Tragisches Olympia-Aus! Snowboard-Star Cam Bolton bricht sich im Training den Hals
Schock bei den Olympischen Winterspielen: Australiens Snowboardcross-Star Cam Bolton bricht sich im Training zwei Halswirbel. Der 35-Jährige muss seine vierten Spiele vorzeitig beenden. Alle Infos zum Sturz, seinem Zustand und den Folgen für das Team.

Was als letzter Feinschliff für die Olympischen Winterspiele gedacht war, endete in einem dramatischen Albtraum: Der australische Snowboarder Cam Bolton (35) hat sich bei einem Trainingssturz in Livigno zwei Halswirbel gebrochen und muss seinen Olympia-Traum abrupt begraben.
Für den erfahrenen Snowboardcross-Spezialisten wären es die vierten Olympischen Spiele gewesen. Statt Wettkampf und Finalhoffnung heißt es nun: Krankenhaus!
Dramatischer Trainingssturz in Livigno
Der Unfall ereignete sich bei einer Übungseinheit im Livigno Snow Park. Zunächst schien der Sturz glimpflich verlaufen zu sein. Bolton wurde direkt nach dem Vorfall von seinem Team auf mögliche Symptome im Bereich von Kopf, Hals und Schulter untersucht. Anschließend kehrte er ins Hotel zurück.
Doch in der Nacht verschlechterte sich sein Zustand deutlich. Am Morgen klagte der 35-Jährige über zunehmende starke Nackenschmerzen. Die Entscheidung fiel schnell: Bolton wurde per Hubschrauber nach Mailand in ein Krankenhaus geflogen.
Dort folgte die bittere Diagnose: zwei Halswirbelfrakturen.
Olympia-Traum endet vorzeitig
Für Cam Bolton ist damit klar: Die Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo sind für ihn beendet. Der Australier hatte bereits 2014 in Sotschi, 2018 in Pyeongchang und 2022 in Peking teilgenommen – nun sollte das vierte Olympia-Kapitel folgen.
Wie schwer die Verletzung langfristig wiegt, ist derzeit noch offen. Klar ist jedoch: Der erfahrene Athlet wird intensiv medizinisch betreut. Seine Frau reiste unmittelbar zu ihm. Australiens Teamchefin Alisa Camplin-Warner erklärte: „Cam wollte seinen Teamkollegen klar machen, was los war, dass es ihm gut ging, dass er in guter Verfassung war und gut versorgt wurde.“
Auch an anderer Stelle betonte sie, Bolton sei trotz der schweren Diagnose gefasst und guter Dinge. Seinen Startplatz übernimmt nun James Johnstone, der damit zu seinem Olympia-Debüt kommt.
Lob von Weggefährten: „Wie guter Wein“
Die frühere australische Olympionikin Britt Cox zeigte sich tief betroffen – aber vor allem erleichtert, dass Bolton bei Bewusstsein ist. Sie sagte bei Nine Today: „Für Cam ist es daher verheerend, dass er uns nun nicht zeigen kann, wozu er fähig ist. Aber ehrlich gesagt bin ich einfach nur froh, dass er nach diesem schrecklichen Sturz wieder auf den Beinen ist.“
Über seine sportliche Entwicklung sagte sie außerdem: „Er ist einer dieser Athleten, die wie guter Wein mit dem Alter immer besser werden. In den letzten Jahren hat er sich stetig verbessert und wirklich gute Leistungen gezeigt. Bei diesen Spielen hätte er sein bestes Olympiaergebnis erzielen können.“
Verletzungsserie im australischen Team
Boltons Aus ist bereits die vierte Hiobsbotschaft für Australien bei diesen Spielen. Auch andere Athletinnen mussten verletzungsbedingt aufgeben:
Laura Peel, Medaillenhoffnung im Aerials, verletzte sich am Knie.
Daisy Thomas, junge Freeskierin, erlitt ebenfalls eine Knieverletzung.
Misaki Vaughan musste nach einer Kopfverletzung im Training ihre Olympia-Premiere abbrechen.
Teamchefin Camplin ordnete die Serie nüchtern ein: „Leider gehören Verletzungen im Wintersport dazu, und bei 53 Athleten, die relativ risikoreiche Sportarten ausüben, ist das leider nichts Ungewöhnliches.“
Cam Bolton galt als einer der erfahrensten Athleten im australischen Team. Gerade im Snowboardcross, einer Disziplin mit hohem Risiko und engen Positionskämpfen, sind Routine und Erfahrung entscheidend.
Auch Lindsey Vonn stürzte bei den Olympischen Winterspielen schwer!






