Rain drop, drop top, Pittstop

„The Adventures of Cliff Booth“: Dreht Tarantino deswegen die Fortsetzung nicht?

Viele Parteien fragen sich, warum Quentin Tarantino seine „Once Upon a Time … in Hollywood“-Fortsetzung nicht selbst dreht. Nun scheint Bruce Dern die Antwort darauf zu liefern …

Brad Pitt und Quentin Tarantino werden in Cannes fotografiert. Sie machen beide dieselbe Pose mit ihren Sonnenbrillen.
Best buddies oder Todfeinde? Bruce Dern ordnet die Beziehung zwischen Quentin Tarantino und Brad Pitt neu ein. Foto: IMAGO / Panoramic by PsnewZ

Nachdem „The Adventures of Cliff Booth“ bereits verschoben wurde, bleiben etliche weitere Fragen rund um die Tarantino-Fortsetzung offen. Ist Leonardo DiCaprio dabei? Kommt der Film auch in Deutschland in die Kinos? Und wieso dreht Tarantino den Film eigentlich nicht selbst? Die Antwort auf die letzte Frage scheint gefunden zu sein – und ist überraschender, als man denkt.

Dreht Fincher deswegen „The Adventures of Cliff Booth“?

Die Nachricht, dass David Fincher sich um die Folgegeschichte von Cliff Booth kümmern soll, kam für viele überraschend, wirkte aber schnell logisch. Tarantino hat zwar mit „Kill Bill Vol. 2“ eine Fortsetzung inszeniert, da er diese aber eher als Teil eines Gesamtwerks sieht, zählen die beiden „Kill Bill“-Filme für ihn nur als ein Streifen. Immerhin möchte Tarantino innerhalb seiner Karriere nur zehn Filme drehen, was auch der Grund sein könnte, weshalb er Cliff Booth abgetreten hat.

Zumindest scheint es so, denn Berichte von Bruce Dern, der gemeinsam mit Brad Pitt und Tarantino für „Once Upon a Time … in Hollywood“ gedreht hatte, deuten darauf hin, dass die Stimmung zwischen den beiden mehr als angespannt war. Aber warum?

Harsche Worte oder Drohung? So ging Quentin Tarantino mit Brad Pitt um

Bruce Dern ist dafür bekannt, dass er gerne mal improvisiert, und das hat Brad Pitt in einer gemeinsamen Szene etwas aus der Bahn geworfen. So sehr tatsächlich, dass er darum bat, die Kamera anzuhalten. Dieser Umstand machte Tarantino aber überhaupt nicht glücklich und sorgte für harsche Worte: „Brad, was hast du gerade getan?“ Pitt erwiderte nur darauf, dass er die Kamera angehalten hätte, weil Bruce improvisiert habe.

Danach soll Tarantino die Fassung verloren haben. „Nie wieder wirst du in deinem Leben meine Dreharbeiten unterbrechen oder du bist tot im Showgeschäft“, so der Regisseur laut Erzählungen Derns.

Nun kann man auch vermuten, dass diese mehr als angespannte Situation dazu geführt haben könnte, dass David Fincher Tarantinos Drehbuch verfilmt. Ob das wirklich der Grund ist, bleibt trotzdem fragwürdig, denn Variety berichtet, dass Pitt und Tarantino augenscheinlich weiterhin sehr gut befreundet sein sollen.

Vielleicht klärt sich dieser Umstand rund um den Release des Films auf – spätestens dann, wenn man Pitt und Tarantino gemeinsam auf dem roten Teppich sehen sollte. „The Adventures of Cliff Booth“ soll am 25. November in den Kinos erscheinen. Am 23. Dezember schlägt der Film dann auf Netflix auf.

Quellen