Kindle Scribe Colorsoft Test: Das bessere iPad für Schule und Uni
Mit dem Kindle Scribe Colorsoft hat Amazon ein Gerät herausgebracht, das in gewissen Punkten den Tablets der Konkurrenz überlegen ist. Ich verrate dir, warum.
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Höre ich den Begriff Kindle, denke ich in erster Linie an E-Book-Reader. Dass hier nichts auf meinen Tolino kommen lasse ist kein Geheimnis. Umso neugieriger war ich, was der Kindle Scribe Colorsoft mir bieten würde. Das stellte sich als überraschend viel heraus und dabei punktet der Kindle nicht unbedingt als Reader, aber als multifunktionales Notizbuch.
Erster Eindruck
Ich habe den Kindle Scribe Colorsoft in der Farbe Flieder bekommen, neben einem Ladekabel und dem zugehörigen Stift (auch in Flieder), sind Ersatzmienen im Lieferumfang enthalten. Das schlanke Design, bei dem das 11 Zoll große Display nahtlos in den Rahmen übergeht gefällt mir sehr gut und auch die leicht matte Haptik ist angenehm. Ich habe noch eine zusätzliche Hülle, die via Magnet am Kindle angebracht wird und tatsächlich bombenfest sitzt.
Jedem, der vorhat den Kindle unterwegs zu nutzen würde ich auch eine Hülle empfehlen. Zum einen, um das Display zu schützen, aber auch damit der Stift, ebenfalls magnetisch, besser hält und immer griffbereit ist.
Das kann der Kindle Scribe Colorsoft
Klar, der Kindle Scribe Colorsoft hat die klassischen Funktionen eines E-Book-Readers von Amazon. Auf die komme ich später noch zurück. Ansonsten ist das Kernfeature sicher die Funktion als Notizbuch. Das klingt zunächst einmal unspektakulär, hat es aber in sich.
Grundsätzlich kann man auf dem gerät schnelle Notizen anlegen; Ordner erstellen und eigene Dokumente hochladen. Synchronisieren lässt sich das alles kostenlos mit Google Drive oder Microsoft. Auch wenn hier bei den Cloudservices also noch Luft nach oben ist, ist das ein guter Ansatz. Besonders wenn man bedenkt, dass andere Anbieter hierfür Geld nehmen.
Hast du bereits ein Konto bei Amazon, ist der Kinde mit ein paar Handgriffen eingerichtet und du bist sofort startklar.

Einfache Notizen, umfangreiche Funktionen
Grundsätzlich funktionieren die Notizen so simpel, wie ich es erwarten würde. Der Stift ist automatisch verbunden, man kann zwischen verschiedenen Farben, Stiftarten- und Stärken wählen, Textmarker nutzen und mit der Rückseite des Stiftes Inhalte „ausradieren“. Ist eine Notiz fertig, kannst du sie dir auch via Mail schicken, sowohl als Faksimilie oder als Textdatei, um sie am Computer zu bearbeiten.
Das Schreiben ist dabei nicht genau wie auf Papier, aber kommt dem schon recht nahe. In jedem Fall ist es deutlich angenehmer als beispielsweise auf einem klassischen Tablet. Die Performance ist solide, die Touchfunktion reagiert schnell und der Wechsel zwischen Seiten und Dokumenten läuft flüssig. In die verschiedenen Gesten zur Steuerung muss ich mich ein wenig eingrooven. Das liegt aber eher an mir und den verschiedenen Geräten die selbst nutze.
Neben klassischen Notizen kannst du auch in deinen Büchern und Dokumenten, die du in den Kindle laden kannst markieren, einfügen, ergänzen und kommentieren.
Tolle KI Funktionen
Womit ich nicht gerechnet hätte sind die KI Funktionen, die die Notizfunktion auf ein neues Level heben und die mir damals im Studium sicher einen Mehrwert geboten hätten. So kannst du beispielsweise deine Handschrift in verschiedenen Schriften umwandeln, damit alles etwas sauberer aussieht.
Das funktioniert auch bei meiner schrecklichen Handschrift gut. Noch besser finde ich aber die Funktion, seine Notizen via KI zusammenfassen zu lassen. Du weißt nicht mehr genau, in welchem Notizbuch eine bestimmte Info zu finden ist? So musst du nicht mehr lange suchen.
Funktion als E-Book-Reader
Auch wenn der Kindle Scribe Colorsoft seine Stärken vor allem durch die Notizen ausspielt, kannst du ihn natürlich auch als reinen Reader, inklusive Kindle Unlimited nutzen.
Fürs reine Lesen von eBooks ist mir der Kindle Scribe Colorsoft einen tacken zu groß, bei Comics hat die Größe wiederum einen Vorteil und auch das Farbdisplay ist hier auf jeden Fall sinnvoll und auch wenn du gerne Notizen zu Büchern machst und produktiv mit ihnen arbeitest ist der Kindle Scribe Colorsoft die richtige Wahl. Alle anderen sind mit anderen Modellen aus der Reihe vermutlich besser bedient.
Fazit
Ich bin vom Kindle Scribe Colorsoft wirklich positiv beeindruckt. Besonders die KI-Funktionen hätten mir im Studium sicher sehr geholfen, da ich immer Probleme hatte eine Notizen übersichtlich zu gestalten und zu ordnen.
Auch die Möglichkeit direkt in Bücher und Skripte zu schreiben gefällt mir sehr gut, besonders da alles so schön flüssig läuft und die Integration von Cloud-Diensten, auch wenn hier noch Luft nach oben ist, gefällt mir gut.
Wer beruflich oder für die Schule/Universität viele Notizen und Vermerke machen muss, findet hier eine tolle Ergänzung zum Laptop.







