„Maria hat Angst“ heute auf ARTE: Packender Krimi über Machtmissbrauch und Polizeigewalt
Im Krimi „Maria hat Angst“ kämpft Natalia Wörner als Annabelle Martinelli heute auf ARTE um Gerechtigkeit für eine Polizistin, die ihren übergriffigen Kollegen ins Koma schlug. Ein intensiver Fall, der unter die Haut geht.

Natalia Wörner ist zurück als Anwältin Annabelle Martinelli – und ihr neuer Fall hat Sprengkraft. „Maria hat Angst“ ist der dritte Film der Martinelli-Reihe und zählt zu den intensivsten Krimis des Jahres. Im Mittelpunkt stehen Machtmissbrauch, sexuelle Gewalt, Korruption innerhalb der Polizei und eine Zeugin, die sich nicht traut auszusagen.
Handlung: Worum geht es in „Maria hat Angst“?
Bei einer ausgelassenen Feier eskaliert die Situation zwischen der jungen Polizistin Layla Rekabi und ihrem Kollegen Tommy Bockhorn. Er bedrängt sie massiv, sie stößt ihn zurück – und schlägt im nächsten Moment so brutal zu, dass Tommy ins Koma fällt. Layla spricht von Notwehr, doch zehn ihrer Kollegen sagen geschlossen gegen sie aus und behaupten, der Angriff sei grundlos erfolgt.

Anwältin Annabelle Martinelli steht vor einer kaum zu lösenden Aufgabe. Ihre Mandantin wirkt isoliert, verleumdet und von einem System zermalmt, das seine eigenen Strukturen schützt. Hinweise auf frühere Übergriffe werden ignoriert, die interne Frauenbeauftragte hält Distanz, und die Polizeikollegen erweisen sich als eingeschworener Block. Martinelli muss herausfinden, wer lügt, wer schweigt – und warum.
Zwei Frauen könnten Licht in den Fall bringen: Maria Morales, eine erschöpfte, alleinerziehende Kolumbianerin ohne gesicherten Aufenthaltsstatus, und Angela, die Frau eines beteiligten Polizisten. Beide haben den Vorfall gesehen. Beide haben Angst vor den Konsequenzen. Und beide entscheiden sich fürs Schweigen.
Gesellschaftlich hoch relevant: Metoo, Polizeigewalt und Korruption
Regisseur Lars Becker verknüpft in „Maria hat Angst“ das klassische Anwaltsdrama mit einem schonungslosen Blick auf interne Polizeistrukturen. Der Film zeigt einen Kosmos aus Korruption, Korpsgeist, Clan-Verbindungen und emotionalen Abhängigkeiten, in dem Loyalität oft wichtiger ist als Wahrheit.
Der Fall von Layla und Tommy ist nur der sichtbare Ausgangspunkt. Dahinter entfaltet sich ein Geflecht aus Schweigen, Deals, Schuld, Macht und Angst. Genau dieser Kontext macht „Maria hat Angst“ so bedrückend realistisch – und so relevant in Zeiten, in denen die Themen Metoo, Beamtengewalt und institutioneller Machtmissbrauch immer wieder Schlagzeilen prägen.
Warum du „Maria hat Angst“ heute sehen solltest
„Maria hat Angst“ zählt zu den stärksten deutschen Krimis des Jahres, weil er mutig erzählt, großartig gespielt und dramaturgisch außergewöhnlich dicht ist. Natalia Wörner überzeugt als Annabelle Martinelli mit einer Mischung aus Härte, Empathie und Müdigkeit gegenüber einem System, das an vielen Stellen bröckelt. Maral Keshavarz liefert als Layla eine wuchtige, verletzliche und schwer einzuordnende Performance. Amanda da Gloria berührt als Maria, deren Überlebenskampf im Schatten des eigentlichen Falls fast noch stärker wirkt als der Kriminalfall selbst.
Der Film ist unbequem, emotional und fordernd. Er verzichtet auf einfache Schuldzuweisungen und zeigt stattdessen, wie kompliziert Wahrheit werden kann, wenn Machtgefüge, Druck, Angst und persönliche Beziehungen ineinandergreifen. Genau dadurch bleibt „Maria hat Angst“ bis zum Schluss spannend.
„Maria hat Angst“ läuft heute um 20:15 Uhr auf ARTE und steht anschließend auch in der ARTE-Mediathek zur Verfügung.









