Nach Tod von Alexander Held: ZDF ändert heute spontan das Programm
Nach dem Tod von Schauspieler Alexander Held reagiert das ZDF kurzfristig mit einer Programmänderung. Für viele Fans ist es ein emotionaler Abschied von einem der prägendsten deutschen Krimi-Gesichter.

Der Tod von Alexander Held erschüttert derzeit viele Zuschauerinnen und Zuschauer. Der Schauspieler, der vor allem durch seine Rolle als Kommissar Ludwig Schaller in der ZDF-Krimireihe „München Mord“ bekannt wurde, starb im Alter von 67 Jahren. Nun reagiert das ZDF mit einer kurzfristigen Änderung des Abendprogramms.
ZDF zeigt kurzfristig „München Mord“ mit Alexander Held
Eigentlich sollte am heutigen Mittwochabend (20. Mai) um 20:15 Uhr der österreichische „Landkrimi: Acht“ ausgestrahlt werden. Doch der Sender entschied sich kurzfristig um. Stattdessen läuft nun die „München Mord“-Episode „Das Kamel und die Blume“ – ausdrücklich „zur Erinnerung an Alexander Held“, wie das ZDF auf seiner Programmseite mitteilt.
Für viele Fans dürfte die Entscheidung genau die richtige sein. Schließlich verkörperte Held den eigenwilligen Ermittler Ludwig Schaller seit 2010 und machte die Reihe mit seinem unverwechselbaren Spiel zu einem der beliebtesten Krimiformate im deutschen Fernsehen.
Die ursprünglich geplante Ausstrahlung von „Landkrimi: Acht“ wurde vorerst verschoben.
Auch ZDFneo änderte sein Programm
Bereits am Dienstag reagierte auch ZDFneo auf die traurige Nachricht. Statt der angekündigten Folge von „Helen Dorn“ zeigte der Sender kurzfristig zwei Episoden der Krimireihe „Stralsund“, in denen Alexander Held ebenfalls zu sehen war.
xDamit würdigt das ZDF gleich auf mehreren Sendern die Karriere eines Schauspielers, der über Jahrzehnte hinweg das deutsche Fernsehen geprägt hat.
Alexander Held war in vielen TV-Formaten zu sehen
Alexander Held galt als einer der markantesten Charakterdarsteller Deutschlands. Neben „München Mord“ war er unter anderem in Produktionen wie „Der Untergang“, „Tatort“, „Stralsund“, „Die Pfefferkörner“ oder zahlreichen Theaterproduktionen zu sehen.
Besonders seine Rolle als oft mürrischer, aber brillanter Kommissar Schaller machte ihn beim Publikum beliebt. Seine Figuren wirkten nie glatt oder austauschbar – vielmehr brachte Held stets eine besondere Mischung aus Melancholie, Schärfe und trockenem Humor mit auf den Bildschirm.
Die Nachricht von seinem Tod sorgte deshalb nicht nur bei Kolleginnen und Kollegen, sondern auch in sozialen Netzwerken für große Betroffenheit.
„Landkrimi: Acht“ muss kurzfristig weichen
Die verschobene Produktion hätte am Mittwoch eigentlich ebenfalls einen düsteren Krimiabend versprochen. In „Landkrimi: Acht“ geht es um den Mord an einem Radiologen, der tief in rechtsradikale und esoterische Kreise verstrickt war.
Der Film von Regisseurin Marie Kreutzer verbindet klassische Ermittlungsarbeit mit gesellschaftspolitischen Themen wie Verschwörungsideologien, Demokratiefeindlichkeit und toxischen Machtstrukturen. Kritiker lobten den ORF-Krimi bereits im Vorfeld als besonders intensives und atmosphärisches Format.
Wann „Acht“ nun im ZDF nachgeholt wird, ist bislang noch nicht bekannt.







