„Mordufer“ heute im ZDF: Tödliches Geheimnis auf dem Weingut
Ein Mord im Weinkeller, ein idyllisches Weingut – und nichts ist, wie es scheint: „Mordufer“ geht heute im ZDF ins Finale. Doch liefert „Wein und Wahrheit“ wirklich den großen Abschluss oder bleibt es bei ruhiger Krimi-Kost?

Ein Toter im Weinkeller, eine Familie mit Geheimnissen – und ein Fall voller Abgründe: Der ZDF-Krimi „Mordufer“ zeigt heute (27.03.2026, 20:15 Uhr) seine finale Episode „Wein und Wahrheit“. Doch gelingt der Serie zum Abschluss noch einmal ein spannender Höhepunkt?
Darum geht’s in Folge 4 „Wein und Wahrheit“
Auf einem idyllisch gelegenen Weingut am Bodensee wird der Chefeinkäufer eines Discounters tot im Gärkeller entdeckt. Was zunächst wie ein tragischer Einzelfall wirkt, entpuppt sich schnell als komplexer Mordfall.
Die Ermittlerinnen Doro Beitinger und Chiara Locatelli stoßen bei ihren Nachforschungen auf eine Winzerfamilie, die offensichtlich mehr weiß, als sie zugibt. Besonders auffällig: Obwohl das Opfer geschäftlich mit dem Weingut in Verbindung stand, will ihn dort angeblich niemand gekannt haben.
Als zudem ein anonymer Hinweis beim Zoll eingeht, verdichten sich die Hinweise auf ein Verbrechen und der Fall nimmt zunehmend an Fahrt auf.
Während die Ermittlungen tiefer in die hart umkämpfte Welt des Weinbaus führen, rücken nicht nur wirtschaftliche Interessen, sondern auch familiäre Verstrickungen in den Fokus. Schnell wird klar: Die Wahrheit liegt näher, als zunächst gedacht und ist zugleich gefährlicher.
ZDF-Krimi „Mordufer“: Finale zwischen Bodensee-Idylle und Verbrechen
Mit „Wein und Wahrheit“ erreicht „Mordufer“ seinen Abschluss – und bleibt dabei seiner Linie treu. Die vierteilige Krimireihe setzt auch im Finale auf eine dichte Atmosphäre statt auf große Effekte.
Dabei verbindet die Serie klassische Krimielemente mit regionalem Flair und erzählt eigenständige Fälle, die durch Figuren und Setting zusammengehalten werden. Gerade im Finale zeigt sich noch einmal, wie stark die Reihe auf ihre Kulisse setzt: Der Bodensee ist hier nicht nur schöne Landschaft, sondern Teil der Geschichte – ruhig, aber voller unterschwelliger Spannung.
Zwei Ermittlerinnen, die sich perfekt ergänzen
Im Zentrum steht ein Duo, das unterschiedlicher kaum sein könnte – und gerade deshalb so gut funktioniert.
Doro Beitinger, Anfang 40, kehrt nach Jahren der Familienpause in den Polizeidienst zurück. Mit viel Erfahrung, Empathie und einem feinen Gespür für Menschen bringt sie eine ruhige, reflektierte Perspektive in die Ermittlungen ein.
Ihre Vorgesetzte Chiara Locatelli, Ende 20, steht für eine neue Generation: strukturiert, ehrgeizig und analytisch. Sie trifft Entscheidungen schnell und zielgerichtet – und fordert auch von ihrem Team Höchstleistung.
Was zunächst nach Spannungen aussieht, entwickelt sich zunehmend zu einer produktiven und respektvollen Zusammenarbeit. Beide profitieren von den Stärken der anderen und wachsen an den gemeinsamen Fällen.
Viel Atmosphäre, wenig Tempo
Auch im Finale setzt „Mordufer“ vor allem auf ruhige Erzählweise und sorgfältige Ermittlungsarbeit, während Tempo und überraschende Wendungen eher im Hintergrund bleiben.
Gerade ein Fall, der so viele Geheimnisse und Konflikte bereithält, hätte deutlich mehr Dynamik vertragen können. Stattdessen entfaltet sich die Geschichte eher leise, was nicht immer überzeugt.
Lohnt sich das Einschalten heute?
Für Zuschauer:innen, die klassische, charaktergetriebene Krimis schätzen, ist „Mordufer“ auch im Finale eine gute Wahl. Die Serie punktet vor allem durch ihr starkes Ermittlerinnen-Duo und die atmosphärische Inszenierung.
Wer hingegen auf rasante Spannung und überraschende Wendungen hofft, dürfte weniger auf seine Kosten kommen.
Wie geht es mit „Mordufer“ weiter – kommt Staffel 2?
Mit „Wein und Wahrheit“ endet vorerst die erste Staffel von „Mordufer“. Eine zweite Staffel ist offiziell noch nicht bestätigt. Die starken Quoten – über fünf Millionen Zuschauer:innen bei der Auftaktfolge – sprechen jedoch für eine Fortsetzung. Vieles deutet darauf hin, dass es weitergehen könnte.
Ein ruhiger Abschluss mit Stärken und Schwächen
„Mordufer“ bleibt sich bis zuletzt treu: Die Serie überzeugt mit starken Figuren, stimmungsvoller Kulisse und solider Erzählweise, verschenkt aber Potenzial beim Spannungsaufbau.
Heute um 20:15 Uhr im ZDF einschalten – alternativ stehen alle Folgen bereits in der ZDF-Mediathek bereit.






