Es wird dramatisch

Neue Ermittlerin beim „Kroatien-Krimi“: Was verheimlicht Valessa wirklich?

Mit Romina Küper bekommt „Der Kroatien-Krimi“ eine neue Ermittlerin und die sorgt schon nach wenigen Minuten für Spannungen ...

Die Kommissarin aus Zagreb Valessa Matkovic (Romina Küper) ermittelt auf eigene Faust.
Die Kommissarin aus Zagreb Valessa Matkovic (Romina Küper) ermittelt auf eigene Faust. Foto: ARD Degeto Film/Sinisa Glogoski, honorarfrei

Beim „Kroatien-Krimi“ bleibt nach dem Ausstieg von Lenn Kudrjawizki kaum Zeit zum Durchatmen. Denn mit Valessa Matkovic betritt eine neue Ermittlerin die Bühne, die das Team in Split ordentlich durcheinanderwirbelt.

Schon in ihrem ersten Fall „Mord am Jadro“ fiel die neue Kommissarin durch riskante Alleingänge, Lügen und kompromisslose Methoden auf. Jetzt zeigt die aktuelle Folge „Gefahr im Verzug“ endgültig, warum Valessa so handelt und warum sie den Zuschauerinnen und Zuschauern aktuell besonders im Gedächtnis bleibt.

Nach Emil Perica beginnt beim „Kroatien-Krimi“ eine neue Ära

Für viele Fans war der Abschied von Lenn Kudrjawizki ein emotionaler Einschnitt. Seit 2016 spielte er Kommissar Emil Perica und gehörte damit zu den prägenden Gesichtern der beliebten ARD-Reihe. In der Handlung verlässt Emil Split, um künftig die Mordkommission in Šibenik zu leiten. Besonders Chefermittlerin Stascha Novak fällt der Abschied schwer.

Doch lange bleibt keine Zeit für Traurigkeit. Mit Valessa Matkovic bekommt das Ermittlerteam sofort eine Nachfolgerin, die kaum unterschiedlicher sein könnte.

Romina Küper bringt frischen Wind in die Krimireihe

Gespielt wird Valessa von Schauspielerin Romina Küper. Vielen Zuschauerinnen dürfte sie bereits aus Produktionen wie „Totenfrau“, „Polizeiruf 110“, „SOKO Leipzig“ oder „Um Himmels Willen“ bekannt sein.

Im „Kroatien-Krimi“ zeigt sie sich nun besonders kämpferisch, impulsiv und kompromisslos. Über ihre Rolle sagte Küper selbst, Valessa sei „eine wahnsinnig spannende Frauenfigur - sehr präsent, sportlich, energiegeladen und mit einem klaren Willen“.

Und genau das sorgt innerhalb des Teams schnell für Konflikte.

„Gefahr im Verzug“ beantwortet endlich die offenen Fragen

Während Valessa im ersten Fall noch geheimnisvoll wirkte, liefert „Gefahr im Verzug“ nun die Hintergründe für ihr Verhalten. Im Mittelpunkt steht diesmal Geschäftsmann Drago Varga, gespielt von Felix Klare. Der selbstbewusste Unternehmer gerät in Verdacht, Frauen vergewaltigt und ermordet zu haben. Als eine Frauenleiche angespült wird, verdichten sich die Hinweise gegen ihn.

Besonders auffällig: Valessa reagiert extrem emotional auf den Fall. Schnell wird klar, dass deutlich mehr hinter ihrer Besessenheit steckt. Denn Drago Varga scheint eng mit ihrer Vergangenheit verbunden zu sein.

Valessa geht erneut gefährliche Wege

Wie schon bei ihrem Einstand handelt Valessa auch diesmal oft auf eigene Faust. Gemeinsam mit ihrem Freund Miran versucht sie sogar heimlich Beweise gegen Varga zu platzieren – ein riskanter Plan, der völlig außer Kontrolle gerät.

Damit bringt sie nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Kolleginnen und Kollegen in Gefahr. Chefermittlerin Stascha Novak merkt immer deutlicher, dass ihre neue Kollegin Geheimnisse vor ihr verbirgt. Trotzdem wächst zwischen den beiden langsam eine vorsichtige Verbindung.

Regisseurin Carolina Hellsgård beschreibt ihre Beziehung als „eine zaghafte Freundschaft“.

Felix Klare spielt den perfekten Gegenspieler

Mit Felix Klare bekommt die Reihe gleichzeitig einen besonders starken Antagonisten. Sein Drago Varga ist charmant, manipulativ und bestens vernetzt. Gerade diese Mischung macht die Ermittlungen so kompliziert. Denn obwohl vieles gegen ihn spricht, fehlt den Ermittlerinnen zunächst der entscheidende Beweis.

Dadurch entwickelt sich „Gefahr im Verzug“ deutlich spannender und emotionaler als der vorherige Fall.