Er hat seinen 13-jährigen Sohn erschossen

Nach tödlichem Schusswaffenunfall: Stiefsohn von „Dog – Der Kopfgeldjäger“ Duane Chapman festgenommen

Anthony, der 13-jährige Stiefenkel von Duane „Dog“ Chapman, wurde im Juli 2025 von seinem Vater erschossen. Nun droht diesem eine Lebenslange Haftstrafe.

Duane „Dog“ Chapman mit Iro und entsetztem Blick
Duane „Dog“ Chapman trauert um seinen Stiefsohn Anthony (13). Foto: IMAGO / YAY Images IMAGO / YAY Images

Ein Todesfall hat die Familie des Reality-Stars Duane „Dog“ Chapman erschüttert. Der 13-jährige Anthony, Stiefenkel des „Dog the Bounty Hunter“-Stars, kam am 19. Juli 2025 in Naples, Florida, durch eine Schusswaffe ums Leben – offenbar versehentlich durch seinen eigenen Vater, Gregory Zecca, ebenfalls an der Serie beteiligt.

Polizei spricht von tragischem Vorfall

Laut Medienberichten, darunter TMZ, wurde gegen 20 Uhr Ortszeit ein Notruf abgesetzt. Die örtliche Polizei bezeichnete das Geschehen zum damaligen Zeitpunkt als „isolierten Vorfall“, bei dem keine Festnahmen vorgenommen wurden. Am Tag des Unglücks wurde von einem versehentlichen Schusswaffenunglück ausgegangen.

Gregory Zecca, Anthonys Vater, ist der Stiefsohn von Duane Chapman und Sohn von Francie Chapman (geborene Francie Frane), Dogs sechster Ehefrau. Zecca soll laut TMZ ein aktives Mitglied in Dogs TV- und Kopfgeldjäger-Team sein.

Duane „Dog“ Chapman verlor Kind

Duane Chapman (72) und seine Ehefrau Francie gaben gegenüber TMZ eine kurze, aber emotionale Erklärung ab: „Wir trauern als Familie über diesen unverständlichen, tragischen Unfall.

Die Familie Chapman ist bekannt für ihre enge und komplexe Struktur: Dog ist Vater von 13 Kindern mit verschiedenen Frauen. Erst 2023 hatte er die Existenz seines bislang unbekannten Sohnes Jon öffentlich gemacht.

Der Verlust von Stiefenkel Anthony ist nicht der erste tragische Abschied für Duane Chapman. Dogs Tochter Barbara Chapman kam 2006 bei einem Autounfall ums Leben. Nun muss die Familie einen weiteren Schicksalsschlag verkraften.

Gregory Zecca droht eine lebenslange Haftstrafe

Nun, ein knappes halbes Jahr nach dem Unglück, wurde Gregory Zecca verhaftet. Er wurde wegen schwerer fahrlässiger Tötung eines Kindes mit einer Schusswaffe und wegen des Gebrauchs einer Schusswaffe unter Alkoholeinfluss angeklagt, im Falle einer Verurteilung dürfte das eine lebenslange Haftstrafe für ihn bedeuten.

Das Sheriff-Büro von Collier County konnte während der Ermittlungen feststellen, dass Zecca „über mehrere Stunden hinweg in einer örtlichen Gaststätte Alkohol konsumiert, weiteren Alkohol gekauft und später in der Wohnung eines Freundes sowohl Alkohol als auch Marihuana konsumiert hatte“.

Dort hielt sich auch sein Sohn Anthony auf. Zecca begann damit, seine (zu diesem Zeitpunkt ungeladene) Waffe zu ziehen und abzufeuern. Später wurde die Waffe dann aber doch geladen und Anthony tödlich in den Hals getroffen.

„Ein Toxikologie-Experte hat [...] geschätzt, dass Zeccas Blutalkoholkonzentration zum Zeitpunkt der Schießerei bei etwa 0,116 lag. Der gesetzliche Grenzwert in Florida liegt bei 0,08“.

Ein Fall, der erneut das US-Waffenrecht infrage stellt

Der tragische Tod des 13-jährigen Anthony wirft einmal mehr die Frage auf, warum in den USA trotz zahlreicher Todesfälle durch Schusswaffen keine strengeren Waffengesetze eingeführt werden. Immer wieder kommt es zu Unfällen mit legal besessenen Waffen, oft mit tödlichem Ausgang – und häufig sind es Kinder, die zu Opfern werden.

Die Tragödie um Duane Chapmans Stiefenkel Anthony ist somit nicht nur ein persönliches Drama, sondern auch ein trauriges Sinnbild für ein gesamtgesellschaftliches Problem, das seit Jahrzehnten ungelöst bleibt.

Quellen