die Scheidung sei jedoch harmonisch abgelaufen, hieß es damals.
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Heute sagt Cora Schumacher, sie habe nichts von Ralf Schumachers Homosexualität gewusst. „Ich glaube, ich habe einfach die Augen zugemacht“, wird sie vom „Spiegel“ zitiert. Den Vorwurf einer Scheinehe weist sie entschieden von sich. Sie habe aus Liebe geheiratet, so die ehemalige Rennfahrerin, die Ralf Schumacher bereits aus dem Sandkasten kannte. „Ich wollte dieses Leben so sehr.“
Ralf Schumacher gibt an, Cora habe Freund Étienne gekannt
Ralf Schumacher, der vom „Spiegel“ um Stellungnahme gebeten wurde, weist die Behauptung, Cora habe aus den Medien von seiner Beziehung zu Freund Étienne erfahren, von sich. Sie habe schon vorher von der Sache gewusst. Cora Schumacher wiederum räumt zwar ein, den heutigen Lebensgefährten ihres Ex-Mannes kennengelernt zu haben, allerdings habe sie nicht gewusst, dass die beiden verliebt seien. Sie habe den Franzosen für Ralfs persönlichen Assistenten gehalten, als sie ihn 2023 in Südfrankreich kennengelernt habe. „Ein bisschen gewundert habe ich mich schon, dass er die ganze Zeit da war“, sagt sie. Dass nun plötzlich der Eindruck erweckt werde, Ralf habe ihr Étienne „schon längst als seinen Partner offiziell vorgestellt“, sei schlichtweg „eine Lüge“.
Späte Schlammschlacht? Jetzt schaltet sich Sohn David Schumacher ein
Das wollte Ralf Schumacher so nicht auf sich sitzen lassen, reagierte auf das Interview mit der Veröffentlichung eines Chats, in dem Cora Schumacher ihm 2023 zu seiner neuen Liebe gratulierte. „Ich finde es schade für Étienne und mich, dass sie so viele Lügen verbreitet“, drehte Schumacher den Spieß um, zeigte sich nun seinerseits enttäuscht vom Verhalten der Ex. Der schmeckte die Reaktion gar nicht. „Wie erbärmlich muss ein Mensch sein, um rechtswidrig private WhatsApp-Nachrichten zu veröffentlichen“, wird sie von „Bild.de“ zitiert.
Nun hat sich Sohn David Schumacher zum Krach der Eltern geäußert. Der 22-Jährige, der nach Ralf Schumachers Coming-Out öffentlich betont hatte, hinter seinem Vater zu stehen und sich für ihn zu freuen, stand am Wochenende gemeinsam mit Papa im Rahmen des Prototype Cup Germany auf dem Nürburgring vor der Kamera. Nachdem Ralf gegenüber RTL zu Protokoll gab, der Streit mit der Ex belaste ihn nicht, kahm auch der Nachwuchs zu Wort. „Bei mir genauso. Mir geht das sowieso ...“, wäre ihm wohl fast eine unschöne Formulierung rausgerutscht. Nochmal neu: „Ich habe damit nichts zu tun, mir bleibt das auch nicht im Kopf hängen. Und sobald das Visier zu ist oder die Tür zu ist, geht’s nur noch ums Autofahren und um nichts anderes.“