„Beobachten aktuelle Entwicklungen“

„Tatort“-Folge mit Christian Ulmen aus Programm genommen? Sender prüft Schritte!

In elf „Tatort“-Folgen ermittelte Schauspieler Christian Ulmen als Kommissar. Nach der Anzeige gegen ihn, gibt es jetzt erste Entscheidungen, was mit den alten Folgen passiert...

Tatort mit Nora Tschirner und Christian Ulmen
Bis 2021 ermittelten Nora Tschirner (44) und Christian Ulmen (50) als „Tatort“-Kommissare in Weimar. Foto: Bild: MDR/Wiedemann & Berg/Anke Neugebauer

Mit Humor und frechen Sprüchen ermittelten Nora Tschirner (44) und Christian Ulmen (50) von Dezember 2013 bis Januar 2021 als Kommissare in elf „Tatort“-Folgen aus Weimar. Doch nach den aktuellen Vorwürfen und der Anzeige seiner Ex-Frau Collien Fernandes (44) gibt es immer mehr Konsequenzen.

Schauspieler um Stellungnahme gebeten

Der Werbepartner „Shop Apotheke“ distanzierte bereits sich von dem Schauspieler. Und Pro 7 entfernte seine preisgekrönte Serie „Jerks“ aus der Mediathek. Jetzt muss der MDR eine Entscheidung treffen. Denn: Am 15. April wollte der Sender um 22.10 die alte „Tatort“-Folge „Der scheidende Schupo“ als Wiederholung ausstrahlen. Ob es wirklich dabei bleibt? Noch unklar. Der Sender prüft Schritte, wie eine Sprecherin mitteilte.

„Wir haben uns mit den öffentlich gewordenen Vorwürfen rund um Christian Ulmen befasst und ihn angesichts der Tragweite um eine Stellungnahme gebeten“, so eine Sprecherin gegenüber t-online. „Wir beobachten die aktuellen Entwicklungen und behalten uns weitere Schritte vor.

Produktionsfirma geht auf Distanz

Gleichzeitig stand die ARD vor der Frage: Was soll mit den alten „Tatort“-Folgen passieren, die noch in der Mediathek abrufbar sind. Die erste Entscheidung ist auch hier gefallen: Noch sind drei alte Folgen sowie mehrere Outtakes und Making-ofs in der Mediathek online. Aber auch hier behält sich der Sender weitere Schritte vor.

Dagegen hat sich die Produktionsfirma Pyjama Pictures entschieden. „Wir, die Kolleginnen und Kollegen der Pyjama Pictures GmbH sind zutiefst schockiert und entsetzt über die Vorwürfe“, heißt es in einer Erklärung bei Instagram. „Von den beschriebenen Ereignissen hatten wir bis gestern keine Kenntnis“, so Carsten Kelber und Frank Buchs im Namen aller Mitarbeiter:innen.

Und weiter: „Unsere ganze Loyalität und Empathie gilt Collien Fernandes, sowie allen Opfern von sexuellem, phsysischem, sowie emotiononalem Missbrauch. Wir verurteilen Gewalt jeglicher Natur - analog oder digital.“ Dazu betonen sie: „Auch wenn die Unschuldsvermutung gilt, sind wir zum Schutz der Firma bereits mit Christian Ulmen im Gespräch, seine Gesellschafteranteile zurückzugeben. Bereits seit Mai 2023 ist er nicht mehr in der Geschäftsführung der Pyjama Pictures. Darüber hinaus sind keine weiteren Projekte mit Christian Ulmen als Showrunner in Planung.“

Quellen