Gaming

Grafikkarten Vergleich 2025: Bei diesen Modellen stimmt die Preis-Leistung

Nvidia, AMD oder Intel? Full HD, WQHD oder 4K? Bei der großen Auswahl an Grafikkarten fällt es schwer, die passende zu finden. Wir helfen dir bei der Suche und zeigen, welche Grafikkarte sich für deine Anforderungen und dein Budget am besten eignet.

Graka Vergleich
Grafikkarten gibt es in Hülle und Fülle. Wir haben die besten Modelle herausgesucht Foto: TV Movie

Full HD, WQHD oder 4K - Welche Auflösung soll es sein?

Mit der Veröffentlichung der RTX 5000er-Serie Anfang 2025 hat Nvidia die Messlatte wieder höher gelegt. Wer das ultimative Gaming-Erlebnis erfahren möchte, muss dafür tief in die Tasche greifen. Zum Glück gibt es aber auch deutlich günstigere Grafikkarten, die sich vor der großen Konkurrenz nicht verstecken müssen und noch viele Jahre einen guten Dienst erweisen werden.

Die allerwichtigste Frage, die du dir zu Anfang stellen musst: Welche Auflösung reicht dir aus, beziehungsweise möchtest du gerne haben? Full HD (1.920 x 1.080 Pixel), WQHD (2.560 x 1.440 Pixel) oder 4K (3.840 x 2.160 Pixel)?

Die Rechnung dabei ist simpel: Desto höher die Auflösung ist, umso mehr musst du im Regelfall für die passende Grafikkarte ausgeben.

Im Folgenden zeigen wir dir unsere Kaufempfehlungen für jede Auflösung. Dabei haben wir die beliebtesten Modelle mit der besten Preis-Leistung herausgefischt. Fünf von sechs Karten sind bereits übertaktet, erkennbar am Kürzel OC (Overclocked): Bei diesen frisierten Grafikkarten wird die Geschwindigkeit über den Standardeinstellungen hinaus erhöht, um eine noch höhere Bildrate und eine bessere Performance zu erzielen. 

Weiter unten erläutern wir dir noch detaillierter, welche Eigenschaften bei einer Grafikkarte besonders wichtig sind, weil sie direkt Einfluss auf Bildqualität, FPS (Frames per Second) und die Zukunftssicherheit haben.

Unsere Grafikkarten-Empfehlungen

Grafikkarte unter 300 Euro: Welche Full-HD-Grafikkarte lohnt sich?

Full HD ist mit Abstand die beliebteste Auflösung bei Gamer:innen. Dies hat eine Steam-Hardwareumfrage im Dezember 2024 untermauert. Demnach zocken rund 56 Prozent in Full HD und circa 20 Prozent in WQHD sowie vier Prozent in 4K.

Das lässt sich vor allem durch den deutlich günstigeren Preis für entsprechende Full-HD-Grafikkarten erklären. Und in diesem Preissegment ist Intel eine echte Macht. Für unter 300 Euro kriegst du mit der Intel Arc B580 satte 12 Gigabyte (GB) VRAM. Bei so viel GPU-Speicher ist sogar das Zocken in höheren Auflösungen möglich. Bemerkenswert ist zudem die vergleichsweise hohe Anzahl an Streamprozessoren, die eine schnelle Datenverarbeitung ermöglichen.

  • GPU: 2.740 MHz, 2.560 Streamprozessoren

  • VRAM: 12 GB GDDR6

  • Stromverbrauch: 150 Watt

  • Schnittstelle/Anschlüsse: PCI 4.0 / 3x DisplayPort 2.1, 1x HDMI 2.1a

Noch günstiger bekommst du die Radeon RX 7600 in der OC Edition. In dieser beliebten AMD-Grafikkarte sind 8 GB VRAM eingebaut, was für aktuelle Spiele ausreicht, in naher Zukunft aber schon zu wenig sein könnte. Dank Übertaktung ist diese Edition aber nochmal deutlich schneller als das Standard-Modell. Bei grafisch aufwendigeren AAA-Spielen in Ultra-Auflösung wie “Cyberpunk 2077“ kommt diese Karte aber an ihre Grenzen.

  • GPU: 1.720 MHz (Basis-Takt), 2.695 MHz (Boost-Takt), 2.048 Streamprozessoren

  • VRAM: 8 GB GDDR6

  • Stromverbrauch: 165 Watt

  • Schnittstelle/Anschlüsse: PCI 4.0 / 3x DisplayPort 1.4a, 1x HDMI 2.1

Grafikkarte unter 400 Euro: Welche WQHD-Grafikkarte lohnt sich?

Aktuelle WQHD-Grafikkarten sind nicht viel teurer als die Full-HD-Modelle. Um die Auflösung mit 2.560x1.440 Pixeln optimal nutzen zu können, ist es ratsam, einen passenden WQHD-Monitor ab 27 Zoll und aufwärts zu haben.

Auch in diesem Grafikkarten-Segment hat AMD ein richtig starkes Eisen im Feuer. Nicht zu Unrecht ist die erst im Juni 2025 erschienene Radeon RX 9060 XT (OC Edition) mit ultraschnellen 16 GB VRAM-Speicher Bestseller Nr. 1 bei Amazon.

  • GPU: 2.780 MHz (Basis-Takt), 3.320 MHz (Boost-Takt), 2.048 Streamprozessoren

  • VRAM: 16 GB GDDR6

  • Stromverbrauch: 185 Watt

  • Schnittstelle/Anschlüsse: PCI 5.0 / 2x DisplayPort 2.1a, 1x HDMI 2.1b

Etwas schwächer, aber nahezu gleichwertig ist das Vorgängermodell von AMD: die Radeon RX 7600 XT. Auch hier bietet Hersteller Gigabyte eine immer noch gefragte, übertaktete Grafikkarte an, in der ebenfalls 16 GB VRAM werkeln.

  • GPU: 2.539 MHz (Basis-Takt), 2.810 MHz (Boost-Takt), 2.048 Streamprozessoren

  • VRAM: 16 GB GDDR6

  • Stromverbrauch: 240 Watt

  • Schnittstelle/Anschlüsse: PCI 4.0 / 2x DisplayPort 2.1, 2x HDMI 2.1a

Grafikkarte unter 700 Euro: Welche 4K-Grafikkarte lohnt sich?

Damit du die Grafikeinstellungen auf Ultra stellen kannst, brauchst du nicht zwangsläufig das ultimative Flaggschiff. Denn die RTX 5090 von Nvidia kostet immer noch eine ordentliche Stange Geld.

>>Hier gibt's die RTX 5090 zum Bestpreis<<

Tatsächlich kann AMD mit der Radeon RX 9070 XT (OC Edition) auch im 4K-Segment und in Sachen Preis-Leistung definitiv mithalten. Diese übertaktete Grafikkarte wird dich noch Jahre lang begeistern!

  • GPU: 2.460 MHz (Basis-Takt), 3.010 MHz (Boost-Takt), 4.096 Streamprozessoren

  • VRAM: 16 GB GDDR6

  • Stromverbrauch: 300 Watt   

  • Schnittstelle/Anschlüsse: PCI 5.0 / 2x DisplayPort 2.1a, 1x HDMI 2.1b

Und weil die RTX 5080 momentan nicht mehr überteuert ist, können wir dir in unserem Ratgeber auch eine Nvidia-Karte empfehlen. Aktuell bekommst du die extrem schnelle Nvidia GeForce RTX 5080 mit 16 GB GDDR7-Speicher und 10.752 Streamprozessoren vom Hersteller G für unter 1.200 Euro.

  • GPU: 2.300 MHz (Basis-Takt), 2.730 MHz (Boost-Takt), 10.752 Streamprozessoren

  • VRAM: 16 GB GDDR7

  • Stromverbrauch: 360 Watt

  • Schnittstelle/Anschlüsse: PCI 5.0 / 3x DisplayPort 2.1b, 1x HDMI 2.1b

VRAM, Boost-Takt, Streamprozessoren & Co.: Worauf kommt es an?

In einer modernen Gaming-Grafikkarte steckt eine Menge Technik. Logisch. Dabei schrecken jedoch die vielen Fachtermini potenzielle Käufer:innen gerne ab, sich mit der Thematik länger zu beschäftigen. Das ist auch gar nicht nötig. Denn wenn man es herunterbricht, kommt es vor allem auf diese Eigenschaften an:

  • Grafikprozessor (GPU)

  • Videospeicher (VRAM)

  • Stromverbrauch & Kühlung

Was genau diese Eigenschaften bewirken, erklären wir dir nun.

Grafikprozessor (GPU): das Herzstück

Die GPU (Graphics Processing Unit) ist das Kernelement einer Grafikkarte und stellt Bilder und Videos in Echtzeit dar. Dabei muss sie eine Vielzahl kleiner Rechenoperationen parallel ausführen.

So berechnet eine GPU zum Beispiel, wie Objekte im Raum dargestellt werden, welche Farbe und Textur eine Fläche erhält, und wie Licht, Schatten und Reflexionen wirken. Dazu zählt auch das sogenannte Raytracing, welches realistische Lichtberechnungen vornimmt. Ebenso gewinnt auch künstliche Intelligenz bei der Bildverbesserung und beim Hochskalieren von Spielen zunehmend an Bedeutung.

Kurzum: Die GPU sorgt maßgeblich dafür, wie flüssig ein Spiel läuft, wie hoch die Bildrate (FPS) ist und ob moderne Effekte wie Raytracing genutzt werden können. Sie bestimmt also maßgeblich die Bildqualität und das Spielerlebnis.

Damit diese komplexen Datenströme parallel verarbeitet werden können, kommen sogenannte Streamprozessoren zum Einsatz. Sie bestehen aus vielen kleinen Recheneinheiten, die in der GPU verbaut sind und dort eine hohe Rechenleistung ermöglichen. Auch hier gilt die Faustregel: Je mehr Streamprozessoren eine GPU besitzt, desto besser ist ihre parallele Verarbeitungsfähigkeit.

Videospeicher (VRAM): der Speicher-Tresor

Jede Grafikkarte hat ihren eigenen Arbeitsspeicher, VRAM (Video Random Access Memory) genannt. Dieser wird dazu genutzt, alle wichtigen Daten zu speichern, die die GPU für die Darstellung von Bildern, Videos oder Spielen benötigt.

Man kann sich den VRAM wie einen Datentresor vorstellen, der alle notwendigen Informationen für die GPU bereithält. Desto höher der VRAM ist, desto schneller können aufwendige Texturen dargestellt werden. Für eine Full-HD-Auflösung reichen meist 6 bis 8 Gigabyte VRAM aus. Für moderne Spiele in höheren Auflösungen oder mit Raytracing sind dagegen 12 GB, 16 GB und aufwärts klar von Vorteil beziehungsweise notwendig.

Aber nicht nur der Speicher, sondern auch die Geschwindigkeit des VRAM spielt eine große Rolle. Aktuelle Grafikkarten nutzen dabei GDDR6- oder GDDR6X-Speicher. Bei der absoluten Grafikkarten-Elite kommt schon der Nachfolger, GDDR7 wie beispielsweise bei der von uns empfohlenen RTX 5080 zum Einsatz.

Stromverbrauch & Kühlung: Worauf muss man achten?

Jede Grafikkarte hat eine bestimmte Leistungsaufnahme, die in Watt angegeben wird. Dieser Wert wird als TDP (Thermal Design Power) bezeichnet und zeigt, wie viel Energie die Karte im Betrieb benötigt und wie stark sie gekühlt werden muss. Die aktuell beste Grafikkarte auf dem Markt, die RTX 5090, hat beispielsweise eine TDP von 575 Watt. Da neben der Grafikkarte noch weitere Hardware mit Strom versorgt werden muss, empfiehlt Nvidia für ihr Flaggschiff ein Netzteil mit mindestens 1.000 Watt.

Auf der Internetseite des deutschen Hardware-Herstellers be quiet! gibt es einen praktischen Kalkulator, mit dem du das passende Netzteil ermitteln kannst.

>>Hier geht's zum Netzteilrechner von bequiet!<<

Nicht nur die Wattzahl des Netzteils ist dabei entscheidend. Auch die passenden Stromanschlüsse: Neuere Modelle mit bis zu 600 Watt Leistung benötigen einen speziellen 16-Pin-Stecker, während ältere Karten meist mit 6- oder 8-Pin-Steckern auskommen.

Selbstredend ist auch eine gute Kühlung vonnöten, um die Temperatur niedrig zu halten und die Lebensdauer der Grafikkarte nicht zu verkürzen. Zwar haben moderne Grafikkarten bereits integrierte Lüfter, ein gut belüftetes PC-Gehäuse ist aber ebenso wichtig. Zusätzliche Gehäuselüfter tragen dazu bei, einen Luftstrom zu erzeugen, der die warme Luft effizient abführt und die GPU kühlt. Besonders beliebt bei Gamer:innen sind Luftkühlungen mit Axiallüftern sowie AIO-Wasserkühlungen, gerne auch kombiniert als Hybrid-System.

Besonders gefragt sind die Kühlermodelle von Arctic und Corsair:

Was muss man beim Einbau einer Grafikkarte beachten?

Im Regelfall liegen bei Grafikkarten auch Installationsanweisungen dabei, entweder in Papierform oder digital. Und tatsächlich ist der Einbau kinderleicht, man muss nur auf ein paar wichtige Dinge achten.

Heutzutage sind Gaming-Grafikkarten deutlich größer als früher. Dementsprechend sollte man auf die Kompatibilität mit dem Mainboard, aber auch die Größe des Gehäuses achten. Unterstützt es zum Beispiel schon PCI 5.0? Das Netzteil muss zudem genug Leistung und die passenden Stromanschlüsse (6-, 8-, 16-Pin) bieten.

Vor dem Einbau muss der Computer ausgeschaltet und vom Strom getrennt sein. Die Grafikkarte wird vorsichtig in den PCIe-Steckplatz eingesetzt und zusätzlich mit der nötigen Stromversorgung verbunden. Kontrolliere direkt beim ersten Start, ob sich die Lüfter der Grafikkarte drehen und der Rechner ordnungsgemäß hochfährt. Ist das der Fall, installiere nun die aktuellen Treiber, damit die Karte korrekt funktioniert.

Lesetipp: Falls du überlegst, dir lieber einen Komplett-PC anzuschaffen, schaue mal in diesem Artikel von uns vorbei:

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