„Ich bin ganz der Alte, nur in besser!“

„STROMBERG – WIEDER ALLES WIE IMMER“: Wer ist im neuen Film dabei, worum geht’s – und wann ist Kino-Start?

Der neue „Stromberg“-Film startet bald im Kino und bringt das Originalteam zurück auf die Leinwand – inklusive viel Nostalgie, neuer Konflikte und einer Premiere, die schon jetzt Rekorde bricht.

Links das Poster zum neuen Stromberg-Film, rechts Bernd Stromberg, der um die Ecke lugt.
Schon in wenigen Tagen läuft der neue „Stromberg“-Film im Kino an. Fans erwartet ein wilder Ritt! Foto: MadeFor Film und ProSieben

Für Stromberg-Fans fühlt es sich an wie ein längst überfälliges Klassentreffen: Bernd Stromberg ist zurück – zusammen mit nahezu der gesamten Originalbesetzung. Bei der Weltpremiere am 1. Dezember im Berliner Zoo Palast wurde der Film erstmals vor 1.500 Zuschauerinnen und Zuschauern gezeigt und gleichzeitig in 230 deutschen Kinos übertragen. Rund 20.000 Fans waren live dabei – ein Kinoereignis, das selbst Stromberg wahrscheinlich als „ganz okay, für deutsche Verhältnisse“ abgenickt hätte.

Wer kehrt zurück? Der gesamte „Stromberg“-Hauptcast ist wieder an Bord

Für viele Fans ist die wichtigste Frage: „Wer ist im neuen Film dabei?“ Und die Antwort könnte besser nicht sein: die wichtigsten Figuren kehren zurück.

Die Rückkehrer:

Für Fans, die seit Jahren hoffen, ihre Lieblingschaoten der Capitol-Schadensregulierung noch einmal gemeinsam zu sehen, ist dieses Comeback ein Geschenk. Alte Dynamiken kehren zurück, alte Spannungen brechen auf, und eine Frage steht im Raum: Sind sie wirklich reifer und vernünftiger geworden? Natürlich nicht.

Außerdem stoßen neue Figuren dazu, darunter László Branko Breiding als Julian, der für frischen Konflikt sorgt – und davon gibt es in einer Stromberg-Welt bekanntlich nie zu wenig.

Ein weiteres Highlight dürfte das Kennenlernen mit dem erwachsenen Marvin, gespielt von Schauspieler Max Kluge sein. Der Pflegesohn von Tanja und Ulf, den wir bereits in „Stromberg – Der Film“ im Jahr 2014 kennengelernt haben, ist jetzt groß und arbeitet wie Mama und Papa bei der Capitol.

Worum geht es im neuen Stromberg-Film?

Die Handlung setzt genau da an, wo viele nostalgisch geworden sind: Ein großes Wiedersehen soll aufzeichnen, was aus den Charakteren geworden ist. Eine Reunion-Show, aufgezeichnet in einem TV-Studio, bringt das frühere Capitol-Team nach Jahren wieder zusammen.

Was als harmloses Fernsehformat beginnt, wird schnell mit Zutaten aufgepeppt, die Stromberg-Fans lieben: Nostalgie, Alkohol, alte Vorwürfe, verletzte Egos – und eine lautstarke Eskalation.

Bernd Stromberg selbst bewegt sich inzwischen in einer modernen Arbeitswelt, die er nicht mehr versteht. Diversität, Gendern, Feel-Good-Manager, Video-Konferenzen: Für Stromberg ist das alles ein Minenfeld. Während die anderen von ihrem Leben nach der Capitol erzählen, beginnt der Papa wie früher zwischen Kränkung, Angeberei und Selbstmitleid zu schwanken.

Die Filmemacher bringen es auf den Punkt: Früher hieß es „Büro ist Krieg“. Heute ist alles noch viel schlimmer.

Kinostart: Wann läuft „Stromberg – Wieder alles wie immer“?

Der Film startet am 4. Dezember 2025 deutschlandweit im Kino.

Dabei handelt es sich nicht um einen kleinen Release, sondern um einen großen, bundesweiten Start, begleitet von einer Kinotour durch mehr als 20 Städte. Nach dem Kino ist der Film zunächst bei Prime Video zu sehen, danach bei ProSieben.

Der Film startet mit einem Rekord: Premiere in 230 Kinos gleichzeitig

Die Weltpremiere war eines der größten Kino-Events des Jahres:

Viele Fans hatten die Tickets im freien Verkauf ergattert, andere kamen über Fanaktionen. Das Ergebnis: ein durchgehend ausverkauftes Event und ein Publikum, das das Comeback feierte, als wären die Capitol-Gang und der Büroalltag nie verschwunden.

Ales „Stromberg“-Feeling noch möglich?

Die Handschrift bleibt unverkennbar: bissig, unangenehm ehrlich, herrlich absurd. Gleichzeitig wirkt der Film moderner und größer produziert als früher – aber ohne den Charme der alten Serie zu verlieren. Die Figuren sind gealtert, aber ihr Chaos ist geblieben.

Die modernen Arbeitswelten, in denen Stromberg versucht klarzukommen, liefern eine Steilvorlage für Satire:

  • neue Unternehmenskulturen

  • Diversity-Workshops

  • Feel-Good-Management

  • Start-up-Floskeln

  • Coworking statt Büroflur

Und mittendrin sitzt Stromberg wie ein Fossil mit Aktenkoffer.

Wer steckt hinter dem Film?

  • Produziert wurde der Film von MadeFor Film

  • In Zusammenarbeit mit Prime Video, SevenPictures für ProSieben und Banijay Media Germany

  • Ralf Husmann schrieb das Drehbuch

  • Arne Feldhusen führte Regie

Mehr muss man als Zuschauer:in nicht wissen – außer dass exakt dieses Team Stromberg schon seit Jahren formt und genau weiß, wie der Papa tickt.

Hat der Papa es noch drauf? Das sagen die ersten Kritiken

Die ersten Kritiken zu „Stromberg – Wieder alles wie immer“ fallen gemischt bis positiv aus – Fans feiern das Comeback, manche Kritiker sehen es kritischer.

Kommt gut an bei:

  • Fans der Originalserie: Sie bekommen genau das, was sie wollen – Nostalgie, die alte Capitol-Dynamik, bissigen Humor und das komplette Wiedersehen mit dem Originalcast.

  • Kritiken loben: Reunion-Gefühl, klassische Stromberg-Momente, unveränderte Figuren, bewusst unangenehme Situationen und den Mut, den alten Ton beizubehalten.

Ist „Stromberg“ noch zeitgemäß? Manche Kritiker:innen sagen nein!

  • Einige Feuilletons fragen, ob Strombergs „Büro-Arschloch-Humor“ heute noch zeitgemäß ist.

  • Die Figur wirkt für manche wie ein Relikt einer anderen Ära, was bewusst polarisiert.

  • Wer mit Strombergs Art heute Probleme hat, findet den Film eher unbequem oder altmodisch.

Erste Prognose: Alte Fans werden glücklich sein

Für langjährige Stromberg-Fans ist der Film ein Volltreffer und echtes Wiedersehen. Für Kritiker und Zuschauer, die mehr Modernisierung erwartet haben, ist er provokant oder zwiespältig.

Humor, Nostalgie & Originalcast funktionieren – gesellschaftlich ist die Rückkehr aber nicht für jeden.

Stromberg selbst jedenfalls drückt es im neuen Film so aus: „Ich bin ganz der Alte, nur in besser!“ Ob man einem Mann trauen kann, der in der Fortsetzung außerdem den folgenden Satz sagt? „Hab’ ich immer alles richtig gemacht? Ganz sicher nicht. Kann ich’s ab jetzt besser machen? Aber hundertprozentig. Kann ein Schwarzer in einem Sonnenstudio arbeiten? Über so eine Frage hat man sich ja früher keine Gedanken gemacht. Heute würde ich sagen: ‚Musst du ihn fragen!‘“

Quellen

  • Presseheft