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"Trials of Mana" Test: So gut ist das Remake des JRPG-Klassikers wirklich!

Mit "Trials of Mana" hat Square Enix das nächste große Remake eines JRPG-Klassikers nach "Final Fantasy 7" heraus: Wie gut das Spiel wirklich ist, lest ihr hier!

Trials of Mana: So gut ist das Remake des JRPG-Klassikers wirklich!
"Trials of Mana" im Test: So gut ist das Remake des JRPG-Klassikers! Foto: Square Enix

Es war im Jahr 1993 als Square Enix mit "Secret of Mana" bzw. im Original "Seiken Densetsu 2" einen JRPG-Klassiker für den Super Nintendo herausbrachte, der sich innerhalb von kurzer Zeit einen absoluten Kultstatus erarbeiten konnte. Doch der Nachfolger namens "Trials of Mana", der als eines der schönsten Spiele der 16-bit-Ära gilt, schaffte es tatsächlich nie außerhalb Japans veröffentlicht zu werden. Erst im vergangenen Jahr gab die "Collection of Mana" für Nintendo Switch endlich vielen Spielern die Möglichkeit "Trials of Mana" knapp 25 Jahre nach dem Erst-Release in seiner ganzen Pracht zu erleben.

Doch nun bringt Square Enix mit "Trials of Mana" ein brandneues Remake des 16-bit-Klassikers raus. Nur wenige Wochen nachdem das "Final Fantasy 7 Remake" die Spielewelt mit einer durchaus gewagten und radikalen Neuauflage erobert hat, wählt "Trials of Mana" als Remake einen deutlich anderen Ansatz: Zwar präsentiert sich das Spiel in einer modernisierten und ganz neuen 3D-Perspektive für PS4 und Nintendo Switch, doch im Kern wurde versucht das Spielgeschehen fast 1 : 1 vom SNES-Klassiker auf die modernen Spieleplattformen zu übertragen. Mit insgesamt einer Hauptfigur und zwei von fünf weiteren Spielfiguren, die als Begleiter in den ersten beiden Spielstunden dazu stoßen, versuchen wir innerhalb der knapp 25-stündigen Einzelspieler-Kampagne die Welt zu retten, indem wir die Macht des legendären Mana-Schwerts für uns beanspruchen. In Echtzeit-Kämpfen nehmen wir es mit zahlreichen Widersachern auf, leveln unsere Figuren auf, erlernen neue Fähigkeiten, erledigen Hauptquests und einige Nebentätigkeiten – alles in typischer JRPG-Manier.

Trials of Mana | Square Enix
"Trials of Mana": Kämpfen in " Square Enix Foto: Square Enix

Dass ein Spiele-Klassiker nicht automatisch zu einer guten Neuauflage führt, mussten JRPG-Fans erst im vergangenen Jahr beim Remake von "Secret of Mana" leidlich feststellen: Die Umsetzung wirkte sehr lieblos und fiel bei den meisten Zockern komplett durch. Ob "Trials of Man" in dieser Hinsicht eine bessere Figur abgibt, lest ihr in den nächsten beiden Abschnitten.

"Trials of Mana": Das Positive

Was natürlich direkt ins Auge fällt, ist die brandneue 3D-Optik, die Square Enix dem "Trials of Mana"-Remake spendiert hat. Tatsächlich darf man hier kein Grafik-Spekatkel á la "Final Fantasy 7" erwarten, doch tatsächlich schafft es "Trials of Mana" den Charme seiner 16-bit-Vorlage mit seiner Präsentation auch in die Moderne zu übertragen. Dafür sorgen auch der exzellente Soundtrack sowie die vielen liebevollen kleinen Details, die in der Spielewelt eingestreut sind. 

Im Gegensatz zu vielen anderen JRPG-Vertretern setzt "Trials of Mana" auf ein Echtzeit-Kampfsystem, das gegenüber dem Original noch einmal deutlich überarbeitet wurde und uns im Test tatsächlich sehr gut gefallen hat: Wir visieren Widersacher an und können zwischen schwachen und starken Angriffen (die aufgeladen werden können) wählen und per Knopfdruck ausweichen. Daneben lassen sich per Shortcuts mächtige Spezialfähigkeiten aktivieren (sobald sie aufgeladen sind). Per Taste lässt sich das Kampfgeschehen aber auch pausieren, um bspw. Heilitems oder Zauber-Sprüche auszuwählen. Ähnlich wie bei FF7 kann man zu jederzeit per Taste zwischen den Party-Mitgliedern hin und her switchen. Bis auf unübersichtliche Kampfsituationen gegen viele Gegner agieren die KI-Begleiter aber insgesamt relativ durchdacht.

Auch der Schwierigkeitsgrad ist gut ausgewogen: Anfangs vielleicht noch etwas zu einfach, doch im Lauf der Spielzeit sorgen vor allem die Bosskämpfe für einige herausfordernde Momente. Mit knapp 25-Stunden-Spielzeit sowie Post-Game-Content bietet "Trials of Mana" auch einen soliden Spielumfang.

Trials of Mana Remake | Square Enix
Bildunterschrift eingeben Square Enix Foto: Square Enix

"Trials of Mana": Das Negative

So nett die neue 3D-Optik auch anzusehen ist, manchmal wirkt die Perspektive leider etwas chaotisch und unübersichtlich im Kampfgeschehen, da man die Kamera immer wieder selbst nachjustieren muss. Generell ist die Präsentation gut gelungen, allerdings weist selbst die PS4-Fassung ein paar Texturen-Probleme auf und verfügt über wirklich sehr viele Ladezeiten, da die Spielgebiete teilweise sehr klein ausfallen und immer wieder neu geladen werden müssen. Spielerisch wirkt "Trials of Mana" auf der einen Seite zwar herrlich Oldschool-mäßig, auf der anderen Seite aber auch furchtbar altbacken: Das viele Backtracking bei "Trials of Mana" wäre ebenso vermeidbar gewesen, wie das teils sehr zähe und naive Storytelling. Hier wäre weniger tatsächlich mehr gewesen.

An einer anderen Stelle hätten wir uns das Streichen von Inhalten allerdings nicht unbedingt gewünscht. Denn leider hat Square Enix ein entscheidendes Feature aus dem Original komplett entfernt: den Koop-Modus. Das liegt tatsächlich primär an der veränderten Perspektive, ist dennoch schade, da der Koop-Modus ein absolutes Markenzeichen der "Mana"-Reihe war.

"Trials of Mana": Unser Fazit

"Trials of Mana" ist ein charmanter Throwback zu einem absoluten JRPG-Klassiker der 16-bit-Ära. Die Neuauflage überzeugt mit ihrer liebevollen 3D-Optik, dem großartigen Soundtrack und dem cleveren Echtzeit-Kampfsystem. Dass sich die Macher sehr stark ans Original gehalten haben ist einerseits löblich, doch das etwas zu dominante Backtracking sowie das teilweise sehr simple Storytelling hätte etwas besser in die Moderne geführt werden können. Im Gesamten hinterlässt "Trials of Mana" jedoch einen insgesamt guten Testeindruck, vor allem für alle 16-bit-Fans, die sich noch einmal einem charmanten JRPG-Nostalgie-Trip hingeben wollen.

Das "Trials of Mana"-Remake ist ab dem 24. April 2020 auf PS4 und Nintendo Switch erhältlich!  

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