Real oder KI?

Tom Cruise kämpft gegen Brad Pitt: Warum Hollywood erschüttert ist

Ein Video sorgt gerade weltweit für Entsetzen. Darin kämpft Tom Cruise gegen Brad Pitt. Was die Filmszene schockiert: Es ist ein KI-Film...

Brad Pitt und Tom Cruise im Austausch
Die Hollywood-Stars Tom Cruise (63) und Brad Pitt (62) trafen sich nach 24 Jahren bei einer Film-Premiere wieder - jetzt sind sie gemeinsam in einem KI-Video zu sehen... Foto: IMAGO / FAMOUS

Das Video ist gerade mal 15 Sekunden lang – und trotzdem schreckt es Hollywood auf. Zu sehen sind Brad Pitt (62, hatte gerade mit „F1“ einen Erfolg) und Tom Cruise (63), die sich auf einem Hochhaus vor der Kulisse von Los Angeles einen erbitterten Kampf liefern. Doch die Szene wurde so nie gedreht. Es ist ein KI-Video – und wurde von dem Oscar-nominierten irischen Filmemacher Ruairí Robinson geteilt. Innerhalb kürzester Zeit wurde es 1,5 Millionen Mal aufgerufen.

Studios und Gewerkschaft kaufen Sturm

Gezeigt wurde das Video zuerst auf der Plattform Seedance 2.0. Sie gehört zu TikTok-Inhaber ByteDance. Doch der Regisseur sorgte dafür, dass es viral ging. Und Robinso veröffentliche eine weitere Szene aus dem Video. „Du hast Jeffrey Epstein getötet, du Tier. Er war ein guter Mann“, sagt der falsche Pitt mit einer Stimme, die dem Star auffallend ähnlich klingt. Der KI-Cruise antwortet mit einer ähnlich realistischen Stimme: „Er wusste zu viel über unsere Russland-Operationen. Er musste sterben, und jetzt stirbst du auch.“ 3 Millionen Mal wurde dieser Clip aufgerufen.

In Hollywood herrscht seitdem große Aufregung. Reagiert hat bereits SAG-AFTRA, die Gewerkschaft, die weltweit rund 170.000 Schauspieler und Entertainer vertritt. „SAG-AFTRA unterstützt die Studios, die eklatante Verletzung zu verurteilen, die durch das neue KI-Videomodell von Bytedance Seedance 2.0 ermöglicht wurde“, so die Organisation. Die unbefugte Nutzung der Stimmen und Gesichter der Schauspieler sei „inakzeptabel und untergräbt die Fähigkeit des menschlichen Talents.“

„Für uns ist es wohl aus“

Auch Deadpool-Autor Rhett Reese empört sie auf X: „Ich hasse es, das sagen zu müssen. Für uns ist es wohl aus“, so Reese. „So viele Menschen, die ich liebe, stehen vor dem Aus der Karriere, die sie lieben. Ich selbst fühle mich ebenfalls bedroht. Und später schrieb er noch: „Als ich schrieb, dass es vorbei sei, meinte ich das nicht unbekümmert oder flappsig. Mich hat das Pitt vs Cruise-Video umgehauen, weil es so professionell aussieht. Genau deshalb habe ich Angst. Wenn man wirklich denkt, dass das Pitt vs Cruise-Video nicht beeindruckend ist, hat man wohl nichts zu befürchten. Aber ich bin entsetzt.“

ByteDance hat auf die Kritik bereits reagiert. Es sollen Maßnahmen gegen Urheberrechtsverletzungen greifen, so das Unternehmen. Und: Man werde das geistige Eigentum und das Urheberrecht respektieren. Das Cruise-Pratt-Video sei Teil einer eingeschränkten Pre-Launch-Test-Phase gewesen. Mittlerweile werde man achtsamer vorgehen...

Quellen