Jörg Kachelmann setzt starkes Zeichen im Fall Collien Fernandes – und hat eine wichtige Bitte
Jörg Kachelmann meldet sich im Fall Collien Fernandes zu Wort – und setzt ein klares Zeichen. Dabei richtet er eine eindringliche Bitte an die Öffentlichkeit.

Der Fall rund um Collien Fernandes und ihren Ex-Partner Christian Ulmen sorgt derzeit für große Aufmerksamkeit. In den sozialen Netzwerken wird dabei immer wieder auch Jörg Kachelmann genannt – etwas, das der Wetterexperte nun entschieden zurückweist.
In einem Beitrag auf der Plattform X macht Kachelmann deutlich, dass er nicht als Beispiel für aktuelle Diskussionen herangezogen werden möchte. „Für mich ist es bestürzend, so oft meinen Namen unter Postings zu #Ulmen zu lesen und gegen meinen Willen als lebender Beleg dafür herzuhalten, dass es Falschbeschuldigungen gibt“, schreibt er. Besonders deutlich wird er mit seiner Forderung, „allen Frauen mit Respekt zu begegnen“, die Gewalt anzeigen.
Klare Worte und ein Appell an die Öffentlichkeit
Kachelmann blickt in seinem Statement auch auf die eigene Vergangenheit zurück. „Gerade in dieser Jahreszeit ist es für mich schwierig, an 2010 zu denken und an den langen Kampf, bis die Schuld der Täterin zweifelsfrei festgestellt wurde“, erklärt er. Damals war er selbst nach schweren Vorwürfen verhaftet worden und verbrachte mehrere Monate in Untersuchungshaft, bevor er freigesprochen wurde.
Heute sieht er es zwar als „positiv“, dass vielen Menschen bewusst ist, dass er Opfer einer Falschbeschuldigung wurde. Gleichzeitig warnt er jedoch davor, diesen Einzelfall zu verallgemeinern. Es sei „abseitig und falsch“, wenn seine Geschichte genutzt werde, um andere Fälle grundsätzlich in Zweifel zu ziehen.
Sein Fazit formuliert er unmissverständlich: „Meine Solidarität gilt immer den Opfern, wo sie auch immer sind. Was mir passiert ist, lässt sich nicht verallgemeinern. Lassen Sie mich raus.“
Vorwürfe gegen Christian Ulmen sorgen für Aufsehen
Hintergrund von Kachelmanns Statement sind schwere Anschuldigungen von Collien Fernandes. In einem Bericht des Magazins Der Spiegel erklärte sie, ihr Ex-Partner habe über Jahre hinweg Fakeprofile von ihr erstellt und vermeintliche Videos verbreitet.
Die Vorwürfe haben bereits Konsequenzen: Nach Fernandes’ Anzeige wurden Vorermittlungen eingeleitet. Wie sich das Verfahren weiterentwickelt, ist derzeit noch offen.
Die Anwälte von Christian Ulmen wiesen die Anschuldigungen zurück. Auf Anfrage erklärten sie, dass „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet“ würden. Weitere Details nannten sie nicht, kündigten jedoch rechtliche Schritte an.
Bislang hat sich Ulmen selbst nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert. Für ihn gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.










