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Heute auf RTL: Warum „A Haunting in Venice“ mehr als nur ein weiterer Poirot-Fall ist

Agatha Christie kann auch gruselig: Mit „A Haunting in Venice“ wird aus dem klassischen Whodunit plötzlich ein düsterer Geistertrip – und genau das macht den Film so spannend. Heute läuft er im TV.

Kelly Reilly telefoniert für den Film „A Haunting in Venice“.
Bei Anruf Mord? Wohl kaum! „A Haunting in Venice“ ist kein herkömmlicher Krimi. Foto: IMAGO / Everett Collection

Ein Mord, ein paar Verdächtige, ein genialer Detektiv – fertig ist der Krimiabend. „A Haunting in Venice“ nimmt genau dieses vertraute Konzept und dreht es einmal komplett auf links. Statt gemütlicher Ermittlungen gibt es hier plötzlich Séancen, Schatten und eine Atmosphäre, die eher an Horror als an klassischen Krimi erinnert.

„A Haunting in Venice“: Darum geht’s

Hercule Poirot hat eigentlich genug vom Ermitteln und sich nach Venedig zurückgezogen. Doch wie das eben so ist: Die Ruhe hält nicht lange. Widerwillig lässt er sich zu einer Séance in einem alten Palazzo überreden – ein Ort, der angeblich verflucht ist.

Was als übersinnlicher Zeitvertreib beginnt, kippt schnell in eine handfeste Katastrophe. Ein Gast stirbt, und plötzlich steht Poirot wieder mittendrin in einem Fall, der alles andere als gewöhnlich ist. Denn diesmal stellt sich nicht nur die Frage, wer der Täter ist – sondern auch, ob überhaupt alles mit rechten Dingen zugeht.

Warum dieser Poirot anders ist

Nach „Mord im Orient Express“ und „Tod auf dem Nil“ geht Kenneth Branagh hier bewusst einen anderen Weg. „A Haunting in Venice“ ist kein klassischer Wohlfühl-Krimi mehr, sondern spielt deutlich mehr mit Horror-Elementen.

Das funktioniert vor allem wegen der Inszenierung: enge Räume, flackerndes Licht, ständig das Gefühl, dass gleich etwas passiert. Man wartet nicht nur auf die Auflösung – man wartet darauf, dass irgendetwas schiefgeht. Und genau das sorgt für eine Spannung, die die Reihe bisher so nicht hatte.

Starke Bilder, starkes Ensemble

Neben Branagh selbst stehen unter anderem Tina Fey, Michelle Yeoh und Jamie Dornan vor der Kamera. Doch fast noch wichtiger ist die Kulisse: Venedig wirkt hier nicht romantisch, sondern unheimlich – wie ein Ort, an dem man nachts lieber nicht allein unterwegs ist.

Der heruntergekommene Palazzo wird dabei fast zur eigenen Figur. Jeder Raum wirkt wie ein kleines Puzzle und gleichzeitig wie eine potenzielle Falle.

Heute im TV: Hier kannst du einschalten

Wenn du Lust auf einen Krimi hast, der sich nicht ganz an die üblichen Regeln hält, bist du hier genau richtig: „A Haunting in Venice“ läuft heute um 20:15 Uhr auf RTL. Und falls du denkst, du bekommst einen klassischen Poirot-Fall: Denk nochmal nach.