TV/Audio-Kaufberater

Soundbar-Anschlüsse: So verbindest du Konsole & Fernseher über HDMI & Co.

Eine Soundbar verbindest du über verschiedene Anschlüsse mit unterschiedlichen Geräten. Wir verraten, welche Möglichkeiten es gibt und was du beachten musst.

Die Rückseite einer Soundbar und ihrer Anschlüsse.
Die wichtigsten Soundbar-Anschlüsse von Modellen wie der Denon DHT-S218. Foto: TVM/ChatGPT/Denon

Koppelst du Smartphone und Bluetooth-Lautsprecher, geht das schnell und unkompliziert wireless. Befasst du dich jedoch erstmals mit den Anschlussmöglichkeiten einer Soundbar, entsteht vielleicht schnell Unsicherheit:

HDMI ARC und eARC, Toslink und HDMI 2.1 – zahlreiche Begriffe poppen plötzlich auf und erwecken den Eindruck eines allzu komplizierten Audiovergnügens.

Doch keine Angst: Die Soundbar-Anschlüsse sind unterm Strich nicht schwer zu (be-)greifen und du brauchst im Zweifelsfall auch nicht alle Ein- und Ausgänge.

Wir klären dich auf über alle Möglichkeiten und verraten, wie du PlayStation 5, Apple TV und Blu-ray-Player unkompliziert verbindest!

Vorab-Check: Welche Anschlüsse hat dein TV?

Bevor du deine Soundbar anschließt, prüfst du erst einmal, über welche Ein- und Ausgänge dein Endgerät (in der Regel der Fernseher) verfügt.

Dazu wirfst du einen Blick in die Bedienungsanleitung – oder checkst einfach direkt die Rückseite des Gerätes. Üblicherweise verbindest du Soundbar und Fernseher über HDMI (auf dem Bild unten: dritter Anschluss von links).

Ob dein Gerät das bessere eARC unterstützt, erfährst du meist aber nur über die Anleitung – der Anschluss selbst ist (wenn überhaupt) nur schlicht mit „HDMI“ beschriftet. HDMI ARC unterstützen übrigens fast alle TVs seit dem Jahr 2015.

Eine Grafik eines HDMI-Kabels von oben gesehen. - Foto: iStock/ilyast

Was bedeuten ARC, eARC und HDMI 2.1?

ARC und eARC sind zwei unterschiedliche, an HDMI gebundene Audiotechniken. ARC stellt dabei die ältere (ab HDMI 1.4) und eARC die neue Version dar. eARC ist dabei ein exklusives Feature von HDMI-Kabeln ab Version 2.1.

Der Unterschied beider HDMI-Techniken liegt in den Funktionen und unterstützten Features: ARC unterstützt nur Dolby Digital 5.1 sowie komprimiertes Dolby Atmos, eARC hingegen echtes Atmos, Dolby Digital bis 7.1 sowie DTS:X.

ARC reicht also für normales Fernsehen und einfache Soundbars aus, während du für Heimkino und High-End-Soundbars am besten auf eARC zurückgreifst.

Manche Soundbars schließt du auch über einen optischen Ausgang an. Der runde Port mit Klappe (ganz rechts im Bild) ist sehr leicht an allen Geräten auszumachen.

Allerdings erreicht die Soundqualität dann aber nie die einer Verbindung über HDMI eARC. Nähere Infos dazu findest du unten unter „Optisch vs. HDMI: Was ist besser?“.

Jetzt klären wir dich im Detail über die verschiedenen Anschlussmöglichkeiten auf und wie das alles funktioniert.

Unterschiedliche Anschlüsse am Fernseher, darunter LAN und HDMI.
Checke am besten vorher, welche Anschlüsse dein Fernseher überhaupt besitzt. Foto: iStock/Cristian Storto Fotografia

Welche Geräte willst du anschließen?

Szenario 1: Nur TV

Willst du nur einen Fernseher an die Soundbar anschließen, ist das denkbar einfach. Du verbindest dafür lediglich beide Geräte mit einem Kabel und richtest sie anschließend einzeln ein.

Exzellente Qualität erreichst du dabei über HDMI und das passende Verbindungskabel. ARC reicht hier zwar aus, über ein HDMI-Kabel mit eARC-Support bekommst du aber wie bereits erwähnt die beste Soundqualität.

Alternativ verknüpfst du Soundbar und Fernseher durch ein optisches Kabel und machst dabei leichte Qualitätseinbußen.

Weitere Infos zu ARC, eARC und anderen HDMI-Kabel-Unterschieden findest du in diesem Artikel:

Szenario 2: TV + eine Spielekonsole (PS5/Xbox)

Möchtest du an der Konsole spielen und den Sound dabei über die Soundbar ausspielen, ist das ebenfalls kinderleicht. Dabei hast du zwei Optionen:

  • Option A: Konsole → TV → Soundbar (via 1 x HDMI)

Hier schließt du nur die Soundbar und die Spielekonsole mit jeweils einem HDMI-Kabel an den Fernseher an.

Der Vorteil an dieser Methode: Eine günstige Soundbar mit nur einem Eingang reicht völlig aus. Alle Signale laufen durch den TV, was zu einer leichten Eingabeverzögerung führen kann.

  • Option B: Konsole → Soundbar → TV (Soundbar mit 2 x HDMI In/Out)

Bei dieser Methode wird die Soundbar zwischen Konsole und TV geschaltet. Dafür benötigt sie einen HDMI-Aus- und einen Eingang.

Der Vorteil: Die beste Audio-Qualität. Der Nachteil: Soundbars mit zwei HDMI-Ports sind teurer als solche mit nur einem.

Für beide Methoden gilt: Möchtest du PS5 oder Xbox bei 4K mit 120 Hertz anschließen, braucht auch die Soundbar HDMI 2.1.

Wichtig: Damit der Sound korrekt ausgegeben wird, musst du den Output im Systemmenü deiner Konsole entsprechend einstellen. Das geht bei der PS5 etwa unter „Einstellungen – Ton – Audioausgabe“. Ansonsten spielt immer noch dein TV-Lautsprecher den Ton an.

Eine Grafik mit einer Soundbar als HDMI-Hub. Zu sehen sind TV, Blu-ray-Player und PS5, die an die Soundbar angeschlossen sind.
Nutzt du die Soundbar als zentralen Hub, bekommst du die beste Sound- und Bildqualität. Foto: iStock/iiievgeniy/Sony/Sonos/Panasonic/Samsung

Szenario 3: TV + mehrere Geräte (Konsole, Apple TV, Blu-ray)

Wer mehrere Geräte (inklusive Soundbar) mit dem Fernseher koppeln möchte (etwa Konsole, Streaming-Box und Blu-ray-Player), benötigt einen TV mit mehreren HDMI-Eingängen.

Mindestens zwei davon sind aber ohnehin heutzutage Standard. Ansonsten sollte es keine Probleme geben. Auch hier gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Option A: Alle Geräte & Soundbar → TV (via HDMI)

Pro Gerät benötigst du ein HDMI-Kabel. Diese können (und sollten sogar) möglichst kurz sein – ansonsten riskierst du einen Signalverlust. Jetzt verbindest du einfach alle deine Geräte mit dem Fernseher.

  • Option B: Alle Geräte → Soundbar → TV (Soundbar mit mehreren HDMI In/Out)

Richtig gut ist diese Methode, bei der die Soundbar im Endeffekt als Hub dient. Dazu steckst du etwa Konsole und Streaming-Box per HDMI in die Soundbar und von hier aus wandert nur ein Kabel in den TV.

Der Vorteil bei Option B ist, dass die Box bei minimalem Signalverlust und bester Audioqualität als zentrale Steuerungseinheit dient.

Das Manko der Idealmethode: Soundbars mit drei oder mehr HDMI-Ports sind selten und wieder sehr teuer. Eine findest du jetzt in unseren Empfehlungen – oder bei unseren Soundbars bis 500 Euro unten.

Günstig, für Atmos & als Hub: Diese 3 Soundbars gehen

Je nach Anschlussvariante und Ausstattung zahlst du unterschiedlich viel für eine Soundbar. Willst du nur ein Gerät verbinden und brauchst kein High-End-Audio, reicht die extrem preiswerte JBL Cinema SB 510 aus.

Willst du HDMI 2.1 für echtes Dolby Atmos oder Gaming bei hohen Auflösungen, investierst du um die 500 Euro wie bei der exzellenten Sonos Beam Gen 2.

Strebst du einen Soundbar-Hub an, wird es teuer: Für Geräte mit mehr als drei HDMI-Ports zahlst du jenseits der 1.000 Euro, eine leistbare Box mit zwei Eingängen und einem Ausgang ist aber die Samsung HW-Q995GF.

Häufige Fragen zum Anschluss von Soundbars

HDMI ist heutzutage der bessere Anschluss für Sound. Nicht nur überträgt der Standard gleichzeitig Bildsignale, die Audiospur hat auch eine überlegene Qualität: Hochwertige neue Formate wie beispielsweise Dolby Atmos können nicht über ein optisches Kabel übertragen werden.

Dass Toslink (so heißt die optische Variante eigentlich) mittlerweile zum alten Eisen gehört, erkennst du zum Beispiel daran, dass die Spielekonsole PlayStation 5 keinen entsprechenden Eingang mehr besitzt – PS3- und 4 waren aber noch damit versehen.

Aber: Viele Menschen besitzen Surround-Anlagen, welche über einen optischen, jedoch nicht HDMI-Output verfügen. In diesem Falle bekommt man womöglich eine bessere Audioqualität über Toslink.

Ja, du kannst mehrere Geräte an eine Soundbar anschließen. Wie viele und welche, hängt aber von der Anschlussvielfalt ab. Hier lautet die Regel: Je besser die Soundbar, desto mehr Anschlüsse besitzt sie. Die meisten Produkte verbindest du dann gleichzeitig über HDMI (etwa Spielkonsole mit Fernseher und dazu die Soundbar) oder Bluetooth und WLAN (Smartphones, Tablets oder Laptops).

Nein, im Prinzip brauchst du kein spezielles HDMI-Kabel für Dolby Atmos. Selbst mit Strippen der Version 2.0 funktioniert das Audio-Feature tadellos. Aber:

Für Dolby Atmos mit der besten Qualität benötigst du ein HDMI-Kabel der Version 2.1 („Ultra High Speed“). Der Grund: Nur dieser HDMI-Standard unterstützt eARC, welches unkomprimiertes, volles Dolby Atmos in TrueHD übertragen kann.

Wichtig: Alle deine Geräte (Dolby-Atmos-Speaker oder Soundbar sowie Fernseher oder Beamer) müssen natürlich HDMI 2.1 unterstützen – ansonsten nützt das beste Kabel nichts.

Ja, grundsätzlich funktioniert jede moderne Soundbar mit jedem TV – zumindest bei modernen Fernsehern. Dass du die externe Box nicht an einen alten Röhrenfernseher anschließen kannst, sollte klar sein.

Aber: Zwar verbindest du über reguläres HDMI im Prinzip jede Soundbar mit jedem Fernseher. Sind aber bestimmte (andere) Anschlüsse nicht vorhanden, gibt es Einschränkungen in der Funktionalität.

Fehlt deinem HDMI etwa eARC, bekommst du nur komprimiertes Atmos. Oder bestimmte Hersteller-spezifische Extras funktionieren nicht. So geht Samsungs Dolby-Synchronisierung Q-Symphony etwa nur, wenn Soundbar und TV vom Koreaner sind.

Unterm Strich heißt das also für dich: Möchtest du ein bestimmtes Feature nutzen, solltest du vorher checken, ob es ohne Hürden mit deiner Soundbar funktioniert, ob du nachrüsten musst oder gegebenenfalls sogar ganz neue Geräte benötigst.

Ja, aber nur eingeschränkt. Du kannst Dolby Atmos mit HDMI ARC zwar in der Regel verwenden, bekommst aber nur eine komprimierte Version. Heißt: Der Sound ist hier nicht optimal. Für echtes Dolby Atmos mit vollem Klang in TrueHD benötigst du zwingend eARC bei HDMI 2.1.

Fazit: Die ideale Soundbar-Verbindung

Du siehst: Eine Soundbar korrekt in Betrieb zu nehmen, ist trotz ihrer vielen Anschlussmöglichkeiten nicht schwierig. Meist ist HDMI die optimale Lösung und das am besten gleich über HDMI 2.1 und eARC – insofern all deine Geräte den Standard unterstützen.

Was die Installationsmethode bei mehreren Geräten betrifft, empfehlen wir dir die einfachste: Alle Geräte einzeln per HDMI in den Fernseher.

Die Multi-HDMI-Soundbar als Hub ist zwar am elegantesten und qualitativ besten, doch Boxen wie die Sennheiser AMBEO Soundbar Max sind extrem teuer und der Unterschied ist nur für Profis spürbar.

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