Fernsehen

SOKO Leipzig: Dieser TV-Kommissar hört nach 25 Jahren auf!

Nach einem Vierteljahrhundert, 518 Folgen und unzähligen Fällen verabschiedet sich ein echtes Urgestein der ZDF-Krimireihe „SOKO Leipzig“ mit der heutigen Ausgabe von seinem Team.

Kim Nowak (Amy Mußul), Jan Maybach (Marco Girnth), Moritz Brenner (Johannes Hendrik Langer) und Ina Zimmermann (Melanie Marschke).
An diesen Abschied müssen sich Fans von „SOKO Leipzig“ erstmal gewöhnen. Foto: ZDF/Uwe Frauendorf/Irek Herok

Für viele Zuschauer ist er untrennbar mit der Serie verbunden: Marco Girnth (55) gibt nach 25 Jahren seinen Ausweis als ZDF-Kommissar ab. Der Schauspieler verlässt die Erfolgsserie „SOKO Leipzig“, in der er seit dem Jahr 2000 als Chefermittler Jan Maybach vor der Kamera stand. Mit 518 Folgen zählt Girnth zu den dienstältesten TV-Kommissaren Deutschlands. Sein letzter Auftritt ist am Freitag um 21.15 Uhr im ZDF zu sehen.

Den Abschied von der Serie hat Girnth bereits im Sommer gemeinsam mit Cast und Crew gefeiert – ein emotionaler Moment, wie er selbst berichtet: „Dabei sind viele Tränen geflossen.“ Ganz spurlos geht der Abschied auch an ihm nicht vorbei. Er spricht von Wehmut und einem ambivalenten Gefühl, weil dieses Kapitel nun endgültig endet.

„Der richtige Zeitpunkt für etwas Neues“

Hauptkommissar Hajo Trautzschke (Andreas Schmidt-Schaller, 2.v.re.) und seine Mitarbeiter Oberkommissar Jan Maybach (Marco Girnth,r.), Oberkommissarin Ina Zimmermann (Melanie Marschke, li.) und Kommissar Miguel Alvarez (Gabriel Merz, 2.v.li.).
So fing für Marco Girnth (r.) damals alles an. Foto: ZDF / Uwe Frauendorf

Die Entscheidung sei ihm nicht leichtgefallen, habe aber lange in ihm gearbeitet. „Ich habe lange mit der Entscheidung rumgeschleppt und abgewogen. Aber nach 25 Jahren etwas Neues zu machen, ist die richtige Entscheidung“, erklärt Girnth. Wichtig war ihm, die Serie auf einem Höhepunkt zu verlassen – und nicht erst dann, wenn man ihm anmerkt, dass die Rolle zur Routine geworden ist.

Mit einem Augenzwinkern sagt er, er habe verhindern wollen, dass die Leute irgendwann denken: „Der kommt ja gar nicht mehr aus dem tiefergelegten 3er-BMW.“

Olivenernte statt Dauerdreh

Was nun kommt, klingt überraschend bodenständig: Marco Girnth will Oliven ernten. Gemeinsam mit seiner Familie verbrachte er zuletzt Zeit in Italien, südlich von Siena. Dort lernte er die Besitzer eines großen Olivenhains kennen, die ihn kurzerhand zur Ernte einluden. „Da konnte ich jetzt spontan Ja sagen. Sowas konnte ich früher nie machen“, sagt der Wahl-Berliner, der seit 27 Jahren mit Schauspielkollegin Katja Woywood verheiratet ist.

Ganz von der Schauspielerei verabschiedet sich Girnth jedoch nicht. Er bleibt Teil von Formaten wie „Praxis mit Meerblick“ und den „Frühling“-Filmen, wenn auch in deutlich kleinerem Umfang. Zudem erfüllte er sich einen lang gehegten Traum und drehte erstmals einen eigenen Kurzfilm mit dem Titel „Wird das noch was?“ – ein Projekt, mit dem er sich nun bei Festivals bewirbt.

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