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„Stralsund – Jetzt komm ich!“ heute im ZDF: Martin Brambach als tickende Zeitbombe

Heute Abend eskaliert „Stralsund“ im ZDF: In „Jetzt komm ich!“ spielt Martin Brambach einen gescheiterten Bauunternehmer, der zum Rachefeldzug ansetzt. Kommissarin Zabek gerät in Lebensgefahr. Alle Infos zu Handlung, Cast und unsere Kritik.

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Video: ZDF

Heute Abend meldet sich die ZDF-Krimireihe „Stralsund“ mit einer neuen, nervenaufreibenden Folge zurück. „Jetzt komm ich!“ läuft um 20.15 Uhr im ZDF und zeigt Kommissarin Jule Zabek in einer Extremsituation, die alles verändert. Im Mittelpunkt steht ein Mann, der nichts mehr zu verlieren hat und genau das macht ihn brandgefährlich.

Handlung: Ein Mann am Abgrund startet seinen Rachefeldzug

Detlev Schulte (Martin Brambach) hat genug. Insolvenz, Verrat durch den Geschäftspartner und das Gefühl, jahrelang ausgenutzt worden zu sein treiben den Bauunternehmer in die Enge. Für ihn ist klar: Jetzt holt er sich zurück, was ihm angeblich zusteht. Sein Feldzug beginnt mit einem perfiden „Scherz“, der tödlich endet, und gerät schnell außer Kontrolle.

In einem Innenraum: Mit großer Anstrengung im Gesicht, versucht Jule Zabek (Sophie Pfennigstorf) Detlev Schulte (Martin Brambach) von hinten in den Schwitzkasten zu nehmen.
Kann es Jule Zabek (Sophie Pfennigstorf) gelingen, Detlev Schulte (Martin Brambach) zu überwältigen? Foto: ZDF/Sandra Hoever

Als die Ermittler Jule Zabek (Sophie Pfennigstorf ) und Karl Hidde (Alexander Held) ihm auf den Fersen sind, scheint ausgerechnet Schultes Sohn Hannes der Schlüssel zum Fall zu sein. Doch der Vater setzt ihn massiv unter Druck. Bei einem Zugriff auf der Rügenbrücke kommt es zur Katastrophe: Zabek stürzt in die Tiefe und überlebt nur knapp. Den Vorfall verschweigt sie und bringt damit das Vertrauen im Team ins Wanken. Während Hidde selbst mit Schmerzen, Einsamkeit und Ärger mit dem neuen Polizeidirektor kämpft, läuft die Zeit. Können die Ermittler Schulte stoppen, bevor noch mehr passiert?

Cast: Martin Brambach als tragische Hauptfigur

Martin Brambach trägt diese Episode mit voller Wucht. Sein Detlev Schulte ist kein eindimensionaler Bösewicht, sondern ein gebrochener Mann, der zwischen Selbstmitleid, Wut und Größenfantasien schwankt. Man spürt seinen Absturz und versteht, warum er explodiert, auch wenn man seine Taten nicht entschuldigen kann.

+++ Martin Brambach ist in einer Gastrolle in „„Mord oder Watt? Die wilde Hilde“ zu sehen +++

Detlev Schulte (Martin Brambach) und sein Sohn Hannes (Marius Ahrendt) stehen im Durchgang eines Wohnzimmers. Im Hintergrund sitzt, unscharf zu erkennen, eine geknebelte Person, Peter Unger (Steffen Münster), auf einem Sessel. Detlev hält mit maliziösem Lächeln eine Zange und einen Hammer in die Höhe, Hannes steht daneben und blickt grimmig.
Welche Rolle spielt Schultes Sohn Hannes? Foto: ZDF/Sandra Hoever

Sophie Pfennigstorf zeigt erneut, warum sie der Reihe guttut. Ihre Jule Zabek ist angeschlagen, aber entschlossen. Die Nahtoderfahrung hinterlässt Spuren, körperlich wie seelisch. Alexander Held als Hidde Nowak bringt zusätzliche Spannung ins Teamgefüge. Er steht selbst unter Druck und lässt das auch seine Kollegin spüren. In weiteren Rollen sind unter anderem Steffen Münster und Carina Wiese zu sehen.

Kritik: Dicht, düster und emotional aufgeladen

„Jetzt komm ich!“ gehört zu den intensivsten Folgen der Reihe. Die Episode verbindet klassischen Krimi mit Thriller-Elementen und einem starken Drama um Schuld, Scheitern und verletzten Stolz. Die Geschichte entwickelt von der ersten Minute an einen Sog, dem man sich kaum entziehen kann.

Im klaustrophobischen Inneren der Stralsund-Brücke greift Detlev Schulte (Martin Brambach) Jule Zabek (Sophie Pfennigstorf) an, in dem er sie brutal am Kragen packt.
Auf den Angriff im Brückenpfeiler der Stralsund-Brücke war Jule Zabek nicht gefasst - ein gefährliches Terrain für einen Kampf. Foto: ZDF/Carol Burandt von Kameke

Besonders stark ist die Atmosphäre. Die Bilder von der Rügenbrücke und den kargen Schauplätzen an der Ostsee wirken rau und beklemmend. Gleichzeitig rückt die Folge gesellschaftliche Themen in den Fokus, etwa gescheiterte Lebensentwürfe und die Schattenseiten wirtschaftlicher Aufstiegsgeschichten. Der Showdown steigert die Spannung noch einmal deutlich und fordert Kommissarin Zabek bis an ihre Grenzen.

Wer heute Abend einschaltet, bekommt keinen gemütlichen Küstenkrimi, sondern ein intensives Drama mit hohem Puls. „Stralsund – Jetzt komm ich!“ zeigt, wie dünn die Linie zwischen Opfer und Täter manchmal ist.

Wer die Sendung im TV verpasst hat, kann sie jedrzeit in der ZDF-Mediathek schauen.