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Harter Schlag für Thiel und Boerne: Münsteraner „Tatort“ vor dem Aus?

Auch das Kult-Team spürt jetzt die Sparmaßnahmen des WDR.

Jan Josef Liefers und Axel Prahl in Münster
Bald kein „Münsteraner“-Tatort mehr? Unter diesen Sparmaßnahmen leidet der Kult-Krimi. Foto: WDR/Bavaria Fiction GmbH/Thomas Kost

Seit über 23 Jahren begeistern der mürrische Kommissar Thiel und der versnobte Gerichtsmediziner Boerne Millionen Zuschauer. Der Tatort aus Münster gilt als erfolgreichster Krimi im deutschen Fernsehen, kein anderes Ermittler-Duo konnte den Quoten-Rekord – 14 Millionen Zuschauer*innen – bis jetzt brechen.

Doch auch in Münster muss gespart werden, wie der Schauspieler Axel Prahl jetzt verriet. So sehen die Maßnahmen des WDR aus.

Weniger Drehtage, weniger Außenaufnahmen

In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung sprach Prahl offen über die Veränderungen am Set. „Wir drehen zweimal im Jahr etwas über vier Wochen. Heute sind es 22 Drehtage, zumeist 22 Werktage. Früher waren es 26 bis 28 Drehtage.“, erklärt er.

Wochenenddrehs würden mittlerweile fast vollständig vermieden, da sie schlicht zu teuer seien. Diese Kürzungen haben auch Auswirkungen auf den Charakter von Kommissar Thiel.

„Eigentlich wollte ich als Kommissar Thiel nicht viel reden, als ich die Rolle annahm, ich wollte ein Muffelkopf sein, der meist schweigt. Das funktioniert aber nicht mehr so“, erzählt Prahl. „Dialoge kosten eben weniger als Außendrehs.“

„Das tut weh“ – Axel Prahl über die Sparzwänge

Prahl macht keinen Hehl daraus, dass die Situation ihn beschäftigt: „Es muss gespart werden, das merkt man deutlich, das tut auch weh.“

Trotzdem denkt der Schauspieler nicht ans Aufhören. Gegenüber der Zeitschrift „Bunte“ sagte er: „Frank Thiel ist im Film 55, bis zu seiner Pensionierung sind es noch zwölf Jahre.“

Es wäre schon äußerst überraschend, wenn der Münster-„Tatortvorzeitig beendet werden würde – doch letztendlich entscheidet das Geld über das Schicksal von Thiel und Boerne.