Netflix setzt erfolgreiche Serie „Olympo“ gnadenlos nach nur einer Staffel ab
Trotz Erfolg in den Netflix-Charts: „Olympo“ wird nach nur einer Staffel abgesetzt. Fans bleiben mit einem offenen Ende zurück.

Netflix zieht erneut früh den Stecker: Die spanische Sportserie „Olympo“ wird nach nur einer Staffel nicht fortgesetzt. Damit haben sich die Hoffnungen vieler Fans auf eine zweite Staffel endgültig zerschlagen. Die Absetzung wurde inzwischen offiziell bestätigt.
Zu wenig Erfolg für eine Fortsetzung
Die achtteilige erste Staffel von „Olympo“ war am 20. Juni 2025 weltweit bei Netflix gestartet. Laut Daten von WhatsOnNetflix hielt sich die Serie fünf Wochen lang in den globalen Netflix-Top-10 und kam auf rund 17,7 Millionen Views sowie 113,3 Millionen gestreamte Stunden. In Spanien war das Sportdrama sogar 36 Tage in den Top 10 vertreten.
Für Netflix offenbar dennoch zu wenig. Zum Vergleich: Der „Haus des Geldes“-Ableger „Berlin“ erreichte in den ersten zwei Wochen über 33 Millionen Views und wurde schnell für eine zweite Staffel verlängert. „Olympo“ blieb deutlich darunter. Das Ergebnis ist nun, dass die Serie nicht verlängert wird – ein Muster, das der Streamingdienst zuletzt immer wieder zeigt.
Hoffnung auf Staffel 2 zerschlägt sich
Schon kurz nach dem Start hatten wir uns bei TV Movie mit der Zukunft der Serie beschäftigt. In unserem Artikel „Olympo: Ende erklärt – ist Staffel 2 aus diesem Grund bereits bestätigt?“ deutete damals vieles auf eine Fortsetzung hin: stabile Top-10-Platzierungen, ein fieser Cliffhanger und zahlreiche offene Fragen. Mit der nun bestätigten Absetzung ist klar: Diese Hoffnungen waren vergeblich – und viele Handlungsstränge bleiben ungelöst.
Handlung: Darum ging es in „Olympo“
Im Mittelpunkt der Serie steht das Pirineos High Performance Center, ein Elite-Trainingszentrum für junge Spitzensportlerinnen und -sportler. Amaia (Clara Galle) ist Kapitänin des spanischen Synchronschwimm-Nationalteams und verlangt sich selbst kompromisslose Höchstleistungen ab.
Als ihre beste Freundin Núria (María Romanillos) sie plötzlich übertrifft, stößt Amaia auf Hinweise, dass einige Athletinnen ihre Leistung auf mysteriöse Weise gesteigert haben. Die Serie stellt dabei eine zentrale Frage: Wie weit ist man bereit zu gehen, um erfolgreich zu sein?
Offenes Ende und queere Storylines
Besonders bitter für Fans: Die erste Staffel endete mit einem offenen Ausgang. Ob Amaia tatsächlich für den Sturz von Fátima verantwortlich ist oder ob es ein Unfall war, bleibt ungeklärt. Gleichzeitig deutete die Übergabe eines Dopingmittels an die Anti-Doping-Einheit auf größere Konsequenzen hin, die nun nicht mehr erzählt werden.
„Olympo“ wurde zudem für seine queeren Storylines gelobt, etwa rund um Roque Pérez, einen offen homosexuellen Rugby-Captain, gespielt von Agustín Della Corte („Society of the Snow“). Zum Cast gehörten außerdem Yanira Osahia, Nuno Gallego („Élite“) und María Romanillos.
Netflix bleibt seinem Kurs treu
Mit der Absetzung von „Olympo“ setzt Netflix seine Linie fort, Serien trotz solider Abrufzahlen früh zu beenden. Für viele Zuschauer bleibt erneut ein Gefühl von Unvollständigkeit und die Erkenntnis, dass selbst ein starker Start längst keine zweite Staffel mehr garantiert.









