„stern TV Reportage“ heute: Was wurde aus René Ritter – schafft er den Neuanfang?
30 Jahre begleitet „stern TV“ die Familie Ritter aus Köthen – heute steht in der RTL-Reportage vor allem René Ritter im Mittelpunkt. Vom Alkohol gezeichnet, vom Gefängnis geprägt: Kann der älteste Sohn von Karin Ritter sein Leben endlich wenden?
Die genannten Produkte wurden von unserer Redaktion persönlich und unabhängig ausgewählt. Beim Kauf in einem der verlinkten Shops (Affiliate Link bzw. mit Symbol) erhalten wir eine geringfügige Provision, die redaktionelle Selektion und Beschreibung der Produkte wird dadurch nicht beeinflusst.

Kaum eine deutsche TV-Langzeitreportage hat das Publikum so lange beschäftigt wie die über die Familie Ritter aus Sachsen-Anhalt. Seit Mitte der 1990er-Jahre dokumentiert „stern TV“ das Leben des berüchtigten Clans aus Köthen – geprägt von Gewalt, Alkohol, Drogen und rechtsextremen Ansichten. Heute widmet sich RTL in der „stern TV Reportage – 30 Jahre Familie Ritter“ erneut der Familie. Im Fokus: René Ritter. Doch was ist aus ihm geworden?
René Ritter über sein Leben: „Scheiße draus gebaut“
René Ritter ist der älteste Sohn der 2021 verstorbenen Karin Ritter, die als Matriarchin der Familie galt. Bereits als Jugendlicher geriet er immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt. Gewalt, Alkoholprobleme und eine Nähe zu rechtsradikalen Ideologien bestimmten lange Zeit sein Leben.
Über Jahre hinweg schien sein Alltag eine Endlosschleife aus Haft, Entlassung und erneutem Rückfall zu sein. Ärzte prognostizierten ihm 2013 aufgrund einer Leberzirrhose, er habe nur noch wenige Jahre zu leben. Doch diese düstere Einschätzung bewahrheitete sich nicht.
In der aktuellen Reportage blickt René selbstkritisch auf sein Leben zurück. Er sagt offen, dass er aus seinem Leben nur „Scheiße draus gebaut“ habe.
Drei Jahre trocken – und dann kam der nächste Absturz
Zwischenzeitlich war René nach eigenen Angaben dreieinhalb Jahre clean. Doch der Tod mehrerer enger Familienmitglieder – darunter seine Mutter Karin und sein Bruder Andy, der laut Berichten im Sommer 2024 an einer Überdosis starb – warf ihn erneut aus der Bahn.
In einem Livestream erklärte René 2024, ein weiterer Todesfall habe ihm „die Beine weggeruppt“, weshalb er wieder zur Flasche griff. Laut Medienberichten begab er sich im selben Jahr erneut in eine Entgiftungsklinik. Auf dem Weg dorthin soll sein Promillewert noch extrem hoch gewesen sein.
Der Alkohol blieb lange sein Begleiter – auch aus Trauer, wie er in der Reportage zugibt. Er habe versucht, sich den Schmerz wegzutrinken. Doch das „hat auch nicht funktioniert“.
Neue Liebe für René Ritter?
Inzwischen scheint sich etwas verändert zu haben. René Ritter lernte eine Lehrerin aus dem Harz kennen. Für sie wolle er den Alkohol endgültig hinter sich lassen. Gemeinsam planten sie eine mehrmonatige Therapie in einer Entzugsklinik.
Laut Familienanwalt Jan-Robert Funck habe sich René deutlich stabilisiert. „Von seinem Allgemeinzustand her hat er sich wahnsinnig verbessert“, sagt er in der Reportage. Gesundheitlich und geistig sei er „total auf der Höhe“. Im Vergleich zum Beginn des Jahres sei das ein Unterschied wie „Tag und Nacht“.
Nach der Therapie wolle René arbeiten gehen und sich ein geregeltes Leben aufbauen. Ob dieser Vorsatz diesmal trägt, bleibt offen – zu oft gab es in der Vergangenheit Rückschläge.
Der Schatten der Familie bleibt
Während René um einen Neuanfang kämpft, sorgt die jüngere Generation der Ritters erneut für Schlagzeilen. Leon sitzt nach einer schweren Gewalttat im Gefängnis, Jasmin musste sich ebenfalls vor Gericht verantworten, Sara ringt mit ihrer Vergangenheit.
Die Geschichte der Familie Ritter bleibt eine Chronik von Verwahrlosung, Fremdenfeindlichkeit und Kriminalität – aber auch von gescheiterten Ausbruchsversuchen. Ob René nun tatsächlich den Befreiungsschlag schafft, ist eine der zentralen Fragen der heutigen Reportage.
„stern TV Reportage – 30 Jahre Familie Ritter“ heute bei RTL
Die aktuelle Folge läuft heute bei RTL. Im Mittelpunkt stehen René Ritter und die Frage, ob ihm ein nachhaltiger Neuanfang gelingt. Gleichzeitig wird auch die Entwicklung der nächsten Generation beleuchtet. Die Reportage ist zudem hier beim Streamingdienst RTL+ abrufbar.
Quellen
RTL+







