Auch der Trainer schreibt Geschichte

WM 2026: 5 Geheimnisse über Deutschlands Gegner Curaçao

Sie sorgten schon vor dem WM für eine Sensation: Die Spieler aus Curaçao sicherten sich ein WM-Ticket – und treffen heute auf Deutschland. Doch was ist das Geheimnis unseres ersten Gegners?

Spieler aus Curaçao beim Training in Boca Raton
Bestens gelaunt zeigten sich die Spieler aus Curaçao beim Training in den USA. Foto: IMAGO / ZUMA Press

Bislang war Curaçao vor allem für karibische Strände, tiefblaues Wasser und ganz viel Fröhlichkeit bekannt. Das soll sich heute ändern: Bei der WM 2026 will sich der Inselstaat auch einen Namen bei den Fußball-Fans machen. Dabei ist bereits die Teilnahme am Turnier für die Einwohner historisch. Doch was ist das Geheimnis des Erfolgs? Hier ein paar Fakten über Curaçao...

1 – Der Weg zur WM ging übers Ausland

Für Curaçao ist es eine Premiere: Zum ersten Mal tritt der Inselstaat bei einer WM an - und startet gleich gegen Deutschland ins Turnier. Dabei ist schon die Teilnahme selbst für die rund 160.000 Einwohner ein Wunder. Denn auf Curaçao gehört Fußball nicht zu den Top-Sportarten. Und ein Blick auf die Nationalmannschaft zeigt Verblüffendes. Denn: Nur ein Spieler wurde wirklich auf Curaçao geboren. Sein Können bewies Tahith Chong dagegen im Ausland, spielte auch für Werder Bremen. Die anderen Spieler wurden in den Niederlanden geboren, haben aber ihre Wurzel auf Curaçao. Denn: Seit dem 17. Jahrhundert war Curaçao Teil der Niederländischen Antillen und damit eine Kolonie. Seit 2010 ist die Insel ein autonomes Land innerhalb des niederländischen Königshauses. Eine Verbindung, die jetzt half. Für die Spieler ist si auch ein Vorteil: Durch die Nationalmannschaft von Curaçao können sie jetzt auch mal WM-Luft schnuppern.

2 – Kleinstes Land – größte Begeisterung

Zwar ist Curaçao das kleinste Teilnehmerland bei dieser WM – aber die Begeisterung ist dafür umso größer. Und allein die Tatsache, dass die Nationalmannschaft den Weg zur WM geschafft hat, wird hier bereits als Sieg gefeiert. Seitdem bereitet sich die Insel auf den großen Moment vor. Überall entstehen Wandbilder, die die Mannschaft feiern. Und an jedem Ort ist der Song Pop-Idol Jeon zu hören: „Mama wak“, übersetzt: Mama, schau mal. Darin besingt der karibische Musiker die Überraschungs-Qualifikation der Nationalelf.

Curaçao im Fußballfieber: Überall werden Trikots der Mannschaft angeboten.
Curaçao im Fußballfieber: Überall werden Trikots der Mannschaft angeboten. Foto: IMAGO / ANP

3 – Blaue Welle – woher die Nationalmannschaft ihren Namen hat

Blau ist einfach die Farbe auf Curaçao. Die Flagge des Inselstaates ist hauptsächlich blau – und natürlich steht die Farbe für das Karibische Meer. Der Name „Blue Wave“, also blaue Welle entstand, weil das Fußballfieber wie eine Welle durch den Inselstaat rollte. Und als sich Curaçao für die Weltmeisterschaft qualifizierte, erstreckten sich die Feierlichkeiten über jeden Winkel der Insel und über das Meer bis in die Niederlande und ganz Europa...

4 – Rekord auch für den Nationaltrainer

Sein Spitzname: „Kleiner General“ – denn der Niederlänger Dick Advocaat ist „nur“ 1,70 Meter groß. Und lange war absolute Disziplin sein wichtigster Antreiber. Doch jetzt zeigt sich der Trainer von seiner lockeren Seite. Für ihn ist die WM keine Premiere, schon zum dritten Mal ist er als Coach dabei: 1994 mit den Niederlanden, 2006 mit Südkorea. Und nun also mit Curaçao. Trotzdem wird es auch für ihn ein Rekord: Mit 78 Jahren ist er der älteste WM-Nationaltrainer aller Zeiten.

5 – Farbe gegen Migräne

Das zweite Trikot der Nationalmannschaft zeigt es: Curaçao ist bunt. Mit seiner pastellgelben Basis und kräftigen Akzenten in Orange, Pink, Türkis und Blau ist das Design direkt von den ikonischen Straßen Willemstads inspiriert. Doch woher kommen die Farben eigentlich? „Schuld“ soll ein niederländischer Gouverneur sein. Er ordnete im 19. Jahrhundert an, das klassische Weiß zu verbieten. Er behauptete nämlich, die Reflexion der Sonne auf dem Weiß verursache bei ihm Migräne...

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