„Pluribus“: Ende erklärt! Nutzt Carol in Staffel 2 wirklich die SPOILER?
Nach neun Episoden ist die erste Staffel von „Pluribus“ auf Apple TV zu Ende. Das Finale gibt bereits eine klare Richtung für Staffel 2 vor.

Die erste Staffel von „Pluribus“ präsentierte dem Publikum direkt zu Beginn eine äußerst interessante Ausgangslage. Anschließend ließ man sich inhaltlich allerdings viel Zeit – ein Wagnis, das Serienschöpfer Vince Gilligan sicher nur gewährt wurde, weil er durch „Breaking Bad“ und „Better Call Saul“ einen kreativen Freifahrtschein von Apple TV erhalten hat.
Während die meisten anderen Serien die Handlung mit jeder Folge deutlich vorantreiben, nimmt Gilligan eher das Tempo heraus und hinterfragt vielmehr, was überhaupt die Handlung ist. Während ein Teil der Zuschauer sicher war, es hier mit einem Science-Fiction-Thriller über eine außerirdische Invasion zu tun zu haben, ärgern sich andere vor allem über die Hauptfigur Carol, die sich deutlich dagegen weigert, ihr scheinbares Glück in der allgegenwärtigen Schwarmintelligenz zu finden.
Was ist richtig, was ist falsch? Das muss jeder für sich entscheiden. Auch Carol macht in Staffel 1 eine große Wandlung durch und muss durch die aufgezwungene Einsamkeit hinterfragen, was sie wirklich will.
Carol und Manousos – ein seltsames Paar

In den letzten Episoden der ersten Staffel kehrt die Schwarmintelligenz auf Carols Wunsch hin nach Albuquerque zurück. Carol zeigt sich nun offener, stellt mehr Fragen und vermittelt nicht mehr den Eindruck, dass sie dem kollektiven „Wir“ schaden will. Heimlich sammelt sie auf diese Art Informationen und genießt dabei auch die Gesellschaft von Zosia.
Dafür muss Carol ihre Zweifel immer wieder herunterschlucken, denn sie entwickelt Gefühle für Zosia – auch wenn sie weiß, dass Zosia sie auf eine deutlich andere Art liebt.
Mit der Ankunft von Manousos ändert sich die Lage noch einmal deutlich. Einige Wochen früher wäre Carol sicher glücklich über dieses Treffen gewesen, doch Manousos’ Ablehnung der Schwarmintelligenz ist zu extrem, während sich Carol mit den neuen Umständen immer weiter arrangiert.
Erstmals seit langer Zeit fühlt Carol sich unsicher mit einem „echten“ Menschen in ihrer Nachbarschaft, der durch seinen freien Willen unvorhersehbar ist.
Als er bei seinem Versuch, die Schwarmintelligenz zu umgehen und Kontakt mit einer einzelnen Person herzustellen, wieder einen Anfall bei allen hervorruft, erkennen „sie“ eine potenzielle Bedrohung und verlassen erneut Albuquerque – zusammen mit Carol.
Carol vs. den Schwarm

Gemeinsam mit Zosia verbringt Carol einige schöne Tage an paradiesischen Orten, doch es fällt ihr noch immer schwer, ihr Glück einfach zu akzeptieren. Zosia meint daraufhin, dass Carol ohnehin mehr Glück als jemals zuvor empfinden werde, sobald sie Teil des „Wir“ wird – etwas, das Carol bisher immer vollständig ausgeschlossen hat.
Doch die Situation hat sich geändert: Carol muss sich nicht mehr zu einer Stammzellenspende bereit erklären, damit die Schwarmintelligenz einen Wirkstoff für sie herstellen kann. Die Eizellen, die Carol einst hat einfrieren lassen, reichen dafür nämlich schon aus. Und in einem Monat – vielleicht auch etwas mehr – wird Carol eine von „ihnen“, ob sie nun will oder nicht.
Daraufhin lässt sich Carol von Zosia zurück nach Albuquerque bringen. Doch sie kommt nicht allein: Ein Container wird in ihrer Auffahrt abgeladen, bevor Zosia wieder wegfliegt.
Carol erklärt Manousos, dass auch sie sich jetzt an der Rettung der Menschheit beteiligen will. Und was befindet sich im Container? Eine Atombombe.
So geht „Pluribus“ in Staffel 2 weiter
Wie könnten Carol und Manousos eine Atombombe nutzen, um die Welt zu retten? Ist die Bombe eher eine Notlösung, um die Welt nicht der Schwarmintelligenz zu überlassen, falls alle anderen Versuche fehlschlagen?
Vermutlich will Carol die Atombombe nutzen, um die Kommunikation der Schwarmintelligenz zu stören. Es geht also weniger um die Zerstörung, sondern vielmehr um den elektromagnetischen Impuls, der durch die Detonation ausgelöst wird.
Auch wenn der Vergleich hinkt, sieht Carol die wortlose Verbindung zwischen dem Großteil der Menschheit als eine Art Radiosignal. Wenn dieses Signal lahmgelegt wird, dürfte aus dem „Wir“ wieder ein „Ich“ werden – zumindest für eine gewisse Zeit.
Manousos selbst informierte sich ebenfalls schon über elektronische Wellen. Es ist anzunehmen, dass Zosia ihm von dem Plan erzählt hat, die Informationen der Schwarmintelligenz mithilfe einer großen Antenne ins All zu schicken. Auch das ließe sich durch die Atombombe verhindern – einerseits durch die Zerstörung der Antenne selbst, andererseits durch den elektromagnetischen Impuls.
Dadurch bekommt Staffel 2 von „Pluribus“ eine deutlich klarere Richtung als Staffel 1. Welchen Plan werden Carol und Manousos entwickeln? Wird die Schwarmintelligenz sich ihnen irgendwann in den Weg stellen? Und beteiligen sich einige der verbliebenen „normalen“ Menschen?
Wann startet „Pluribus“ Staffel 2 auf Apple TV?
Die zweite Staffel von „Pluribus“ ist bereits bestätigt, allerdings ist noch nicht bekannt, wann die Dreharbeiten zu den neuen Folgen beginnen. An den Drehbüchern wird bereits gearbeitet, doch mit einem Start von Staffel 2 ist dennoch nicht vor 2027 zu rechnen.










