KI fürs Smart Home: Alexa+ dreht jetzt deine Heizung hoch
Amazon bringt Alexa+ nach Deutschland: eine KI, die nicht im Browser lebt, sondern mit dir in der Wohnung. Sie versteht dich aufs Wort.
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Amazon bietet mit Alexa+ einen neuen Assistenten an, der nicht mehr der alten Befehls-Syntax folgt. Du redest jetzt normal mit ihr. In einer Early Access genannten Betaphase kann der Service kostenlos genutzt werden. Er läuft auf Echos, Fire TVs und den neuen Ember-Smart-TVs.
Alexa+ ist kein Chatbot wie ChatGPT, Gemini und Claude, sondern eine KI fürs Smart Home ‒ für dein Smart Home. Sie dreht die Heizung hoch, wenn dir kalt ist. Alexa+ lebt nicht im Browser, sondern mit dir in deiner Wohnung.
Fast schon ein persönlicher Assistent
Alexa+ dimmt auch die Beleuchtung im Raum, wenn du sagst: „Mach das Licht gemütlich". Die KI versteht, auf welchen Raum du dich beziehst und ob mehrere Geräte angesprochen werden müssen. Deren Namen brauchst du nicht mehr zu kennen.
Alexa+ übernimmt Aufgaben auch eigenständig. Ob der Mülleimer schon draußen an der Straße steht, versteht sie, wenn sie Zugriff auf deine Ring-Kamera hat, und weist dich darauf hin. Oder ob der Hund gefüttert werden muss. Kalender, Einkaufslisten, Rezepte und alle nützlichen Dokumente kannst du ihr in der Alexa-App hochladen. So kennt sie dich und deine Gewohnheiten besser.
Hast du noch keinen Fire-TV-Stick?
Willst du nur mal ausprobieren, deine Wohnung über Sprachbefehle zu steuern? In einem weiteren Artikel zeigen wir dir alle Fire-TV-Sticks im Überblick.
Auch jenseits des Smart Homes wird sie aktiv. Sie bucht den Tisch beim Lieblingsitaliener über OpenTable und trägt die Reservierung in den Kalender ein. Sie bestellt bei Amazon per Sprache. Wiederholen sich Abläufe, fragt sie, ob sie daraus eine Routine machen soll.
Alexa+ merkt sich Vorlieben – wer vegetarisch isst, welches Restaurant dir nicht gefallen hat. Innerhalb eines Gesprächs musst du das Aktivierungswort nicht wiederholen, Folgefragen versteht sie im Kontext.
Lohnt sich Alexa+ für dich?
Alexa+ ist keine Universal-KI. Bei Recherche, Coding oder langen Texten kann ein Chatbot mehr. Dafür kann Alexa+, was die anderen nicht können: in deinem Zuhause physisch eingreifen, also: Knöpfe drücken, ohne dass du aufstehen musst.
Wer ein Smart Home hat, kennt die starre Befehls-Syntax von Alexa, Google Home oder Siri. Alexa+ ersetzt sie durch natürliche Sprache, Kontext und Gedächtnis. Das hat größere Auswirkungen auf deinen Alltag als eine neue ChatGPT-Version, die im Benchmark noch besser abschneidet.
Wer kein Smart Home hat, für den ist Alexa+ wenig spannend. Für reine Wissensfragen reicht ein Chatbot im Browser – und der ist gratis.
So bekommst du Zugang
Alexa+ läuft auf Fire TVs (Stick HD 2. Gen, 4K Select, Cube 3. Gen, 4K Max 2. Gen, 4K Plus 2. Gen sowie Ember Smart TVs, Omni Mini-LED, Omni QLED, 4-Series, 2-Series, Artline).
Ebenfalls unterstützt werden Echo Show 8, Echo Show 11, Echo Studio 2 oder Echo Dot Max, aber auch ältere kompatible Geräten. Echo-Geräte vor 2019 sind nicht mit der neuen Amazon-KI kompatibel.
Die Anmeldung erfolgt über amazon.de/neuealexa. Während der Early-Access-Phase kann der neue Dienst kostenlos genutzt werden. Danach wird Alexa+ Teil von Amazon Prime. Wer Alexa+ ohne Prime bucht, zahlt 22,99 Euro im Monat. Prime selbst soll dadurch nicht teurer werden. Noch nicht.







