„Something Very Bad Is Going to Happen“: Ende erklärt – wird es eine Staffel 2 geben?
Am 26. März ist bei Netflix mit „Something Very Bad Is Going to Happen“ die neue Horrorserie der Duffer-Brüder gestartet – und hat direkt den Sprung in die Top Ten geschafft. Doch reicht das auch für eine zweite Staffel?

Während ihrer Hochzeitswoche erfährt Rachel in der neuen Netflix-Serie „Something Very Bad Is Going to Happen“, dass in ihrer Familie ein schrecklicher Fluch steckt. Am Tag der Hochzeit muss sie bis zum Sonnenuntergang jemanden heiraten, den sie wirklich für ihre große Liebe hält – sonst verblutet sie. Heiratet sie gar nicht, trifft der Fluch auch die Familie ihres Verlobten.
Während die Zeit abläuft, taucht Rachel immer tiefer in die düstere Vergangenheit ihrer Familie ein. Gleichzeitig beginnt sie, ihre Beziehung zu Nicky zu hinterfragen, die nicht so ist, wie sie dachte. Alte Wunden brechen auf, Wahrheiten kommen ans Licht, und beide müssen sich unangenehmen Realitäten stellen.
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Warum wurde Rachels Familie mit einem Fluch belegt?
Wir gehen mehrere hundert Jahre zurück: Eine Braut und ein Bräutigam stehen kurz vor der Hochzeit, als der Bräutigam plötzlich stirbt. Am Boden zerstört bittet das die Braut den Tod, ihre große Liebe zurückzubringen. Der Tod willigt ein – unter einer Bedingung: Jede zukünftige Generation ihrer Familie muss am Hochzeitstag bis zum Sonnenuntergang ihre Seelenverwandte heiraten, sonst verbluten sie. Verzweifelt nimmt sie den Handel an.
Jahre später steht ein Nachfahre vor einer schweren Entscheidung. Er ist verlobt, aber unsicher, ob seine Partnerin wirklich seine Seelenverwandte ist – und entscheidet sich gegen die Hochzeit. Dadurch greift der Fluch auch auf ihre Blutlinie über. Der Bräutigam, nun bekannt als „Der Zeuge“, ist fortan dazu verdammt, über Generationen hinweg jede Hochzeit dieser Familie mitzuerleben. Mit der Zeit macht er daraus ein grausames Spiel: Er sammelt Andenken von den blutigen Hochzeiten und wird zu einer unheimlichen, stets präsenten Figur bei den zum Scheitern verurteilten Trauungen.
Und hier kommt Rachel ins Spiel: Sie ist eine Nachfahrin der damaligen Verlobten des „Zeugen“ und ebenfalls an den Fluch gebunden. Wenn sie bis zum Sonnenuntergang nicht ihre wahre Liebe heiratet, droht ihr ein schreckliches Schicksal. Wie in Episode 4 gezeigt wird, starb bereits ihre Mutter auf blutige Weise – weil Rachels Vater nicht ihr Seelenverwandter war.

Wird der Fluch aktiviert?
Rachel überlegt kurz, einen Trank zu trinken, der garantieren könnte, dass Nicky ihre Seelenverwandte ist. Doch sie entscheidet sich dagegen und setzt stattdessen ganz auf ihr Vertrauen in ihn. Als sie zum Altar schreitet, ist sie überzeugt, dass er der Richtige ist – sie weigert sich, sich selbst für das Bild der „perfekten Braut“ zu verbiegen, und vertraut ihrem eigenen Gefühl. Nicky hingegen beginnt zu zweifeln: Nachdem er erfahren hat, dass seine Mutter seinen Vater betrogen hat, stellt er die Ehe grundsätzlich infrage.
Trotz Rachels Warnung, dass ein Abbruch der Hochzeit verheerende Folgen für seine Familie hätte, sagt Nicky, dass er nicht heiraten will. Er glaubt nicht an den Fluch und nimmt ihre Worte nicht ernst. Dieser Moment verändert alles: Je näher der Sonnenuntergang rückt, desto klarer wird, dass Rachel nicht nur nicht heiraten wird – sie glaubt auch nicht mehr, dass Nicky ihre große Liebe ist. Sein Verhalten lässt sie den Glauben an ihn verlieren.
Der Fluch setzt ein und greift auf Nickys Familie über. Von da an beginnen alle Verwandten, die verheiratet sind und nicht wirklich an ihre Seelenverwandtschaft glauben, qualvoll zu verbluten. Nur Nickys Bruder Jules und seine Frau Nell überleben – und ausgerechnet sie entpuppen sich als die einzigen echten „Soulmates“ der Geschichte, obwohl sie eigentlich kurz davor waren, sich scheiden zu lassen.
In Panik versucht Nicky, das Unheil aufzuhalten, und heiratet Rachel doch noch überstürzt – obwohl es bereits zu spät ist. Rachel stirbt, weil sie jemanden geheiratet hat, den sie nicht für ihre große Liebe hält. In einer düsteren Wendung wird sie als „Zeugin“ wiedergeboren und ist dazu verdammt, über Generationen hinweg jede Hochzeit in Nickys Familie mitzuerleben.
Nach ihrer Wiedergeburt nimmt Rachel ein letztes Mal Abschied von Nicky. Er liegt zusammengesunken auf dem Boden, ein Stofftier in der Hand, nachdem fast seine gesamte Familie auf grausame Weise ums Leben gekommen ist. Kühl und sichtlich genervt fragt sie ihn lediglich nach ihrem Feuerzeug, bevor sie das Haus verlässt und sich endgültig von ihm trennt.
Zum Schluss steigt sie ins Auto, zündet sich eine Zigarette an und fährt mit einem Lächeln im Gesicht davon.
„Something Very Bad Is Going to Happen“: Wie steht es um eine Staffel 2?
Netflix hat sich bislang nicht dazu geäußert, wie es mit „Something Very Bad Is Going to Happen“ weitergeht. Ob eine zweite Staffel kommt, hängt – wie üblich – von den Leistungsdaten ab: also davon, wie oft die Serie gestreamt wird, wie lange sie sich in den Netflix-Top-10 hält und wie groß das allgemeine Interesse ist. Diese Zahlen wertet der Streamingdienst in der Regel über mehrere Monate hinweg aus, bevor eine Entscheidung fällt.
Zumindest Showrunnerin Haley Z. Boston hat sich in einem Interview offen für eine Fortsetzung gezeigt und erklärt: „Das wäre eine großartige Möglichkeit. Diese Geschichte ist sehr persönlich für mich. Sie entstand aus einer echten Angst von mir – etwas, das ich genutzt habe, um meine eigenen Ängste zu erforschen. Ich habe die Serie auch als mögliche Anthologie gedacht, und bei der nächsten existenziellen Angst müsste ich herausfinden, was ich dort erzählen möchte.
Horror geht für mich sehr tief. Er erlaubt es, Tabuthemen zu erforschen und innere Ängste nach außen zu tragen. Ich habe viele Ängste – also bin ich sicher, dass es noch mehr gibt, aus denen ich schöpfen kann.“

Das würde allerdings bedeuten, dass eine mögliche zweite Staffel wohl nicht direkt an die erste anknüpft, sondern mit neuen Figuren und einer neuen Geschichte arbeitet. Ein Wiedersehen mit Rachel wäre in diesem Fall eher unwahrscheinlich.
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Gleichzeitig hat Nicky Darsteller Adam DiMarco auch einige Ideen, in welche Richtungen man die Serien entwickeln könnte. „Es könnte einen Zeitsprung geben, man könnte nahtlos ansetzen, es könnte die Geschichte eines anderen Fluchs sein. Wer weiß das schon? Wir könnten auch wie „American Horror Story“ sein, wo derselbe Cast unterschiedliche Charaktere spielt.“
Auch Camila Morrone hat eine Idee: „Ich könnte mir vorstellen, dass Nicky tatsächlich versucht, Rachel zu finden.“ DiMarco hat dem noch einiges bezufügen: „Sobald er realisiert, dass er nicht halluziniert hat, könnte er vielleicht versuchen, sie zu finden, um mit ihr zu einem gemeinsamen Abschluss zu kommen. Ich meine, er ist nicht gestorben. Er glaubt immer noch, dass sie seine Seelenverwandte ist. Und sie könnte das früher oder später auch realisieren.“
Selbst Boston findet noch Wege, die Geschichte weiterzuspinnen: „Zu einem bestimmten Zeitpunkt dachte ich mir: Was ist, wenn Jude in ein paar Jahren heiratet und Rachel ist da, weil sie unsterblich ist? Oder es ist Nickys nächste Hochzeit, der sie beiwohnen muss.“
Doch selbst wenn Netflix grünes Licht gibt, dürfte es noch dauern: Unter Berücksichtigung üblicher Produktionszeiten wäre eine Fortsetzung frühestens im Sommer 2027 denkbar – realistischer erscheint jedoch ein Start im Herbst desselben Jahres.










