Steckbrief

Mesut Özil heute: Türkei, Ehefrau, Politik – So lebt der Ex-Weltmeister aktuell

Mesut Özil lebt heute zurückgezogen in der Türkei, ist Familienvater und politisch aktiv – eine neue ZDF-Doku beleuchtet seinen Wandel vom gefeierten Weltmeister zur umstrittenen Figur.

Mesut Özil ist auf einem politischen Bild im Anzug im Februar 2026 zu sehen
So lebt Mesut Özil nach seiner Fußballkarriere heute! Foto: IMAGO / Anadolu Agency

Mit der dreiteiligen Dokumentation „Mesut Özil – zu Gast bei Freunden“, die aktuell im ZDF läuft, rückt das Leben des Ex-Fußballstars wieder in den Fokus. Der Film zeigt seinen kometenhaften Aufstieg, den Bruch mit Deutschland und sein Leben nach der Karriere. Doch wie sieht Özils Alltag heute wirklich aus – und welche Rolle spielt seine Frau?

Leben in der Türkei: Rückzug nach dem Karriereende

Nach seinem Karriereende im März 2023 hat sich Mesut Özil weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Der ehemalige Nationalspieler lebt heute in Istanbul und meidet deutsche Medien größtenteils.

Auch die ZDF-Doku macht deutlich, wie sehr sich Özil aus der Öffentlichkeit verabschiedet hat. Statt Interviews zeigt er sich vor allem auf Social Media – häufig beim Krafttraining, das inzwischen einen festen Platz in seinem Alltag hat.

Ehefrau Amine Özil: Model, Schauspielerin und Miss Türkei

An Özils Seite steht seit Jahren Amine Özil (geb. Gülşe) – eine Frau, die selbst in der Öffentlichkeit steht. Die schwedisch-türkische Schauspielerin und Model wurde 2014 zur „Miss Türkei“ gewählt und arbeitete anschließend erfolgreich in TV-Produktionen und Werbekampagnen.

Geboren wurde sie in Schweden, lebt heute aber ebenfalls in Istanbul. Bekannt wurde sie unter anderem durch die Serie „Asla Vazgeçmem“, in der sie eine Hauptrolle spielte.

Seit 2017 sind Mesut und Amine ein Paar, 2019 folgte die Verlobung und schließlich die Hochzeit in Istanbul.

Glamour-Hochzeit und Familienleben

Die Hochzeit sorgte weltweit für Schlagzeilen – vor allem, weil Recep Tayyip Erdoğan als Trauzeuge auftrat. Gefeiert wurde in einem Luxushotel am Bosporus mit traditionellen Elementen.

Heute führt das Paar ein vergleichsweise ruhiges Familienleben. Gemeinsam haben sie zwei Töchter, die 2020 und 2022 geboren wurden.

Amine Özil tritt weiterhin als Influencerin und Model auf, zeigt auf Social Media regelmäßig Einblicke in das Familienleben – bleibt dabei aber deutlich öffentlicher als ihr Ehemann.

Politischer Kurs: Nähe zu Erdoğan sorgt für Kritik

Der türkisch-deutsche Fußballspieler Mesut Özil, der bei Arsenal spielt (links), überreicht dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ein Trikot
Das Foto von Özil und Erdoğan ging um die Welt und entfachte Diskussionen Foto: IMAGO / Anadolu Agency

Ein zentraler Punkt – auch in der ZDF-Doku – ist Özils politisches Engagement. Seine enge Verbindung zum türkischen Präsidenten Erdoğan sorgt seit Jahren für Diskussionen.

Diese Nähe zeigt sich nicht nur privat, sondern auch politisch: Özil unterstützt öffentlich die Regierungspartei und ist seit 2025 Mitglied der AKP, wo er sogar eine Funktion im Vorstand übernommen hat.

Gerade in Deutschland wird diese Entwicklung kritisch gesehen und hat sein Image nachhaltig verändert.

Neue Kontroversen: Symbolik sorgt für Diskussionen

Zusätzlich steht Özil immer wieder wegen seiner öffentlichen Auftritte in der Kritik. Ein Tattoo mit Symbolen, die mit den „Grauen Wölfen“ in Verbindung gebracht werden, löste zuletzt neue Debatten aus.

Die Gruppierung gilt als rechtsextrem und wird in Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet. Özil selbst hat sich dazu bislang nicht ausführlich geäußert.

Vom Integrationssymbol zur umstrittenen Figur

Die Dokumentation zeigt eindrücklich, wie sich Özils Image gewandelt hat. Einst war er das Aushängeschild einer modernen, vielfältigen Gesellschaft – gefeiert nach dem WM-Titel 2014.

Doch das Erdoğan-Foto 2018 markierte einen Wendepunkt. Özil zog sich aus der Nationalmannschaft zurück und erklärte: „Ich bin Deutscher, wenn wir gewinnen, aber ein Immigrant, wenn wir verlieren.“ Ein Satz, der bis heute nachhallt.

Quellen