Überraschender Mystery-Hit

„If Wishes Could Kill“ bei Netflix: Ende erklärt – Wird es eine Staffel 2 geben?

Mit „If Wishes Could Kill“ schafft es nach „Squid Game“ und „All of Us Are Dead“ aktuell eine weitere koreanische Serie, die Netflix-Top Ten ansichzureißen. Doch reicht das bereits für eine zweite Staffel?

„If Wishes Could Kill“ bei Netflix: Yoo Se-ah, Lim Na-ri,  Kang Ha-joon und Kim Geon-woo hocken auf der Treppe und schauen auf ein Handy
Wer überlebt „If Wishes Could Kill“? Foto: Darae Lee/Netflix

If Wishes Could Kill“ ist ein achtteiliges K-Drama über eine Gruppe von Schulfreunden, die in die Machenschaften einer tödlichen App verwickelt werden. Die App mit dem Namen Girigo erfüllt Wünsche. Alles, was man tun muss, ist ein Video von sich selbst aufzunehmen, in dem man seinen Wunsch äußert – dabei müssen der eigene Name und das Geburtsdatum sichtbar sein – und schon wird der Wunsch erfüllt.

Doch wie so oft bei solchen „Affenpfoten“-Geschichten hat die Wunscherfüllung einen hohen Preis: das Leben der Person, die sich etwas gewünscht hat.

Wie funktioniert der Girigo-Fluch?

Sobald der Wunsch einer Person erfüllt wird, startet in der App ein 24-Stunden-Countdown. Wenn dieser bei Null ankommt, stirbt der sogenannte Wishmaker.

Als der Klassenclown Hyeon-wook (Lee Hyo-je) die App nutzt, um sich eine perfekte Note im nächsten Mathetest zu wünschen, ahnt er nichts von dem Preis. Nachdem er tatsächlich eine Eins schreibt, erzählt er seinen Freunden Se-ah (Jeon So-young), Geon-woo (Baek Sun-ho), Na-ri (Kang Mi-na) und Ha-joon (Hyun Woo-seok) begeistert von Girigo und schickt ihnen einen Link zu dem, was er für einen Glücksfall hält.

Sie nehmen die App zunächst nicht ernst – bis Hyeon-wook sich vor der gesamten Klasse die Kehle aufschneidet, offenbar von einer unsichtbaren Kraft gesteuert.

Im Verlauf der Serie lernen die Freunde mehr über die Regeln des Fluchs. Unter anderem entdecken sie, dass der Countdown eines Wishmakers stoppt, sobald jemand anderes einen Wunsch äußert. Dadurch folgt Girigo einer Art Kettenbrief-Logik: Man kann den eigenen Tod hinauszögern, indem man jemand anderen dazu bringt, einen Wunsch zu machen.

Außerdem können nur diejenigen, die selbst einen Wunsch gemacht haben, die Geister sehen, die den Fluch antreiben. Dadurch sind sie besonders anfällig für Täuschungen – etwa durch Nachrichten und Anrufe, die sie glauben lassen sollen, dass ihre Freunde oder Angehörigen hinter ihrem Rücken schlecht über sie reden.

Woher stammt die Idee für den Fluch?

„If Wishes Could Kill“ bezieht viele seiner kulturellen Details aus der Tradition des koreanischen Schamanismus, auch mu-sok genannt, einer indigenen Religion der koreanischen Halbinsel.

In diesem Glaubenssystem haben die Geister der Ahnen Einfluss auf das Leben der Menschen und können ihnen sowohl Glück als auch Unglück bringen.

Koreanische Schamanen, die mu-dang, fungieren als Vermittler zwischen der Geisterwelt und der Welt der Lebenden. Sie nutzen diese Fähigkeit, um ihren Klienten bei ganz unterschiedlichen Anliegen zu helfen – etwa bei Heilung, Schutz, der Lösung konkreter Probleme oder allgemein dabei, Glück zu fördern und Unglück abzuwenden.

Überleben Se-ah, Geon-woo und Ha-joon?

In der letzten Folge von „If Wishes Could Kill“ gehen Se-ah und Ha-sal in die Geisterwelt, um den Fluch ein für alle Mal zu brechen. Während Ha-sal den Geist von Si-won aufhält, sucht Se-ah nach Si-wons Handy. Laut Ha-sal muss dieses zerstört werden, um den Fluch zu beenden. Doch Na-ri erschwert Se-ahs Aufgabe.

In einer der großen Tragödien der Serie wendet sich Na-ri gegen ihre Freunde. Von Schuldgefühlen über Hyeon-wooks Tod geplagt und von Si-won durch die Täuschung, ihre Freunde würden sich nicht darum kümmern, ob sie lebt oder stirbt, manipuliert, wird Na-ri zu einer der Antagonistinnen der Serie. Obwohl sie zeitweise von Si-won besessen ist, entscheidet sie sich letztlich aus eigenem Willen dafür, Se-ah zu töten. Se-ah muss sich erneut in der Geisterwelt gegen Na-ri verteidigen und tötet sie dabei in Notwehr.

Nachdem sie ihre ehemalige Freundin ausgeschaltet hat, findet Se-ah Si-wons Handy und zerstört es mit einem von Ha-sals Pfeilen. Der Fluch ist gebrochen, und Si-won und Hye-rung scheinen endlich in der Lage zu sein, weiterzuziehen.

Auch wenn es aufgrund der Todesfälle von Hyeon-wook und Na-ri kein glückliches Ende ist, endet die Serie damit, dass Se-ah, Geon-woo und Ha-joon überleben. Auch Bang Ui, der schwer verletzt wurde, während er versuchte, die Jugendlichen vor rachsüchtigen Geistern zu schützen, überlebt bis zum Ende der Serie. Er und Ha-sal laden die Jugendlichen zum Essen ein und veranstalten eine Zeremonie für Hyeon-wooks friedlichen Übergang in die nächste Welt.

Bekommt „If Wishes Could Kill“ eine Staffel 2?

Netflix hat sich bisher nicht dazu geäußert, ob „If Wishes Could Kill“ fortgesetzt wird. Ob eine zweite Staffel produziert wird, hängt – wie bei den meisten Serien – vor allem von den Zuschauerzahlen ab, also davon, wie häufig die Serie gestreamt wird, wie lange sie sich in den Netflix-Top-10 hält und wie stark das allgemeine Interesse ist. Diese Daten sammelt und bewertet der Streamingdienst in der Regel über mehrere Monate, bevor eine Entscheidung getroffen wird.

Wie Regisseur Park Yoon-seo im Gespräch mit NewsN erklärt, wäre er bei einer möglichen zweiten Staffel auf jeden Fall wieder mit an Bord: „In Staffel 1 habe ich am meisten damit gerungen, ob ich die Geschichte vom Aufeinandertreffen von Haetsal und Bang Ul einbauen soll oder nicht.

Es scheint, als habe der Autor dafür reichlich Material. Ich denke, es wäre interessant, diese Elemente in Staffel 2 einfließen zu lassen. Ich hoffe, dass Jeon So Nee und Roh Jae Won in Staffel 2 dabei sein werden … Deshalb hoffe ich auch, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer der Geschichte rund um Haetsal und Bang Ul viel Aufmerksamkeit und Liebe schenken.“

Allerdings ist Geschichte insgesamt ziemlich abgeschlossen, sodass die Chancen auf eine Fortsetzung eher gering sind.

Quellen