Frühstücksfernsehen-Stars im Gespräch

Werden Männer noch gebraucht?: Matthias Killing kritisiert gesellschaftliche Veränderung

Im Gespräch zwischen den „Frühstücksfernsehen“-Moderator:innen Karen Heinrichs und Matthias Killing geht es um unabhängige Frauen und die Rolle des Mannes in der modernen Gesellschaft.

Matthias Killing bei der Moderation der Eishockey-WM.
Matthias Killing ist für Gleichstellung, solange die Männer dabei nicht zu kurz kommen. Foto: IMAGO / Pius Koller

Im Podcast „Redebedarf“ üben die SAT.1-Frühstücksfernsehen-Moderatoren Karen Heinrichs und Matthias Killing offene Kritik an aktuellen Entwicklungen in Liebe und Partnerschaft. Besonders die Frage, ob Männer in der modernen Gesellschaft noch „gebraucht“ werden, sorgt für hitzige Diskussionen zwischen den beiden.

Karen Heinrichs beschreibt im Podcast, wie sehr sich ihr Blick auf Beziehungen gewandelt hat. Als langjährige Single schätzt sie tief verwurzelte Freundschaften heute besonders. Sie erzählt von gemeinsamen Reisen, Sonnenuntergängen in Glasgow, Frühstück am See oder entspannten Abenden in Albanien – Momente, die für sie dieselbe emotionale Tiefe haben wie klassische Liebesbeziehungen.

„Freundschaften sind ja auch Beziehungen“, sagt die 52-Jährige. Früher habe sie sich nach Trennungen schnell wieder auf Partnersuche begeben. Heute sei dieser Druck weg. Stattdessen konzentriere sie sich auf die Menschen, die ohnehin in ihrem Leben sind. Wenn Freundschaften denselben Stellenwert bekämen, gehe man weniger leicht auf romantische Beziehungen mit Menschen ein, die einem eigentlich nicht guttun.

Wie unabhängig ist zu unabhängig?

Ausgehend von einer Freundin, die finanziell unabhängig und glücklich allein lebt, kommt Karen auf die gesellschaftliche Frage: Sind Frauen heute so unabhängig, dass Männer im klassischen Sinne nicht mehr „gebraucht“ werden? Wenn enge Freundschaften denselben emotionalen Wert haben wie Liebesbeziehungen, stellt sich für sie tatsächlich die Provokation, ob romantische Partnerschaft mit Männern noch notwendig sei.

Matthias Killing kritisiert das Gegeneinander

Matthias Killing reagiert auf diese Frage sofort klar: „Jetzt zu sagen: ‚Eigentlich brauchen wir die Männer nicht mehr, weil wir kriegen alles alleine hin' – boah, da bin ich ja durchaus kein Freund von.“

Er betont zwar, dass Gleichberechtigung wichtig ist, hat aber deutliche Bedenken, wenn aus Gleichstellung plötzlich ein Gegeneinander von Männern und Frauen wird. „Weil wenn wir Männer irgendwann nicht mehr haben und alle weggebissen haben, dann fehlt uns nämlich auch was“, sagt er im Podcast.

Für Killing steht fest: Beziehungen funktionieren nur gemeinsam. Er beschreibt sich als großen Fan des Gemeinsamen, des Miteinanders und besonders des Miteinanders auf Augenhöhe. Gegenseitiger Respekt und Partnerschaft sind für ihn die Basis – kein Konkurrenzdenken zwischen den Geschlechtern.

Quellen