Der beste Ridley-Scott-Film seit Jahren kommt von Christopher Nolan: Der „Odyssee“-Trailer ist da
Starke Bilder, große Stars: „Die Odyssee“ bietet Blockbuster-Unterhaltung der alten Schule. Wie „Troja“ – nur in gut.

Über den neuen Film von Christopher Nolan wurde lange ein Geheimnis gemacht. Wird es ein Film über Vampire in den Zwanzigern oder doch ein Crime-Thriller über Helikopter-Polizisten? Die Gerüchteküche brodelte heftig, vielleicht sogar ein wenig zu sehr, bis dann endlich „Die Odyssee“ offiziell angekündigt wurde.
Statt zu hinterfragen, wie dann überhaupt Vampir- und Helicops-Filme in Erwägung gezogen werden konnten, konzentrieren sich Fans eher darauf, wie Christopher Nolan aus dem altgriechischen Stoff ein echtes Nolan-Original machen will. Selbst „Oppenheimer“, eigentlich ein Biopic, bekam das komplette Nolan-Treatment mit großen Bildern und aufwändigen Effekten.
„Die Odyssee“ lässt zudem viel Interpretationsspielraum, je nach Übersetzung erhält die Geschichte neue Facetten. Wie Odysseus‘ Abenteuer in der Welt von Christopher Nolan aussehen, lässt sich nun immerhin durch den ersten kompletten Trailer deutlich besser einschätzen – und die gezeigten Szenen erinnern an einen anderen Regisseur.
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Basierend auf dem Trailer lässt sich sagen: „Die Odyssee“ erfindet das Rad nicht neu. Ein Fantasy-Abenteuer mit epischen Aufnahmen und einigen der größten Namen Hollywoods, die sehr ernst diese antike Geschichte zum Leben erwecken.
Historien-Epen reizen Hollywood schon immer, doch die teuren Produktionen entpuppen sich oft als Wagnis. Auf jeden „Spartacus“ folgt ein „Cleopatra“, auf jeden „Gladiator“ ein „Alexander“. Gerade Ridley Scott hält das Genre des Historienfilms quasi eigenhändig am Leben, doch die Einspielergebnisse sind nicht auf seiner Seite. „Königreich der Himmel“, „Exodus: Götter und Könige“, „The Last Duel“, „Napoleon“ – alles starbesetzte und aufwändige Produktionen, die hinter den Erwartungen zurückblieben.
Somit wundert es wenig, dass „Die Odyssee“ eher Erinnerungen an Scotts Werke weckt, auch wenn der Trailer natürlich wie ein Nolan-Film geschnitten ist. Allerdings hat „Die Odyssee“ den entscheidenden Vorteil, nicht einfach als historisches Epos, sondern als Film von Christopher Nolan vermarktet zu werden – und somit schon jetzt als sicherer Hit zu gelten. Das weiß auch die Konkurrenz, allein „Toy Story 5“ wagt es, sich Mitte Juli mit Nolan anzulegen – zugegeben, andere Zielgruppe.
In Hollywood wird das vielleicht als vielversprechende Rückkehr eines Genres gesehen, das man einfach nicht sterben lassen will. Das dürfte sich als Trugschluss herausstellen, sofern Nolan nicht noch weitere Homer-Adaptionen in petto hat.










