SAT.1-Programmänderung: Überraschendes Aus für diese Serie
SAT.1 zieht Konsequenzen: „Frieda – Mit Feuer und Flamme“ fliegt nach kurzer Zeit aus dem Vorabendprogramm.

Damit haben wohl nur wenige gerechnet: Erst Anfang Juni feierte „Frieda – Mit Feuer und Flamme“ bei SAT.1 Premiere, nun ist die neue Vorabendserie schon wieder ihren prominenten Sendeplatz los. Der Sender zieht nach enttäuschenden Quoten die Konsequenzen – und setzt stattdessen auf ein altbewährtes Format.
SAT.1 nimmt „Frieda – Mit Feuer und Flamme“ aus dem Vorabendprogramm
Mit „Frieda – Mit Feuer und Flamme“ wollte SAT.1 frischen Schwung in den Vorabend bringen. Die Daily Soap rund um eine Freiwillige Feuerwehr im malerischen Elbsandsteingebirge sollte mit Heimatgefühl, Drama und Romantik punkten. Doch der erhoffte Erfolg blieb aus.
Wie das Branchenmagazin „DWDL“ berichtet, muss die Serie ihren werktäglichen Sendeplatz um 18 Uhr bereits wieder räumen. Am Freitag, 26. Juni, zeigt SAT.1 die Folgen 39 und 40 – danach ist im regulären Vorabendprogramm vorerst Schluss.
Besonders bitter für alle Fans: Gedreht wurden insgesamt 162 Episoden. Im linearen TV werden bis dahin aber nur 40 Folgen ausgestrahlt.
Schlechte Quoten: Darum zieht SAT.1 die Reißleine
Der Grund für die schnelle SAT.1-Programmänderung liegt auf der Hand: „Frieda – Mit Feuer und Flamme“ konnte die Quotenerwartungen nicht erfüllen. Im Schnitt schalteten nur rund 300.000 bis 320.000 Zuschauerinnen und Zuschauer ein.
Auch in der wichtigen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen lief es alles andere als rund. Der Marktanteil lag teilweise sogar unter der Ein-Prozent-Marke. Damit konnte die neue Serie auch nicht die Probleme lösen, die SAT.1 zuvor bereits mit „Ein Hof zum Verlieben“ auf demselben Sendeplatz hatte.
Dabei setzte der Sender durchaus auf bekannte Gesichter: In den Hauptrollen sind unter anderem Laura Lippmann, Sebastian Deyle und Christopher Kohn zu sehen. Auch TV-Legende Maren Gilzer gehört zum Cast.
Darum geht es in „Frieda – Mit Feuer und Flamme“
Im Mittelpunkt der SAT.1-Serie steht Frieda Meisner, gespielt von Laura Lippmann. Die alleinerziehende Intensivkrankenschwester kehrt in ihre Heimat in der Sächsischen Schweiz zurück und kämpft dort gegen die drohende Schließung der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr.
Auch das Gefühlschaos kommt nicht zu kurz: Feuerwehrmann Mirko Renic sorgt bei Frieda für Herzklopfen. Gleichzeitig spielt ihre alte Liebe Felix Groneberg, inzwischen Bürgermeister des Ortes, weiterhin eine wichtige Rolle in ihrem Leben.
Eigentlich brachte „Frieda – Mit Feuer und Flamme“ damit viele Zutaten für eine klassische Vorabend-Soap mit: Heimatkulisse, Romantik, Drama und Soap-erprobte Stars. Bei den Zuschauerinnen und Zuschauern zündete das Format allerdings nicht wie erhofft.
Fans müssen auf Joyn oder einen neuen Sendeplatz ausweichen
Komplett verschwinden wird „Frieda – Mit Feuer und Flamme“ aber nicht. Wer wissen möchte, wie es mit Frieda weitergeht, kann die Serie weiterhin bei Joyn streamen. Dort stehen die Folgen kostenlos zum Abruf bereit.
Zudem bekommt die Daily Soap einen neuen, allerdings wenig attraktiven TV-Sendeplatz: Ab 5. Juli sollen immer am frühen Samstagmorgen mehrere Folgen am Stück bei SAT.1 laufen – voraussichtlich von etwa 4.30 Uhr bis 9.00 Uhr.
Auf dem bisherigen 18-Uhr-Slot setzt SAT.1 ab Montag, 29. Juni, zunächst auf Wiederholungen von „Lenßen übernimmt“. Die Scripted Reality lief bislang zwei Stunden früher.
SAT.1 setzt nach dem Serien-Aus auf „Team Sonnenhof“
Mit der kurzfristigen Programmänderung will SAT.1 offenbar auch den Start eines neuen Formats stärken. Ebenfalls ab dem 29. Juni läuft um 19 Uhr der neue Ableger von „Die Landarztpraxis“. Die Serie trägt den Titel „Team Sonnenhof“.
Ob der neue Vorabend-Mix für bessere Quoten sorgt, bleibt abzuwarten. Für „Frieda – Mit Feuer und Flamme“ ist das schnelle Aus im regulären Vorabendprogramm jedoch ein deutlicher Rückschlag – nur wenige Wochen nach dem Start.






