Zwei Spiele fallen aus

Bundesliga: Absage wegen Schneechaos – nächste Partie betroffen

Heftiger Schneefall und Sturmtief „Elli“ wirbeln den Bundesliga-Spieltag durcheinander: Nach St. Pauli gegen Leipzig wurde nun auch Bremen gegen Hoffenheim abgesagt.

Ein Bundesliga Ball steckt im Schnee fest!
Schon zwei Spiele können zum Bundesliga-Auftakt nicht angepfiffen werden! Foto: IMAGO / Eibner

Update: Nächste Bundesliga-Partie abgesagt – auch Bremen gegen Hoffenheim fällt aus

Das Schnee- und Sturmchaos in der Bundesliga hat nun weitere Konsequenzen. Nach der Absage der Partie FC St. Pauli gegen RB Leipzig steht fest: Auch das Spiel zwischen Werder Bremen und der TSG Hoffenheim findet nicht statt.

Wie die DFL sowie beide Klubs am Freitagnachmittag mitteilten, musste die Begegnung im Weserstadion ebenfalls witterungsbedingt abgesagt werden. Grund sind flächendeckende Vereisungen und massive Schneeverwehungen im und rund um das Stadion. Eine sichere Durchführung sei angesichts der Auswirkungen des Sturmtiefs „Elli“ nicht gewährleistet.

Sturmtief „Elli“ bringt Spielplan durcheinander

Damit sind innerhalb weniger Stunden zwei Spiele des 16. Bundesliga-Spieltags abgesagt worden. Ursprünglich waren für den Samstagnachmittag fünf Partien angesetzt, aktuell sollen nach Stand Freitagnachmittag nur noch drei Spiele wie geplant stattfinden.

Bereits zuvor hatte die DFL das Spiel St. Pauli gegen Leipzig wegen erheblicher Sicherheitsbedenken rund um das Millerntor-Stadion gestrichen. Nun trifft es auch Bremen, wo insbesondere vereiste Flächen und Schneeverwehungen ein zu großes Risiko darstellten.

Nachholtermine noch offen

Für beide abgesagten Begegnungen stehen Nachholtermine bislang nicht fest. Klar ist jedoch schon jetzt: Der ohnehin enge Spielkalender wird für die betroffenen Teams weiter verdichtet. Fans müssen sich weiterhin auf kurzfristige Entscheidungen einstellen, sollte sich die Wetterlage nicht rasch entspannen.

Sicherheitsbedenken geben den Ausschlag – nicht der Rasen

Dabei lag das eigentliche Problem nicht dort, wo viele Fans es vermutet hätten. Der Rasen im Millerntor-Stadion galt trotz anhaltenden Schneefalls als grundsätzlich bespielbar. Nach Informationen aus dem Umfeld des Vereins stellten jedoch große Schneemengen auf den Tribünen und vor allem auf den Stadiondächern ein erhebliches Risiko dar.

Besonders heikel: Auf einem der Dächer befindet sich eine umfangreiche Solaranlage, deren Räumung nicht nur aufwendig, sondern auch sicherheitstechnisch problematisch ist. Hinzu kamen starke Windböen, die immer neue Schneeverwehungen verursachten und das bestehende Sicherheitskonzept zusätzlich belasteten.

St. Pauli wollte spielen – doch das Risiko war zu groß

Noch wenige Tage zuvor hatte St.-Pauli-Trainer Alexander Blessin betont, dass sein Team fest mit der Austragung rechne. Auf der Pressekonferenz sagte er: „Wir gehen davon aus, dass das Spiel stattfindet. Wir wollen spielen! Und bereiten uns dementsprechend vor. Darauf ist alles fokussiert. Es gibt keinen Plan B.

Diese Zuversicht konnte jedoch nicht lange aufrechterhalten werden. Mit zunehmendem Schneefall und sich verschärfender Wetterlage wuchs das Risiko – bis letztlich keine andere Entscheidung mehr möglich war.

Zusätzlich spielte die komplizierte Reisesituation eine Rolle. RB Leipzig wollte eigentlich am Freitag um 17 Uhr per Flugzeug nach Hamburg reisen, doch auch der Flughafen kämpfte mit Schnee und Eis. Je näher der geplante Abflug rückte, desto dringlicher wurde eine Entscheidung – nicht zuletzt, um Mannschaft, Staff und Fans Planungssicherheit zu geben.

Absagen bleiben trotz allem die Ausnahme

Trotz moderner Rasenheizungen, besserer Infrastruktur und detaillierter Sicherheitskonzepte sind witterungsbedingte Spielabsagen in der Bundesliga selten geworden. Die letzte Partie, die wegen Winterwetters abgesagt wurde, war Mainz 05 gegen Union Berlin im Januar 2024, damals aufgrund gefährlicher Eisbildung auf den Tribünen.

Dass nun erneut mehrere Klubs gleichzeitig betroffen sind, verdeutlicht die außergewöhnliche Lage.

Quellen