MDR-Programmänderung: Nächstes beliebtes Format wird eingestellt
Der MDR stellt zum Jahresende ein beliebtes Nachmittagsmagazin ein. Ein weiterer Spargriff mit Folgen für das ARD-Programm.

Beim MDR deutet sich ein weiterer harter Schnitt im Programm an: Wie die „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtet, soll das tägliche Nachmittagsmagazin „MDR um Zwei“ zum Jahresende eingestellt werden. Damit würde ein Format verschwinden, das über Jahre hinweg den Nachmittag im Dritten Programm der ARD geprägt hat.
Hintergrund ist der deutliche Sparzwang im Öffentlich-Rechtlichen, der sich verschärft hat, weil die vom KEF empfohlene Erhöhung des Rundfunkbeitrags Ende 2024 nicht umgesetzt wurde. MDR-Intendant Ralf Ludwig hatte bereits vor Wochen einen zusätzlichen Einsparbedarf von mehreren Dutzend Millionen Euro prognostiziert und angekündigt, dass sich dies auch im Programm spürbar machen würde.
Wegfall für Magdeburg
Laut dem Bericht hat Landesfunkhaus-Chef Tim Herden die Belegschaft am Standort Magdeburg bereits über das geplante Ende des Formats informiert. Dort wird „MDR um Zwei“ erst seit Mitte 2023 produziert – nachdem zuvor schon das Vormittagsmagazin „MDR um 11“ eingestellt wurde, um den Weg für das übernommene ARD-„Mittagsmagazin“ aus Leipzig zu ebnen.
Ein MDR-Sprecher wollte gegenüber DWDL.de die Entscheidung nicht im Detail bestätigen, verwies aber auf die harten finanziellen Zwänge: Die nicht vollzogene Beitragserhöhung bedeute für den Sender eine umfangreiche Budget-Kürzung, die zu „strategischen Entscheidungen“ führe, die sich unvermeidlich auch auf die Programmlandschaft auswirken würden. Ziel sei es, die Stärken des Senders zu bewahren – trotz der Einschnitte.
Geplant ist offenbar, statt eines linearen Fernsehmagazins ein Nachfolge-Format zu entwickeln, das zukünftig nur noch im Streaming verfügbar sein soll. Im Fernsehprogramm würde der MDR dann voraussichtlich erst ab 16 Uhr wieder mit Live-Programm antreten. Ein frühes, tägliches Nachmittagsmagazin wird damit auch beim MDR der Vergangenheit angehören – ein Trend, dem sich bereits die meisten anderen Dritten Programme der ARD angeschlossen haben.








