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„Zero“ im TV: Dieser ältere Zukunftsfilm wirkt heute fast unheimlich real

Heike Makatsch kämpft in „Zero“ gegen Datenkonzerne, Algorithmen und totale Überwachung. Warum der ARD-Thriller heute aktueller wirkt denn je, erfährst du hier.

Heike Makatsch spielt die Journalistin Cynthia Bonsant.
Heike Makatsch spielt die Journalistin Cynthia Bonsant. Foto: WDR

Mit „Zero“ zeigt Das Erste einen Science-Fiction-Thriller, der viele Zuschauer:innen auch Jahre nach der ersten Ausstrahlung noch nachdenklich zurücklassen dürfte. Der Film basiert auf dem Bestseller „Zero – Sie wissen, was du tust“ von Marc Elsberg und erzählt eine beunruhigend realistische Geschichte über Algorithmen und die Macht großer Datenkonzerne.

Im Mittelpunkt steht Heike Makatsch als Journalistin Cynthia Bonsant, die einem gefährlichen System auf die Spur kommt und dabei feststellen muss, wie stark digitale Technologien längst unser Verhalten beeinflussen.

Darum geht es in „Zero“

Die Handlung spielt in einer nahen Zukunft, die erschreckend vertraut wirkt. Fast alle Menschen nutzen die sogenannte „ActApp“, eine intelligente Anwendung, die ihren Nutzerinnen und Nutzern in Echtzeit Empfehlungen gibt – vom Einkaufsverhalten bis hin zu persönlichen Entscheidungen.

Die Journalistin Cynthia Bonsant recherchiert zunächst über die geheimnisvolle Aktivistengruppe „Zero“, die von den Behörden sogar als terroristische Organisation eingestuft wird. Doch schnell merkt sie, dass hinter dem milliardenschweren Tech-Konzern „Freemee“ offenbar weit mehr steckt als harmlose Lebenshilfe-Apps. Besonders brisant: Die Algorithmen der App scheinen Entscheidungen der Menschen aktiv zu manipulieren – mit teilweise tödlichen Folgen.

Darum wirkt der Film heute noch aktueller

Als Marc Elsbergs Roman 2014 erschien, wirkte vieles noch wie klassische Science-Fiction. Heute erinnern zahlreiche Aspekte des Films jedoch an reale Debatten rund um TikTok, Instagram, KI, Datensammlung und algorithmische Manipulation. Vor allem die zentrale Frage von „Zero“ beschäftigt inzwischen viele Menschen: Wie viel Kontrolle geben wir freiwillig an Apps und Plattformen ab?

Der Film zeigt eine Welt, in der Nutzerinnen ständig bewertet, analysiert und gesteuert werden. Genau diese Diskussionen werden mittlerweile auch in der Realität geführt – etwa beim Thema personalisierte Werbung, Social-Media-Sucht oder KI-gesteuerte Inhalte. Viele Ideen des Films wirken heute deutlich greifbarer als noch bei der Erstausstrahlung 2021.

„Zero“ ist Teil einer besonderen ARD-Science-Fiction-Reihe

Interessant ist auch der Hintergrund der Produktion: „Zero“ gehörte zu mehreren Science-Fiction-Projekten, mit denen die ARD 2020 und 2021 neue Wege gehen wollte. Zu dieser Reihe gehörten unter anderem auch Maria Schraders preisgekrönter Film „Ich bin dein Mensch“, der Smart-Home-Thriller „Das Haus“ mit Tobias Moretti sowie die Cyber-Dystopie „Exit“.

Die Idee dahinter: Science-Fiction nicht als fernes Fantasy-Abenteuer zu erzählen, sondern als realistische Zukunftsvision direkt vor unserer Haustür.

Gibt es eine Fortsetzung?

Bislang wurde keine direkte Fortsetzung angekündigt. Allerdings bleibt das Interesse an technologischen Thrillern weiterhin groß. Gerade durch den KI-Boom und die Diskussionen um Social Media wirkt „Zero“ heute fast bedeutender als bei seiner Premiere.

Auch Marc Elsbergs Werke bleiben gefragt. Bereits seit Jahren wird über weitere Verfilmungen seiner Romane gesprochen. Man darf also gespannt sein ...