„Kommissar Rex”: Streicheln verboten! Strenge Hunde-Regeln am Set
„Kommissar Rex“ kehrt zurück, doch die Arbeit mit einem tierischen Darsteller erfordert viel Disziplin. Warum selbst Schauspielerin Doris Golpashin Abstand halten musste.

Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem letzten Fall meldet sich „Kommissar Rex“ 2026 mit sechs neuen Folgen zurück. Ab heute, dem 13. April, kommen Fans immer montags um 20:15 Uhr auf Sat.1 und Joyn in den Genuss der Neuauflage.
Neben den neuen Darstellern Maximilian Brückner, der Max Steiner verkörpert, und Ferdinand Seebacher alias Felix Burger ebenfalls mit von der Partie: Doris Golpashin als Majorin Evelyn Leitner. Für die 45-Jährige ist es eine besondere Rückkehr, denn sie stand schon einmal für die Kultserie vor der Kamera.
Doris Golpashin übernimmt als Evelyn Leitner das Kommando
„Tatsächlich war ich 2004 bei Kommissar Rex in meiner allerersten TV‑Rolle zu sehen und nun darf ich viele Jahre später Majorin sein. Das nenne ich mal eine anständige Beförderung“, scherzt sie im Interview mit „TV Movie“.
Damals spielte sie eine Radiomoderatorin unter Mordverdacht – und war gleichzeitig im echten Leben Radiomoderatorin. Gedreht wurde sogar an ihrem echten Arbeitsplatz, dem Ö3‑Studio. Rückblickend bezeichnet sie das als ihre „erste intuitive Begegnung mit Method Acting“.
Jetzt, sage und schreibe 22 Jahre später, übernimmt Doris Golpashin als Chefin Evelyn Leitner das Kommando. „Evelyn bringt eine klare Haltung mit. Sie weiß, was sie will, und führt ihr Team mit Ruhe und Struktur. Sie muss nicht laut sein, um gehört zu werden“, verrät sie über ihre neue Rolle.

Kindheitsträume werden wahr
Für Doris Golpashin war „Kommissar Rex“ eine der ersten Krimiserien, die sie als Kind sehen durfte. „Ich bin, wie so viele, mit Kommissar Rex aufgewachsen.“ Deshalb ist das Comeback für sie mehr als nur eine Erinnerung an früher. „Gerade in unruhigen Zeiten wie diesen merkt man, wie schön es ist, zu solchen Geschichten zurückzukehren. Sie haben etwas Zeitloses“.
Trotzdem biete ein Remake die Chance, etwas Vertrautes neu zu erzählen – mit Blick nach vorn. „Es ist ein bisschen wie bei einem neu interpretierten Song: Die Seele bleibt, aber der Klang entwickelt sich weiter. Bei 'Kommissar Rex' ist es ähnlich. Und auch wenn sich auf technischer Ebene in den vergangenen Jahren natürlich viel getan hat, ist das Herz der Serie geblieben – nämlich Rex“, verrät sie und fügt lachend hinzu: „Wo gibt es denn sonst so einen großartigen Hund, der Mordfälle löst?!“
Abstand für den Star auf vier Pfoten: So war die Arbeit mit dem echten Rex
Doch wie ist es eigentlich, einen Hund als Co-Star zu haben?
Kurz gesagt: Es gibt Regeln! Sobald Rex, der im echten Leben Capo heißt, arbeitet, sind Streicheleinheiten tabu. Das hat einen einfachen Grund: während der Dreharbeiten muss sich der der Hund konzentrieren, bleibt fokussiert. Erst nach dem „Cut“ ist Zeit für Zuneigung. „Rex“ ist eben nicht nur eine Serienfigur, sondern ein vollwertiger Kollege.

„Rex ist, wenn er ans Set kommt, im absoluten Vollprofi‑Modus“, erklärt Doris Golpashin. Damit das so bleibe, müssten sich die Schauspieler „ein bisschen zusammenreißen: kein spontanes Streicheln, keine Ablenkung, da er sonst aus der Konzentration kommt. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.“
Hinter Rex steht ein erfahrenes Trainerinnen‑Team, das jede Szene präzise vorbereitet. „Was sie leisten, ist wirklich beeindruckend. Davor habe ich großen Respekt“.
Neue „Kommissar Rex“-Folgen bieten Nervenkitzel bis zum Schluss
Heute startet das Kultserien-Reboot mit der Episode „Wien sehen und sterben“. Der erste Fall sei „hochexplosiv“, heißt es in der Folgenbeschreibung: „In einer Bar am Stephansdom sitzt ein Mann auf einer scharfen Bombe. Kaum ist die Gefahr gebannt, verschwindet der Unbekannte, nur um am nächsten Tag tot in einem Fiaker aufzutauchen. Die Spur führt Steiner, seinen Kollegen Felix Burger und Spürnase Rex in ein Netz aus Spionage und gefälschten Identitäten.“
Und auch danach geht es spannend weiter, denn inhaltlich steuert die neue Staffel auf ein dramatisches Finale zu. „Nur so viel: Evelyn und Max werden im Finale mit ihrer Vergangenheit und einem alten Bekannten konfrontiert. Das wird für Nervenkitzel pur sorgen.“ Für Doris ist es ihre persönliche Lieblingsfolge. Gleichzeitig lasse das Ende Raum für weitere Geschichten.
Eines aber bleibt unverändert: die besondere Faszination für einen Ermittler auf vier Pfoten. „Es gibt viele Ermittler, aber nur einen, der ohne Worte alles versteht“, schwärmt Doris Golpashin.
Ab 20:15 Uhr könnt ihr sie als Evelyn Leitner auf Sat.1 erleben. Jeden Montag gibt es dann ein Wiedersehen in Spielfilmlänge. Immer im Anschluss an die neuen Folgen der „Kommissar Rex“-Neuauflage: die ersten Folgen von 1994.






