Pixars „Hoppers“: Animationsabenteuer begeistert mit Witz, Charme & wichtiger Botschaft | Kritik
Erlebe ab 5. März 2026 Pixars „Hoppers“ im Kino: Ein Animations-Hit voller Witz, Herz und Abenteuer – entdecke, warum sich der Kinobesuch lohnt!

Mit „Hoppers“ bringt Pixar am 5. März 2026 ein neues Animationsabenteuer auf die große Leinwand, das schon jetzt für Gesprächsstoff sorgt. Regisseur Daniel Chong und Produzentin Nicole Paradis Grindle entfesseln einen 105-minütigen Genre-Mix voller Witz, Charme und einem Hauch Science-Fiction, der nicht nur junge Zuschauer:innen in seinen Bann ziehen dürfte.
Doch „Hoppers“ ist viel mehr als nur ein turbulenter Animationsspaß: Hinter der farbenfrohen Kulisse und den liebenswerten Figuren steckt eine berührende Botschaft – und vielleicht sogar eine der wichtigsten Lektionen, die ein Kinojahr zu bieten hat. Warum dieser Film alle Erwartungen an ein modernes Animationsabenteuer erfüllt, erfährst du in unserer Kritik.
Darum geht’s in Pixars neuem Animationsfilm „Hoppers“
Was wäre, wenn wir mit Tieren sprechen könnten – und zwar als eines von ihnen? Diese faszinierende Frage ist der Ausgangspunkt von „Hoppers“. Im Mittelpunkt steht Mabel Tanaka, eine junge Frau mit einem riesigen Herzen für Tiere und einem ebenso großen Kampfgeist. Ihre Leidenschaft für die Natur wurde schon früh von ihrer Großmutter geweckt, mit der sie unzählige Stunden in einer idyllischen Waldlichtung verbrachte. Dieser Ort ist für Mabel ein heiliger Rückzugsort, ein Symbol für Frieden und die Schönheit der Natur.

Doch die Idylle ist in Gefahr. Der selbstverliebte Bürgermeister Jerry Generazzo plant im Rahmen seines Wiederwahlkampfes den Bau einer neuen Autobahn, die direkt durch Mabels geliebte Lichtung führen soll. Für ihn ist es ein Prestigeprojekt, für die Tierwelt eine Katastrophe. Mabel ist außer sich und fest entschlossen, die Zerstörung zu verhindern. Die Rettung kommt in Form einer geheimen Erfindung ihrer Professorin Dr. Sam: die „Hoppers“-Technologie. Mit ihr kann man das menschliche Bewusstsein in lebensechte Robotertiere „hüpfen“ lassen.
Ohne zu zögern, ergreift Mabel die Chance. Sie transferiert ihr Bewusstsein in einen kleinen, robusten Roboter-Biber und taucht buchstäblich in eine neue Welt ein. Als „Mabel Biber“ erkundet sie das Ökosystem aus einer völlig neuen Perspektive und trifft auf eine Vielzahl skurriler und liebenswerter Tiere. Ihr wichtigster Verbündeter wird King George, der joviale und etwas überdrehte Anführer der Biber. Gemeinsam stehen sie vor der gewaltigen Aufgabe, das gesamte Tierreich – von den Vögeln über die Fische bis zu den Insekten – zu vereinen, um ihr Zuhause gegen die Bulldozer zu verteidigen. Ein aberwitziges und actiongeladenes Abenteuer beginnt.
Schaue dir hier den Trailer zu „Hoppers“ an:

Kritik: „Hoppers“ sprüht nur so vor kreativen Einfällen und liebenswerten Charakteren
Pixar hat es wieder einmal geschafft: „Hoppers“ ist mehr als nur ein weiterer Animationsfilm. Es ist eine visuell atemberaubende, urkomische und tief berührende Ode an die Natur. Regisseur Daniel Chong, der uns schon mit „We Bare Bears – Bären wie wir“ verzauberte, beweist ein unglaubliches Gespür für Timing, Humor und emotionale Tiefe. Der Film sprüht nur so vor kreativen Einfällen und liebenswerten Charakteren.
Ein absolutes Highlight ist die visuelle Gestaltung. Die Macher:innen standen vor der Herausforderung, die oft chaotische und detailreiche Natur so darzustellen, dass sie schön und übersichtlich bleibt, ohne die Charaktere zu erdrücken. Die Lösung ist eine bahnbrechende Technologie, die den Hintergründen einen impressionistischen Pinselstrich-Look verleiht. Das Ergebnis ist eine Welt, die sich gleichzeitig real und wie ein lebendig gewordenes Gemälde anfühlt. Jedes Blatt, jeder Wassertropfen scheint mit Liebe zum Detail gestaltet.

Man spürt die Authentizität, die durch intensive Recherche-Reisen des Produktionsteams in den Yellowstone-Nationalpark und die Zusammenarbeit mit der Biber-Expertin Dr. Emily Fairfax entstanden ist.
Die umweltfreundliche Botschaft des Films wird nie mit dem erhobenen Zeigefinger präsentiert. Stattdessen wird sie organisch in die Geschichte eingewoben. Die Inspiration durch die Wiederansiedlung von Bibern im Yellowstone-Nationalpark ist deutlich spürbar. Der Film erklärt auf unterhaltsame Weise, warum Biber als „Ökosystem-Ingenieure“ so wichtig sind und wie alles in der Natur miteinander verbunden ist. Diese Botschaft des Respekts vor der Tierwelt und ihren Lebensräumen erhält durch die Protagonistin Mabel eine besondere Note. Ihr Nachname Tanaka bedeutet übersetzt „aus der Mitte des Reisfeldes“ und beschreibt oft die geografische Herkunft einer Familie, die in der Nähe oder inmitten von Reisfeldern lebte. Es ist einer der häufigsten Nachnamen in Japan. Und die von Mabels Großmutter vermittelten Werte deuten auf ein fast schon spirituelles, japanisch anmutendes Verständnis von Natur hin, in dem jedes Lebewesen seinen Platz und seine Bedeutung hat.
„Das, was uns immer geleitet hat, waren die Komödie und die Charaktere“, erklärt Regisseur Daniel Chong. Und genau das merkt man dem Film an. Der Humor ist grandios. Die Dialoge sind spritzig, die Situationskomik herrlich absurd und die tierischen Charaktere, allen voran der von Bobby Moynihan brillant vertonte King George, sorgen für unzählige Lacher. Doch bei aller Komik vergisst der Film nie sein Herz. Die Beziehung zwischen Mabel und den Tieren, ihre Verzweiflung und ihr unbändiger Wille, das Richtige zu tun, sind das emotionale Zentrum, das die Zuschauer:innen packt und nicht mehr loslässt.

Doch wo viel Licht ist, gibt es auch ein wenig Schatten. Bei aller Liebe zum Film lassen sich zwei kleine Kritikpunkte nicht ganz von der Hand weisen. Zum einen ist da die Hauptfigur Mabel selbst. Die Filmemacher:innen geben zu, dass ihr Charakter eine der größten Herausforderungen war. Ihre laute, kämpferische und manchmal fast schon aggressive Art ist zwar nachvollziehbar, kann aber stellenweise anstrengend wirken. Es gibt Momente, in denen ihre intensive Persönlichkeit es den Zuschauer:innen kurzzeitig schwer macht, voll und ganz auf ihrer Seite zu sein, auch wenn ihre Motive absolut edel sind.
Zum anderen wirkt die Wandlung des Antagonisten, Bürgermeister Jerry, am Ende etwas zu glatt. Der Film investiert viel Zeit, um ihn als eitlen, selbstsüchtigen Politiker zu etablieren. Seine schlussendliche Einsicht und die Botschaft, dass „wir alle im selben Boot sitzen“, ist zwar thematisch konsequent, fühlt sich aber ein wenig überhastet an. Eine etwas differenziertere Auseinandersetzung mit seiner Figur hätte die ansonsten starke Geschichte noch glaubwürdiger gemacht.
„Hoppers“ ist ein absolutes Muss für Animationsfans jeden Alters
Trotz kleiner Schwächen bei der Charakterzeichnung ist „Hoppers“ ein Erfolg und ein absolutes Muss für Animationsfans jeden Alters. Der Film ist ein Fest für die Sinne, eine brillante Komödie und ein warmherziges Plädoyer für den Umweltschutz in einem. Pixar beweist erneut, dass sie Meister:innen darin sind, komplexe Themen in zugängliche, unterhaltsame und emotional packende Geschichten zu verpacken.

Man verlässt das Kino nicht nur mit einem Lächeln im Gesicht, sondern auch mit einem neuen Bewusstsein für die kleinen, fleißigen Baumeister unserer Ökosysteme und der Erkenntnis, dass wir wirklich „alle zusammen da drinstecken“. „Hoppers“ ist ein Film, der lange nachwirkt und daran erinnert, dass es sich immer lohnt, für das zu kämpfen, was man liebt – selbst wenn man dafür in die Haut eines Bibers schlüpfen muss. Eine klare Empfehlung!
Redaktion: Oliver Winkler









