Ghost-Directing: Hat Kane Parsons „Backrooms“ wirklich gedreht?
„Backrooms“ sammelt in den Staaten bereits erste Vorschusslorbeeren, doch manche werfen dem Film Ghost-Directing vor. Stand Kane Parsons wirklich hinter der Kamera?

Das Internet ist mal wieder außer sich – zumindest was die „Backrooms“ angeht. Eine Kontroverse rund um den Film sorgte dafür, dass sich nun die involvierten Schauspieler und Schauspielerinnen aussprechen mussten. Was hat es mit dem „Backrooms“-Skandal auf sich? Und ist dieser überhaupt berechtigt?
„Bist du nicht etwas jung, um einen Film zu drehen?“: Kane Parsons und der „Phineas und Ferb“-Effekt
Die große Besonderheit rund um „Backrooms“ ist nicht die Tatsache, dass der Film erscheint oder dass, wenn man ersten Stimmen glauben darf, ein guter Film rund um ein Internet-Phänomen entstanden ist, sondern viel eher, dass Regisseur Kane Parsons gerade einmal 20 Jahre alt ist.
Den Job als Regisseur des Films bekam er, weil er Kurzfilme rund um die „Backrooms“-Creepypasta im blutjungen Alter von 17 Jahren drehte und Studio A24 das Potenzial sah, ihm die Langfilmproduktion des Stoffes anzuvertrauen. Und während der Film nun von vielen Seiten lobende Stimmen erhält, behaupten andere Parteien, dass Kane nur als viraler Marketing-Stunt herhalten würde.
Damit meinen besagte Personen, dass Parsons prinzipiell ein Strohmann für die Vermarktung sei, während der Film von einer ganz anderen Person inszeniert worden wäre. Zu diesen Vorwürfen des „Ghost-Directing“ äußert sich nun nicht Parsons, sondern Darsteller Mark Duplass.
Mark Duplass: Hat Kane Parsons „Backrooms“ wirklich inszeniert?
Duplass hat mit „Creep“ und der Fortsetzung „Creep 2“ zwei ebenso renommierte Horrorfilme gedreht und fungierte für diese auch als Hauptdarsteller. In „Backrooms“ spielt der Regisseur nun eine Nebenrolle, aber viele sahen diese Nebenrolle viel eher als Mittel und Zweck, um Duplass heimlich den Film drehen zu lassen.
Duplass tut diese Vorwürfe via Twitter (nun X) als Quatsch ab: „Ich erinnere mich nicht daran, dich am Set gesehen zu haben. Als ich da war, hatte Kane zu 100 Prozent die Kontrolle. Weitaus mehr als viele andere Regisseure in seinem Alter.“
Ferner stellt er auch Folgendes fest: „Ich nahm an, dass ich angestellt wurde, weil ich ein Mentor für viele junge Filmschaffende bin … und ich machte mich bereit zu helfen … aber er hat niemanden von uns gebraucht.“
Zuletzt: „Er war intensiv vorbereitet. Er hat die letzten fünf Jahre damit verbracht, eine der detailliertesten Mythologien auszuarbeiten, bei denen ich jemals Teil sein durfte … und war sehr sensibel, ruhig und schlau, als er mit den Darstellern umgehen musste. Für all jene, die solche Gedanken haben … wart ihr da?“
Um in Duplass' Wortlaut zu bleiben: All jene, die nun zweifeln sollten, bekommen demnächst die Chance, sich selbst ein Bild zu machen. In Deutschland startet der Film am 18. Juni, was zufälligerweise (?) auch Kane Parsons' Geburtstag ist.
Quellen
Twitter (X): siehe Text









