Paukenschlag bei RTL: „Punkt 6“, „Prominent“ und weitere Shows werden abgesetzt
RTL räumt radikal auf: Gleich mehrere bekannte Sendungen wie „Punkt 6“ und „Prominent“ werden gestrichen.

Bei RTL stehen große Veränderungen an! Im Zuge des Restrukturierungsprogramms „Shift 2026“ krempelt der Sender sein News- und Magazinangebot komplett um. Besonders betroffen: die Redaktion von RTL News. Die Teams von RTL und Vox werden zusammengelegt, ein zentraler Newsroom in Köln sowie ein Pendant in Berlin sollen künftig für mehr Effizienz sorgen.
Für die Zuschauer bedeutet das: Einige Formate, die seit Jahren zum festen Programm gehören, verschwinden schon bald aus dem TV.
Morgenmagazine und Promi-Shows vor dem Aus
Die wohl auffälligste Änderung betrifft die beliebten „Punkt“-Morgenmagazine. „Punkt 6“, „Punkt 7“ und „Punkt 8“ werden im Frühjahr 2026 eingestellt. Stattdessen plant RTL gemeinsam mit ntv ein neues, gemeinsames Morgenprogramm mit dem Arbeitstitel „Deutschland am Morgen“. Ein genauer Starttermin steht noch nicht fest, da das neue ntv-Studio aktuell noch gebaut wird. Auch wer die neue Morgenshow moderieren wird, ist bislang offen.
Doch nicht nur am Morgen wird umgebaut: Die Promi-Magazine „Gala“ (RTL) und „Prominent“ (Vox) laufen bereits am kommenden Wochenende zum letzten Mal. Das Kurzformat „#VOXStimme“ wird ebenfalls eingestellt. Künftig will RTL alle VIP- und People-Themen unter der Marke „Exclusiv“ bündeln – die Sendung läuft ab dem 17. Januar dann auch samstags.
RTL setzt auf News und Investigativ – weniger Factual Entertainment
In der Primetime konzentriert sich RTL News künftig auf investigative Formate wie „Team Wallraff“, „Stern investigativ“ und das Magazin „Extra“. Aus dem Bereich Factual Entertainment zieht sich der Sender hingegen zurück. Auch online wird gespart: Wetter.de verschwindet als eigene Portalmarke, Sport.de geht an den bisherigen Partner Heimspiel Medien GmbH & Co. KG.
Stellenabbau und neue Strukturen
Die Umstrukturierung hat auch Folgen für die Mitarbeiter: Im Bereich RTL News werden 230 Stellen gestrichen. ntv sowie „stern“, „Geo“ und „Capital“ sind laut RTL Deutschland von den Kürzungen nicht direkt betroffen. Die Veränderungen erfolgen in enger Abstimmung mit dem Betriebsrat und sollen möglichst sozialverträglich durch Abfindungsangebote umgesetzt werden. Betriebsbedingte Kündigungen will man vermeiden.
„Schmerzhafte, aber notwendige Entscheidungen“
Martin Gradl, Geschäftsführer von RTL News und ntv, betont: „Entscheidungen wie diese fallen uns nicht leicht und sind sehr schmerzhaft. Gleichzeitig sind sie notwendig geworden, um RTL News weiterhin in einer starken und zukunftssicheren Position zu halten. Uns ist bewusst, wie sehr diese Veränderungen einzelne Menschen treffen. Hinter jeder Kollegin und jedem Kollegen stehen persönliche Geschichten, Engagement und viele Jahre Loyalität – dafür sind wir zutiefst dankbar. Wir werden diesen Prozess verantwortungsvoll, fair und so transparent wie möglich gestalten.“







