„Euphoria“, Staffel 3: Schock-Enthüllung – So sollte Nates Geschichte eigentlich ausgehen!
In Folge 7 der dritten Staffel von „Euphoria“ müssen sich die Fans von Nate Jacobs verabschieden. Im Interview verrät Serienschöpfer Sam Levinson nun, dass sein Serientod eigentlich ganz anders ablaufen sollte!

In der dritten Staffel von „Euphoria“ kämpfte Nate (Jacob Elordi), inzwischen Immobilienentwickler, verzweifelt darum, den Konsequenzen seines Handelns zu entkommen. Als er seine Schulden nicht mehr begleichen kann, taucht eine Gruppe Kredithaie sogar auf seiner Hochzeit auf: Zunächst wird ihm ein Zeh abgetrennt, später kehren sie zurück und nehmen ihm auch noch einen Finger. Schließlich wird er als Geisel verschleppt, während das Geld von seiner Frau Cassie (Sydney Sweeney) gefordert wird, die durch ihren Erfolg auf OnlyFans zu Vermögen gekommen ist.
Während Cassie fieberhaft versucht, die geforderte Summe aufzutreiben, wird Nate in einem flachen Grab lebendig begraben – einzig ein kleines Rohr stellt noch die Verbindung zur Außenwelt her. Die Übergabe gelingt schließlich nur mit Unterstützung von Maddy (Alexa Demie), die den Gangsterboss Alamo (Adewale Akinnuoye-Agbaje) einschaltet. Doch als Nate schließlich wieder ausgegraben wird, ist es bereits zu spät: Durch das Schlangengift ist er längst tot – sein Körper aufgequollen und violett verfärbt.
„Es gibt kein Sicherheitsnetz mehr“
Es ist ein brutaler Abschied, doch Serienschöpfer Sam Levinson war sich bewusst, dass die Fans nach den zahlreichen Grausamkeiten, die Nate in den ersten beiden Staffeln verübt hat, auf eine Form von Vergeltung hoffen würden. Im Gespräch mit Esquire erklärte Levinson zum Ende der Episode: „Es gibt da diese lustige Sache: Ich weiß, was das Publikum in Sachen Gerechtigkeit oder Karma sehen will. Und dann denke ich immer: Wie kann ich ihnen das geben?“
Er fuhr fort: „Wie kann ich ihnen genau das geben, was sie wollen – aber es gleichzeitig so schrecklich und nervenaufreibend machen, dass sie sich am Ende gar nicht mehr sicher sind, ob sie es wirklich wollten?“
Mit ihren früheren Tagen an der East Highland High hat das kaum noch etwas gemeinsam – und genau das war laut Levinson beabsichtigt. „Das Spannende daran, die Figuren nach der Schulzeit zu zeigen, ist, dass sie nun in der echten Welt leben und die Konsequenzen real sind“, erklärte er. „Es gibt kein Sicherheitsnetz mehr. Ich mag diesen Wildwest-Aspekt daran: Du kannst aus dir etwas machen, aber du musst mit den Folgen leben.“
„Euphoria“, Staffel 3: So sollte Nate eigentlich sterben!
Ursprünglich war geplant, dass Nate nicht auf die brutale Weise durch eine Schlange stirbt, sondern im Sarg schlicht erstickt. Während einer Autofahrt mit seiner Frau kam Sam Levinson dann jedoch plötzlich eine neue Idee.
„Es war einer dieser perfekten Tage in L.A. Wir hörten Otis Redding, die Fenster waren unten, und wir fuhren zu Warner Brothers“, erinnerte er sich. „Dann hatte ich plötzlich dieses Bild vor Augen: Eine Klapperschlange nähert sich dem Rohr, Nate schlägt gegen den Sarg und die Schlange spürt die Vibrationen im Boden. Da dachte ich: Was wäre, wenn sie durch das Rohr in den Sarg kriecht und er plötzlich mit dieser Schlange eingeschlossen ist?“
Lachend fügte Levinson hinzu: „Da merkt man manchmal, dass nicht jede düstere Szene aus einem düsteren Gedanken heraus entsteht.“
Was hält Jacob Elordi von Nates Tod?
Auch Jacob Elordi selbst zeigte sich im HBO-Interview nach der Episode zufrieden mit dem Schicksal seiner Figur. Er bezeichnete Nates Tod als einen „coolen“ Abgang.
„Nate hat viele Fehler gemacht und viele dunkle Entscheidungen getroffen. Deshalb ist es interessant zu sehen, wohin ihn das alles geführt hat“, sagte Elordi.
Scherzhaft erzählte der Australier außerdem, dass die Dreharbeiten im Sarg für ihn überraschend „friedlich“ gewesen seien. Tatsächlich filmte er die Szene mit einer echten Schlange – einer „kuscheligen“ Boa constrictor, an der lediglich eine künstliche Klapper befestigt wurde.









