Vampire Diaries Geheimnis

Vampire Diaries: „Kein Funke“ mit Nina Dobrev? So wurde Paul Wesley zu Stefan Salvator!

15 Absagen und keine Chemie – und trotzdem landete Paul Wesley in der Rolle seines Lebens. Ausgerechnet DIESER Star rettete Paul beim Casting!

Elena (Nina Dobrev) und Stefan (Paul Wesley) stehen eng umschlungen in „Vampire Diaries“ und schauen sich tief in die Augen.
Kaum zu leugnen: pure Chemie! Elena & Stefan waren in den ersten „Vampire Diaries“-Staffeln das Traum-Paar schlechthin – aber was lief privat zwischen den beiden? Foto: IMAGO / Mary Evans

„Team Stefan oder Team Damon?“ – diese Frage hat sich wohl JEDER Vampire Diaries-Fan schon gestellt. Stefan Salvatore gilt mit seinem sanften Charme und seinem Beschützer-Instinkt als absoluter Frauenschwarm der ersten Staffel. Doch wer hätte gedacht, dass ausgerechnet Nina Dobrev, alias Elena Gilbert, bei ihm keinerlei Funken spürte – und Paul Wesley beim Cast zunächst nicht annähernd genug überzeugte, um sich die Rolle sofort zu sichern? Wir verraten – gestützt auf das viral gehende Buch „I Was Feeling Epic“ – wie Paul Wesley nach 15 Versuchen am Ende doch Stefan Salvatore wurde!

„Die wenigste sexuelle Spannung“ – Nina Dobrev über Paul Wesley!

„Ich hatte definitiv wahrscheinlich am wenigsten Verbindung mit diesem Paul-Wesley-Typen“, gestand Nina Dobrev über die Castings zu „Vampire Diaries“. Und warum? Weil Paul Wesley sie ganz bewusst ignorierte! Er selbst verriet gegenüber Samantha Highfill, der Autorin von „I Was Feeling Epic“: „Ich habe sie nicht einmal angesehen. Ich sah, wie sie mich ansah, versuchte, Hallo zu sagen, und ich weigerte mich sogar, Blickkontakt mit ihr aufzunehmen.“ Der Schauspieler hatte nämlich einen Plan: Er wollte, dass ihre erste gemeinsame Szene wie ein echtes erstes Zusammentreffen wirkt – roh, intensiv, unverfälscht.

Nina Dobrev hingegen kam das alles ziemlich seltsam vor. „Alle anderen versuchten, mit mir zu plaudern und zu flirten, weil es ein Chemie-Lesen war. Also dachte ich, dass es so sein sollte. Ich versuchte herauszufinden: Mit wem hatte ich die meiste sexuelle Spannung? Und weil Paul nicht mit mir sprach, hatten wir die wenigste sexuelle Spannung.“ Und doch änderte sich alles in den gespielten Szenen – dort entstand die echte Chemie. „Wir hatten letztlich die beste Verbindung“, gab Dobrev zu und fügte hinzu: „Das ist die Art von Sache, die man auf dem Bildschirm sehen kann. Man spürt eine Energie im Raum – und er war absolut die richtige Wahl.“

Paul Wesley als Stefan Salvatore in „Vampire Diaries“: Im engen Muskelshirt zeigt er seinen nachdenklichen Blick – und sein auffälliges Blumen-Tattoo am Oberarm.
Stefan Salvatore in Staffel 1 von „Vampire Diaries“ – der geheimnisvolle Vampir und Schwarm unzähliger Fans! Foto: IMAGO / Allstar

Falsche Rolle? – Paul Wesley beinahe als Damon gecastet

„Er las für Stefan, dann Damon, dann wieder Stefan, wieder Damon – hin und her“, erinnert sich Casting-Direktorin Lesli Gelles-Raymond. Chaotischer hätte Paul Wesleys Einstieg kaum sein können. Für Stefan wollte man ihn anfangs nicht einmal vorsprechen lassen. „Sie hielten mich für zu alt“, so Wesley. „Also las ich für Damon, bekam einen Callback, lief okay.“ Doch „okay“ war nicht genug für eine der heißesten Rollen der Zeit.

Erst als Ian Somerhalder als Damon feststand, kam für Paul die Chance. „Weil du jünger bist als Ian, sind sie jetzt bereit, dich für Stefan zu sehen“, hieß es aus der Produktion gegenüber Wesley. Lesli Gelles-Raymond brachte ihn also erneut ins Casting. Doch die Zeit drängte: „Die Dreharbeiten sollten in etwa anderthalb Wochen beginnen und jede andere Rolle war bereits besetzt – außer Stefan.“ In letzter Minute setzte er sich also durch – und aus dem Fast-Damon wurde der Stefan Salvatore.

15 Castings und am Ende DOCH der perfekte Stefan Salvatore!

Paul Wesley wurde bei den Castings zu „Vampire Diaries“ schnell zum Running Gag – ganze fünfzehnmal musste er antanzen! Kevin Williamson erinnert sich gut: „Paul kam gefühlt hundertmal herein, und jedes Mal sagten wir: ‚Na gut, hier ist Paul Wesley wieder.‘ Ich mochte ihn, liebte ihn nur nicht.“ Trotzdem lud man ihn immer wieder ein – warum, wusste keiner so genau. Wesley selbst erzählte: „Da waren Jungs aus Australien, England, New York City. Sie wussten, dass sie die Rolle schnell besetzen mussten, also ließen sie nichts unversucht.“ Doch erst, als Nina Dobrev auftauchte, funkte es plötzlich. Williamson erinnert sich: „Als wir Nina gefunden hatten und sie zusammenbrachten, dachte ich: ‚Oh, er ist wirklich gut … es ist der Typ, den wir fünfzehnmal abgelehnt haben!‘“

Auch Produzentin Julie Plec gestand: „Paul war nie ein klassischer Heartthrob, und weder Kevin noch ich sahen ihn so – das war wohl das Problem.“ Gerade seine Ernsthaftigkeit machte Stefan am Ende so besonders – und die Chemie mit Nina tat ihr Übriges. Also: Danke, Nina Dobrev – ohne dich gäbe es vielleicht keinen Teenie-Vampir-Schwarm, der bis heute an so mancher Wand als Poster hängt!