Samsung S26 Ultra vs. S25 Ultra: Reicht das neue Privacy Display?
Das Samsung Galaxy S26 Ultra ist erschienen und erhältlich. Aber lohnt sich das Upgrade? Oder ist man mit dem mittlerweile günstigeren Vorgängermodell besser bedient? Unser Faktencheck gibt Antworten.
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Jedes Jahr ein neues Ultra, jedes Jahr die gleiche Frage: Lohnt sich das Upgrade oder reicht das Flaggschiff vom Vorjahr? 2026 macht diese Entscheidung besonders schwer. Denn es gibt auf den ersten Blick kaum nennenswerte Verbesserungen.
Doch eine sticht besonders heraus: das Privacy Display. Als erstem Smartphone-Hersteller ist es Samsung gelungen, den Bildschirm vor neugierigen Blicken zu schützen. Ob das letztendlich zu einer Kaufentscheidung führen kann, verrät dir unser Vergleich.
Am 11. März erschien das neue Ultra. Und falls du dich sowieso schon für das neue Modell entschieden hast, schaue dir unbedingt unseren ausführlichen Faktencheck zum Samsung S26 Ultra an.
Alle Specs im Vergleich
Kommen wir direkt zu den harten Fakten. Vergleicht man die Datenblätter beider Ultras, fallen einem kaum Unterschiede auf. Bessere oder geänderte Specs haben wir beim S26 Ultra fett hervorgehoben.
S26 Ultra | S25 Ultra | ||
|---|---|---|---|
Display | 6,9 Zoll QHD+ | 6,9 Zoll QHD+ | |
Helligkeit | 2.600 nits | 2.600 nits | |
Gehäuserahmen | Alu | Titan | |
Displayglas | Gorilla Glass Armor 2 | Gorilla Glass Armor 2 | |
Bildwiederholrate | bis zu 120 Hertz | bis zu 120 Hertz | |
Maße | 163,6 x 78,1 x 7,9 mm | 162,8 x 77,6 x 8,2 mm | |
Gewicht | 214 g | 218 g | |
Prozessor | Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy | Snapdragon 8 Elite Gen 1 for Galaxy | |
Speicher | 12/16 GB; 256/512/1024 GB | 12 GB; 256/512/1024 GB | |
Hauptkamera | 200 MP Weitwinkel, f/1.4, OIS | 200 MP Weitwinkel, f/1.7, OIS | |
Ultraweitwinkelkamera | 50 MP, f/1.9 | 50 MP, f/1.9 | |
Tele-Kamera 1 | 10 MP, 3x opt. Zoom, f/2.4, OIS | 10 MP, 3x opt. Zoom, f/2.4, OIS | |
Tele-Kamera 2 | 50 MP, 5x opt. Zoom, f/2.9, OIS | 50 MP, 5x opt. Zoom, f/3.4, OIS | |
Frontkamera | 12 MP, Autofokus, f/2.2 | 12 MP, Autofokus, f/2.2 | |
Akku | 5.000 mAh | 5.000 mAh | |
Laden: USB-C / drahtlos | 60 W / 25 W | 45 W / 15 W | |
Funk | 5G, WiFi 7, BT 6.0 | 5G, WiFi 7, BT 5.4 | |
Standardfarben / exklusive Farben im Samsung-Store | Schwarz, Weiß, Violet, Blau / Pink Gold, Silver Shadow | Schwarz, Weiß, Grau, Silberblau | |
Preise ab Verkaufsstart | 12+256 GB: 1.449 € 12+512 GB: 1.649 € 16 GB + 1 TB: 1.949 € | 12+256 GB: 1.449 € 12+512 GB: 1.569 € 12 GB + 1 TB: 1.809 € |
Preise und Speicher
Die Tabelle zeigt, dass der Startpreis beider Ultras mit 1.449 Euro (12 GB RAM & 256 GB Speicher) identisch ist. Allerdings kosten die größeren Speichervarianten mit 512 GB sowie 1 TB beim S26 Ultra deutlich mehr, was mitunter durch die anhaltende Chipkrise zu erklären wäre.
Zudem hat die größte Variante nun 16 GB statt 12 GB Arbeitsspeicher. Abfangen kann man die gestiegenen Preise mit Rabattaktionen, die unter anderem MediaMarkt, Amazon und Samsung regelmäßig in ihren Shops anbieten. Und es gibt auch schon eine Bundle-Aktion von o2 mit den Buds 4 Pro.
Heißt im Klartext: Samsung schraubt beim neuen Flaggschiff nur leicht an den Speichergrößen, hebt aber die Preise für die mittlere und größte Version spürbar an. Was die Preis-Leistung angeht, gewinnt das Samsung Galaxy S25 Ultra das Rennen. Mittlerweile gibt's das immer noch leistungsstarke Smartphone für unter 900 Euro.

Aufgrund der mittlerweile deutlich günstigeren Preise geht die erste Runde an das S25 Ultra.
S26 Ultra: 0 Punkte I S25 Ultra: 1 Punkt
Display
Bei der Displaygröße bleibt alles beim Alten. Samsung setzt erneut auf ein 6,9 Zoll großes OLED-Panel mit einer Auflösung von 3.120 × 1.440 Pixeln. Geschützt wird der Bildschirm weiterhin von Corning Gorilla Glass Armor 2 mit entspiegelter Oberfläche.
Auch bei der maximalen Helligkeit von 2.600 Nits sowie der adaptiven Bildwiederholrate von bis zu 120 Hertz wagt Samsung keine Verbesserungen.
Aber das spannendste Feature des S26 Ultra ist das weltweit einzigartige Privacy Display. Noch, denn die Konkurrenz will bei dieser Innovation unbedingt dabei sein.

Und darum geht's: Durch das gezielte Abschalten einzelner Bereiche der Pixelmatrix wird der Bildschirm aus seitlichen Blickwinkeln automatisch abgedunkelt. So bleiben Inhalte für neugierige Mitreisende oder Sitznachbarn unsichtbar.
Die Funktion kann individuell für einzelne Apps festgelegt werden. So lässt sich der Privatsphäre-Modus beispielsweise beim Öffnen von Banking- oder Messenger-Anwendungen automatisch aktivieren. Gleiches gilt für PIN-Eingaben oder eingeblendete Benachrichtigungen.

Die Displays sind identisch, aber die innovative Zusatzfunktion Privacy Display ist beim S26 Ultra einzigartig und möglicherweise wegweisend. Gleichstand!
S26 Ultra: 1 Punkt I S25 Ultra: 1 Punkt
Design und Farben
Beim Design geht Samsung keinerlei Risiken ein. Der gewohnt markante Look findet sich auch beim Galaxy S26 Ultra wieder. Lediglich kleinere Details wurden angepasst. So fallen die Ecken im Vergleich zum direkten Vorgänger nochmals stärker abgerundet aus.
Zudem setzt Samsung nun auf einen Aluminiumrahmen statt auf Titan. Möglicherweise trägt auch dieser Materialwechsel dazu bei, dass das neue Flaggschiff mit 214 Gramm etwas leichter ist als das S25 Ultra, das noch 218 Gramm auf die Waage brachte. In Breite und Höhe wächst das S26 Ultra leicht, wirkt insgesamt jedoch schlanker. Das Gehäuse misst nun lediglich 7,9 Millimeter in der Tiefe – beim Vorgänger waren es noch 8,2 Millimeter.

Auffälliger werden die Unterschiede auf der Rückseite. Wie bereits beim Galaxy Z Fold 7 setzt Samsung nun auf einen Kamerabalken, der die drei großen Kamerasensoren bündelt. Die charakteristischen Ringe des S25 Ultra gehören der Vergangenheit an. Blitz und die beiden kleineren Linsen befinden sich wie gewohnt direkt neben dem Kameramodul.

Zum Farbangebot des Samsung Galaxy S26 Ultra gehören Schwarz, Weiß, Sky Blue und Cobalt Violet. Die Varianten Silver Shadow und Pink Gold sind exklusiv im Samsung-Onlineshop erhältlich. Beim Vorgängermodell setzten die Südkoreaner auf einen Titanlook in Schwarz, Grau, Silberblau, Silberweiß sowie Jadegrün und Pinkgold im Store.

Dezente Änderungen bei Design und eine neue Farbauswahl reichen nicht aus, um dem S26 Ultra einen Punkt zu gönnen. Letztendlich ist es eine Frage des Geschmacks.
S26 Ultra: 1 Punkt I S25 Ultra: 1 Punkt
Kamera und Prozessor
Die Hauptkamera des S26 Ultra bleibt mit 200 Megapixeln unverändert auf dem Niveau des Vorgängers. Auch der 50-MP-Periskop-Zoom mit 5-fachem optischem Zoom sowie die 50-MP-Ultraweitwinkelkamera und die 12-MP-Frontkamera wurden beibehalten.
Die wohl wichtigste Neuerung sind die lichtstärkeren Blenden bei der Hauptkamera und dem 5-fach-Teleobjektiv. Besonders bei nächtlichen Videoaufnahmen („Nightography“) soll dies für eine deutlich verbesserte Bildqualität sorgen.
Beim Prozessor setzt Samsung nicht mehr auf die erste, sondern mittlerweile fünfte Generation des Snapdragon 8 Elite Gen von Qualcomm. Der übertaktete Chip ist kein Quantensprung, wird aber mit Sicherheit bei anspruchsvollen Anwendungen einen Deut besser sein. Hier fehlen jedoch noch aktuelle Benchmarks.

Erneut kein Punktgewinn für das S26 Ultra oder dem Vorgänger. Die Unterschiede sind einfach zu marginal, als dass eine Version hervorsticht.
S26 Ultra: 1 Punkt I S25 Ultra: 1 Punkt
Künstliche Intelligenz
Bei den KI-Funktionen hat Samsung die Systemsoftware deutlich verbessert. In allen S26-Modellen arbeitet nun ein nahezu unsichtbarer KI-Assistent permanent im Hintergrund. Er prüft automatisch, ob er in der jeweiligen Situation hilfreich sein kann. Fotos können zudem jetzt auch per Texteingabe gezielt bearbeitet werden.

Das KI-Feature „Now Nudge“ sucht für dich automatisch passende Aufnahmen heraus, schlägt sie vor und öffnet direkt die Galerie. Zusätzlich erkennt die KI potenzielle Spam-Anrufe und lässt dich entscheiden, ob du den Call entgegennimmst.
Googles Gemini ist bereits aus dem Vorgängermodell bekannt. Samsungs eigene KI Bixby, die exklusiv Zugriff auf die Systemeinstellungen erhält, kehrt in überarbeiteter Form zurück. Und nicht nur für das S26 Ultra, sondern auch zeitnah für das S25 Ultra.
Für komplexe Internetrecherchen übernimmt fortan Perplexity die Federführung beim neuen Flaggschiff. Bislang hat Samsung noch nicht bestätigt, ob auch frühere Galaxy-Modelle dieses Feature erhalten werden.

In Sachen künstlicher Intelligenz hat das S26 Ultra deutlich die Nase vorn. Samsung hat hier seine Hausaufgaben gemacht. Inwiefern die neuesten KI-Features ihren Weg aufs S25 Ultra finden, ist bislang unklar. Daher geht der Punkt ans neue Ultra.
S26 Ultra: 2 Punkte I S25 Ultra: 1 Punkt
Akku und Konnektivität
„Super Fast Charging 3.0“ heißt die verbesserte Ladeleistung des S26 Ultra. Statt bisher 45 Watt sorgt nun eine 60-Watt-Stromversorgung für ein noch schnelleres Aufladen per Kabel. Auch die kabellose Ladeleistung wurde erhöht – von 15 auf 25 Watt. Samsung nennt das passende Feature „Super Fast Wireless Charging“.
An der Akkukapazität ändert sich hingegen nichts: Weiterhin steht ein 5.000-mAh-Akku zur Verfügung. Qi wird unterstützt, eine integrierte Magnetlösung gibt es jedoch nicht. Wer magnetisch andocken möchte, benötigt weiterhin ein entsprechendes Case.
Bei der Konnektivität bleibt Samsung beim bewährten Standard: 5G über alle relevanten Frequenzbänder, Wi‑Fi 6E und Wi‑Fi 7, NFC sowie UWB sind vorhanden.
Auch das Dual‑SIM-Setup mit zwei aktiven Profilen (Nano‑SIM + Nano‑SIM + eSIM) entspricht dem Niveau des Galaxy S25 Ultra. Immerhin: Das neueste Modell unterstützt nun Bluetooth 6.0 (vorher BT 5.4).

Auch wenn die Ladeleistung erhöht und auf BT 6.0 gewechselt wurde: Eine signifikante Verbesserung wie eine integrierte Magnetlösung für den Qi-Standard hätte den Unterschied machen und zum Punktgewinn führen können. Chance vertan.
S26 Ultra: 2 Punkte I S25 Ultra: 1 Punkt
Fazit
And the Winner is: das Samsung Galaxy S26 Ultra – wenn auch nur um Haaresbreite. Ausschlaggebend für den Sieg war die verbesserte Software und das Alleinstellungsmerkmal Privacy Display.
In Sachen Hardware hat sich kaum etwas getan, sodass Samsungs neues High-End-Smartphone im Vergleich zum S25 Ultra keine Bäume ausreißt. Wer sparen möchte, wird auch mit dem Vorgängermodell bestens bedient.
Besonders die Enterprise Edition lohnt sich. Diese Version hat die gleiche Hardware (Display, Kamera, Prozessor), punktet aber zusätzlich mit längerem Support, vorinstallierte Sicherheitssoftware und erweiterten Business-Services.
Wer aber auf dem allerneuesten Stand sein will, gönnt sich unseren Vergleichssieger. Wer das Smartphone nicht direkt kaufen möchte, dem sei das Bundle-Deal von o2 ans Herz gelegt, bei dem es noch einen spannenden Tarif obendrauf gibt.









