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Eric Dane & Jane Goodall machten den Anfang: Alles über „Famous Last Words“ auf Netflix!

In „Famous Last Words“ ließ der Schauspieler Eric Dale seine letzten Worte für die Öffentlichkeit aufzeichen. Doch was steckt hinter dem Format?

Eric Dane in schwarz-weiß. Er schaut ohne jegliche Emotion in die Ferne
Eric Dane verstarb am 19. Februar. Foto: Courtesy of Netflix

Die Idee ist so schlicht wie kühn: Brad Falchuk (54), Ehemann von Hollywood-Ikone Gwyneth Paltrow (53), spricht in dem Netflix-Format „Famous Last Words“ mit prominenten Persönlichkeiten über ihr Leben. Doch es gibt einen Twist: Ausgestrahlt wird das Gespräch erst nach dem Tod der Befragten. Dies schafft einen Raum, in dem alles gesagt werden darf, weil nichts mehr folgen muss. Keine PR-Show. Kein Taktieren. Stattdessen gibt es: ehrliche Rückblicke, vielleicht ein bisschen Reue, viel Dankbarkeit – und am Ende einen Abschied.

Gedreht wird unter maximaler Abschirmung – die Kameras werden aus einem Nebenraum gesteuert, der Ton ausschließlich digital überwacht.

Nur eine Handvoll Eingeweihter weiß, wer bereits vor der Kamera Abschied genommen hat. Erst mit der Ausstrahlung nach dem Tod wird das Geheimnis gelüftet. Die vollständigen Aufzeichnungen lagern versiegelt im John F. Kennedy Center for the Performing Arts – einem US-Kulturarchiv für die Nachwelt.

Bisher wagten sich (offiziell) zwei Promis auf den Stuhl

In der Auftaktfolge war die große Verhaltensforscherin Jane Goodall (†91) zu sehen. Nun folgt Eric Dane (†53). Gezeichnet von seiner ALS-Erkrankung und auf den Rollstuhl angewiesen, spricht er eine Stunde lang offen über Ängste, Verlust und Liebe – aufgezeichnet wurde das Interview im November des vergangenen Jahres.

In den letzten Minuten steht Falchuk dann auf, verlässt den Raum und lässt seinen Gast allein zurück. Dane richtet sich an seine Töchter (15 und 14): „Billie und Georgia, ihr seid mein Herz. Ihr seid mein Ein und Alles. Gute Nacht. Ich liebe euch. Das sind meine letzten Worte.“ Dann folgt der Abspann.

„Eric und ich waren gleich alt, als wir über sein Leben und sein Vermächtnis gesprochen haben – deshalb fühlte sich dieses Gespräch außergewöhnlich nah und persönlich an“, so Falchuk zu dem Interview. „In Eric gab es kein Selbstmitleid. Er hat sich geweigert zu klagen. Er war mutig, tiefgründig, charmant, lebensfroh, dankbar und urkomisch – und wenn er dieses Lächeln zeigte, war er unbestreitbar noch immer ein Leading Man. Seine letzten Worte am Ende der Folge sind wirklich wunderschön. Ich werde ihn vermissen.“

„Famous Last Words“ ist keine Neuerfindung

Schon 2020 startete in Dänemark das Format „Det sidste ord“ (De. „Das letzte Wort“) – doch 2024 sicherte sich Netflix die Rechte. Auch dort interviewte ein Journalist bekannte Persönlichkeiten. Die Rohbänder werden in der Königlichen Bibliothek archiviert und erst nach 20 Jahren für die Forschung freigegeben.

Doch selbst die Dänen waren nicht die Ersten. Bereits vor fast zwei Jahrzehnten zeichnete die New York Times unter dem Titel „The Last Word“ Gespräche mit Prominenten für Video-Nachrufe auf. Ex-Präsident Jimmy Carter (†100) war 2024 zu sehen, ebenso Krimi-Ikone Angela Lansbury (†96) im Jahr 2022. Und auch diese Videos knüpften an die Arbeit des Times-Reporters Alden Whitman (†76) an, der bereits in den 1960er-Jahren mit Prominenten über ihren eigenen Tod sprach.

Quellen