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„Forza Horizon 6“ im Test: Dieses Spiel ist der Japan-Traum, auf den Fans jahrelang gewartet haben

„Forza Horizon 6“ bringt die Open-World-Rennspielreihe endlich nach Japan. Playground Games liefert nicht weniger als das bislang atmosphärischste, schönste und süchtig machendste „Forza Horizon“ überhaupt ab.

Ein Auto fährt in Forza Horizon 6 auf einer Straße vor dem Mount Fuji
Ein wahrgewordener Rennspiel-Traum: „Forza Horizon 6“ begeistert mit seinem Japan-Setting! Foto: Xbox / Playground Games

Ich gebe es ehrlich zu: Ich bin vergleichsweise spät in die „Forza Horizon“-Reihe eingestiegen. Erst „Forza Horizon 4“ hat mich das erste Mal in die faszinierende Welt von Playground Games eingeführt. Danach verschlang ich auch „Forza Horizon 5“ regelrecht. Diese Mischung aus entspannter Open World, motivierendem Fortschrittssystem und purem Fahrspaß hat mich komplett überrascht.

Und jetzt kommt „Forza Horizon 6“ – ausgerechnet mit dem Setting, das sich Fans seit Jahren gewünscht haben: Japan. Nach dutzenden Stunden auf den Straßen zwischen Neonlichtern, Bergpässen, Bambuswäldern und Kirschblüten kann ich sagen: Playground Games hat erneut geliefert. Und wie.

„Forza Horizon 6“ in Japan: Das perfekte Setting für die Reihe

Schon nach wenigen Minuten wird klar, warum sich die Community so lange genau dieses Szenario gewünscht hat. „Forza Horizon 6“ fühlt sich stellenweise wie eine spielbare Liebeserklärung an japanische Autokultur an. Egal ob nächtliche Fahrten durch Tokio, Drifts in engen Bergstraßen oder entspannte Touren vorbei an Tempeln und blühenden Sakura-Bäumen: Das Spiel schafft es permanent, Atmosphäre aufzubauen.

Besonders beeindruckend ist dabei die Vielfalt der Karte. Während frühere Teile manchmal etwas gleichförmig wirkten, überrascht Japan hier ständig mit neuen Eindrücken. Innerhalb weniger Minuten wechselt man von dicht bebauten Neon-Metropolen zu verschneiten Bergregionen, kleinen Küstenstraßen oder ländlichen Gegenden voller Reisfelder.

Vor allem audiovisuell ist das schlicht herausragend umgesetzt. „Forza Horizon 6“ gehört ohne Zweifel zu den schönsten Rennspielen überhaupt, was nicht sonderlich überraschen dürfte, da Playground Games auch schon in der Vergangenheit neue Maßstäbe beim Open World-Racing gesetzt hat. Die Beleuchtung bei Nacht, reflektierende Straßen nach Regen, die Detailverliebtheit der Autos und die Stimmung während Sonnenauf- oder -untergängen sehen teilweise absurd gut aus. Dazu kommt ein fantastisches Sounddesign mit brachialen Motorengeräuschen und einer Soundkulisse, die das Reisen durch die Welt fast meditativ wirken lässt.

Das Gameplay bleibt vertraut – und genau das ist die große Stärke

Mehrere Autos in Forza Horizon 6 duellerien sich im nächtlichen Tokio.
Tokio ist auch bei Nacht eine unglaubliche Kulisse für die Rennen von „Forza Horizon 6“. Foto: Xbox / Playground Games

Wer bereits die Vorgänger gespielt hat, wird sich in „Forza Horizon 6“ sofort zuhause fühlen. Playground Games verändert die grundlegende Formel kaum und das ist tatsächlich eine der größten Stärken dieses Rennspiels.

Denn auch 2026 funktioniert diese Mischung aus Arcade-Feeling und glaubwürdiger Fahrphysik einfach hervorragend. Die Autos fahren sich angenehm direkt, Drifts machen unfassbar viel Spaß und selbst lange Touren quer durch die offene Spielwelt verlieren kaum ihren Reiz. Genau das macht den neuen Ableger erneut zu einem echten Wohlfühl-Rennspiel, das man oft stundenlang spielt, ohne überhaupt zu merken, wie schnell die Zeit vergeht.

Besonders beeindruckend ist dabei erneut die enorme Freiheit. „Forza Horizon 6“ gibt Spielern ständig neue Möglichkeiten, ohne sie jemals wirklich unter Druck zu setzen. Mal rast man durch neonbeleuchtete Straßenrennen in Tokio, kurz darauf fährt man entspannt über verschneite Bergpässe oder verliert sich in kleinen Nebenaktivitäten irgendwo zwischen Bambuswäldern und Küstenstraßen. Genau dieses Gefühl aus Entdeckung, Lockerheit und permanenten Belohnungen beherrscht kaum eine andere Rennspielreihe so gut wie „Forza Horizon“.

Das neue Horizon-Festival-System mit den verschiedenen Bändchen-Rängen sorgt zusätzlich dafür, dass sich Fortschritt motivierender anfühlt als in manchen Vorgängern. Neue Events, Fahrzeugklassen und Herausforderungen werden angenehm freigeschaltet, während das Spiel trotzdem jederzeit offen bleibt. Gerade die neuen „Discover Japan“-Events gehören für mich zu den Highlights des gesamten Spiels. Statt einfach nur Rennen aneinanderzureihen, lädt „Forza Horizon 6“ hier aktiv dazu ein, die wunderschöne Open World wirklich kennenzulernen.

Und genau dadurch entsteht diese fast gefährliche „Nur noch ein Event“-Dynamik, die die Reihe seit Jahren perfektioniert hat. Überall warten neue Rennen, Autos, Belohnungen oder kleine Geheimnisse. Selbst nach dutzenden Stunden hatte ich ständig das Gefühl, noch längst nicht alles gesehen zu haben.

Vor allem Fans japanischer Autokultur kommen hier komplett auf ihre Kosten. Ob Nissan Skyline, Toyota Supra, Mazda RX-7 oder Honda NSX: „Forza Horizon 6“ zelebriert japanische Fahrzeuge regelrecht und verbindet sie mit einer Spielwelt, die sich wie gemacht für genau diese Autos anfühlt. Genau deshalb wirkt das neue Setting nicht wie ein einfacher Ortswechsel, sondern fast wie die natürliche Heimat der gesamten Reihe.

Die schiere Menge an Inhalten ist überwältigend

Es gibt in „Forza Horizon 6“ unfassbar viel zu tun. Wirklich unfassbar viel. Neue Rennen, Belohnungen, Wheelspins, Autos, Sammelobjekte, Herausforderungen und Events ploppen beinahe im Sekundentakt auf. Das kann anfangs fast erschlagend wirken, entwickelt aber genau diesen typischen Sog, den die Reihe perfektioniert hat.

Besonders stark bleibt dabei das Belohnungssystem. Fast alles, was man macht, fühlt sich wertig an. Selbst kleine Aktionen geben Erfahrungspunkte, neue Fahrzeuge oder kosmetische Inhalte. Dadurch entsteht permanent das Gefühl, Fortschritte zu machen. Das klingt simpel, funktioniert aber immer noch erstaunlich gut.

Hier seht ihr, was euch in „Forza Horizon 6“ erwartet:

Video Platzhalter
Video: Xbox Game Studios/Playground Games

Abnutzungsgefahr auf höchstem Niveau

So begeistert ich insgesamt auch bin: Ganz ohne Kritikpunkte kommt „Forza Horizon 6“ nicht davon.

Denn natürlich merkt man mittlerweile, dass die Reihe ihrer Grundformel sehr treu bleibt. Die Showcase-Events sehen spektakulär aus, folgen aber oft bekannten Mustern. Manche Abläufe fühlen sich vorhersehbar an, wenn man bereits viele Stunden mit den Vorgängern verbracht hat.

Auch einige Nebenaktivitäten wirken eher wie Beschäftigungstherapie als echte Highlights. Trotzdem schafft es Playground Games immer wieder, genau im richtigen Moment neue Reize zu setzen – meistens schlicht durch diese fantastische Spielwelt.

Unser Fazit zu „Forza Horizon 6“

„Forza Horizon 6“ revolutioniert die Reihe nicht. Muss es aber auch gar nicht. Stattdessen perfektioniert Playground Games die bekannte Formel an genau der richtigen Stelle: mit dem vermutlich besten Setting der gesamten Serie. Japan verleiht dem Spiel eine Atmosphäre, die mich stundenlang nicht losgelassen hat.

Zwischen Neonlichtern, Bergpässen und Kirschblüten entsteht ein Rennspiel, das nicht nur Spaß macht, sondern regelrecht zum virtuellen Roadtrip wird. Ja, manche Mechaniken kennt man bereits aus den Vorgängern. Ja, die Formel dürfte sich beim nächsten Teil langsam stärker verändern. Aber aktuell funktioniert sie immer noch hervorragend.

Forza Horizon 6 erscheint am 19. Mai 2026 für PC, Xbox Series S und Xbox Series X. Das Spiel soll zu einem späteren Zeitpunkt auch auf PlayStation 5 erscheinen.