Victoria Swarovski: Neuer Job – und plötzlich geht es ums Überleben
Victoria Swarovski wagt sich an eines der härtesten Abenteuer der Welt: Die „Let’s Dance“-Moderatorin startet bei der legendären Rallye Dakar – einem Rennen, bei dem es ums nackte Durchhalten geht.

Sand, Hitze, Erschöpfung und täglich hunderte Kilometer durch eine der unwirtlichsten Regionen der Erde: Während viele Promis den Winter auf Kreuzfahrtschiffen oder bei TV-Drehs verbringen, stellt sich Victoria Swarovski einer extremen Herausforderung, die selbst erfahrene Motorsportprofis an ihre Grenzen bringt. Die 32-Jährige ist Teil der Rallye Dakar 2026 – einem Rennen, das nicht umsonst als härteste Langstrecken-Rallye der Welt gilt.
Rallye Dakar: 8000 Kilometer durch Hitze und Staub
Die Rallye Dakar führt die Teilnehmenden über rund 8000 Kilometer durch Saudi-Arabien. Dünen, Steinwüste, Gebirgspassagen und kaum kalkulierbare Streckenverhältnisse gehören zum Alltag. Seit dem Umzug von Afrika auf die arabische Halbinsel gilt das Rennen als technisch anspruchsvoller denn je. Extreme Hitze, kaum Schlaf und ständige Konzentration bestimmen die 13 Etappen.
Für Victoria Swarovski ist es der erste Start bei der Dakar. Sie tritt in der Challenger-Klasse an und steuert einen Can-Am Maverick Buggy, unterstützt von Co-Pilot Stefan Henken, der bereits über Dakar-Erfahrung verfügt. Swarovski startet unter dem Pseudonym „Vic Flip“ – ein Versuch, möglichst unauffällig zu bleiben.
„Es geht ums Überleben“ – Swarovski spricht offen über das Risiko
Dass sie sich der Gefahr bewusst ist, machte Swarovski in einem Interview mit dem österreichischen Portal „OE24“ deutlich. Dort sagte sie wörtlich: „Es geht ums Überleben.“ Und weiter: „Wenn ich die Ziellinie erreiche, ist das schon ein Sieg.“
Auch auf der offiziellen Website der Rallye Dakar ordnete sie ihren Start realistisch ein. Sie betonte, dass es ihr nicht um Bestzeiten oder Platzierungen, sondern ums Durchhalten gehe. Ihre Stärken sehe sie eher in Ausdauer und Navigation als im kompromisslosen Angriff auf die Spitze. Die intensive Vorbereitung sei zudem durch ihren Vollzeitjob im Fernsehen erschwert gewesen.
Mark Mateschitz fährt mit – ebenfalls undercover
Nicht nur Swarovski steht in der Wüste unter Extrembedingungen. Auch ihr Partner Mark Mateschitz, Sohn des verstorbenen Red-Bull-Gründers Dietrich Mateschitz, nimmt an der Rallye teil. Der 33-Jährige startet unter dem Tarnnamen „Mark Mustermann“ und sitzt am Steuer eines hochgezüchteten Toyota Hilux in der Top-Klasse T1+.
Zur Halbzeit der Rallye lag Mateschitz im oberen Drittel des Starterfeldes – ein Achtungserfolg bei insgesamt rund 150 Teilnehmenden in seiner Klasse. Der Red-Bull-Konzern ist seit Jahren als Sponsor mit der Rallye Dakar verbunden, dennoch betonen beide Seiten, dass es sich um ein privates Engagement handelt.
Die Tarnung des Paares hielt allerdings nicht lange: Spätestens die offizielle Teilnehmerliste machte deutlich, wer sich hinter „Vic Flip“ und „Mark Mustermann“ verbirgt.
Kein spontaner Ausflug: Beide bringen Offroad-Erfahrung mit
Der Start bei der Dakar ist für Swarovski und Mateschitz keine spontane Abenteuerlaune. Seit mehreren Jahren nehmen beide an FIA-gelisteten Rallye-Raids und Offroad-Rennen teil – bislang bewusst außerhalb der Öffentlichkeit. In den Ergebnislisten der Jahre 2024 und 2025 tauchen ihre Namen bereits auf.
Damit reiht sich das Paar in eine wachsende Gruppe wohlhabender Abenteurer ein, die jenseits von Luxus und Öffentlichkeit den extremen Kick suchen. Ob im Motorsport, im Hochgebirge oder sogar im All – der Trend zu privat organisierten Extrem-Erlebnissen nimmt zu.
Wenn Abenteuer tödlich enden – die Schattenseite des Extrems
Doch nicht jede Grenzerfahrung geht gut aus. Der tragische Tod mehrerer Insassen des Tauchboots „Titan“, das 2023 auf dem Weg zur Titanic-Wrackstelle implodierte, löste weltweit eine Debatte über private Extremtouren für Vermögende aus. Auch Raumflüge oder Hochgebirgsexpeditionen bergen enorme Risiken.
Im Vergleich dazu gilt die Rallye Dakar als kontrollierter, aber keineswegs harmlos. Unfälle gehören zum Alltag, technische Defekte und Erschöpfung sind ständige Begleiter. Gerade deshalb wird Swaroswskis Einsatz von vielen Beobachtern mit Respekt betrachtet.
Viel Zeit zum Ausruhen bleibt nach dem Zieleinlauf nicht. Schon wenige Tage nach dem Ende der Rallye werden Victoria Swarovski und Mark Mateschitz beim Hahnenkammrennen in Kitzbühel erwartet – allerdings nicht als Teilnehmende, sondern als Zuschauer.






