Als Erdöl alles veränderte

„Schwarzes Gold“: Die wahre Geschichte hinter der neuen ARD-Serie

Historie, Liebe und Gier im Ölrausch der Lüneburger Heide: „Schwarzes Gold“ entführt in eine wahre Geschichte und verbindet fesselnde Fiktion mit realen Ereignissen.

Mehrere Menschen in historischer Kleidung stehen zusammen im Freien. Eine Frau steht im Mittelpunkt der Gruppe, während ein Mann am rechten Bildrand mit einer Pistole auf die Gruppe zielt. Die Szene spiegelt die angespannte Stimmung während des Ölbooms um 1900 wider, wie sie in der Serie „Schwarzes Gold“ dargestellt wird.
Die neue ARD-Serie „Schwarzes Gold“ zeigt, wie der Ölboom das Leben der Menschen grundlegend verändert hat. Foto: NDR/ ARD/ Boris Laewen

Eine sechsteilige Serie, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet. Mit „Schwarzes Gold“ dürfen sich die Zuschauer:innen auf ein Drama voller Hoffnung, Intrigen und einem verblüffend realistischen Ölboom freuen – inklusive wahrer historischer Fakten. Denn der Fund von Erdöl bringt nicht nur Reichtum, sondern zerstört auch Lebensentwürfe und weckt die dunkelsten Seiten der Menschen.

„Schwarzes Gold“: Worum geht’s?

Die neue ARD-Serie spielt um 1900 in der Lüneburger Heide. Durch den historischen Ölboom wird dabei das Leben zweier Familien überrumpelt – und für immer komplett verändert. Im Zentrum des Geschehens: Johanna Lambert, gespielt von Harriet Herbig-Matten, die als Magd versucht, ihre Familie finanziell zu unterstützen. Als sie jedoch vom Land in die große Stadt geschickt werden soll, um eine neue Anstellung zu finden, kommt ihre Jugendliebe Richard Pape (Aaron Hilmer) ins Spiel. Er möchte sie daran hindern, in die Stadt zu ziehen, und weiht sie in seine Pläne ein: Er ist davon überzeugt, dass sich unter dem Grundstück seiner Familie Erdöl befindet. Bei den Bohrungen stellt sich jedoch heraus, dass sich das meiste Öl auf dem Waldstück der Lamberts, Johannas Familie, verbirgt.

Moral, Rivalitäten, Gier, dunkle Geheimnisse und das schwarze Gold spalten die zwei Familien.

Vom Dorf zur Goldgrube: Die wahre Vorlage für „Schwarzes Gold“

Hinter der dramatischen Geschichte in der ARD-Serie „Schwarzes Gold“ stecken tatsächlich wahre historische Fakten, die für Zuschauer:innen alles andere als uninteressant sind. Denn die Erdölgeschichte stammt aus dem kleinen Ort Wietze nahe der Lüneburger Heide, der als reale Vorlage der Serie dient. Hier fanden bereits 1858 zahlreiche Erdölbohrungen statt – und der kostbare Rohstoff veränderte das Leben vieler Familien und Menschen. Dieser Ort machte dabei im Jahr 1909 fast 80 % der deutschen Erdölproduktion aus und erreichte mit 113.518 Tonnen den Höhepunkt in der Geschichte.

Die Serie liefert somit einen ehrlichen, direkten Blick in eine Zeit, in der der Traum von Reichtum nicht nur ganze Familien, sondern auch Gemeinschaften erschütterte.

„Schwarzes Gold“: Sendetermine und Streaming

Seit dem 22. Dezember können sich die Zuschauer:innen „Schwarzes Gold“ und die reale Geschichte hinter dem kleinen Ort Wietze in der ARD-Mediathek anschauen. Anschließend werden am 29. Dezember um 20:15 Uhr die ersten vier Episoden der sechsteiligen Serie auch im Free-TV und im Ersten ausgestrahlt. Das Finale und die letzten zwei Folgen der Staffel müssen Zuschauer:innen jedoch hier in der Mediathek abrufen.

Quellen